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Basketball: Ein „Monstererfolg“ für die Skyliners

Aus Frankfurt zu den Los Angeles Lakers: Isaac Bonga Foto: Marc Schüler (Marc Schueler) Aus Frankfurt zu den Los Angeles Lakers: Isaac Bonga
Frankfurt. 

Plötzlich hatte Isaac Bonga freie Bahn. Er ließ seinen Gegenspieler mit zwei langen Schritten stehen und legte den Ball zum 81:63 in den Korb. Seine ersten Punkte aus dem Feld in der Summer League der NBA. Kurz darauf war der erste Auftritt im Trikot der Los Angeles Lakers für den 18-Jährigen beendet. Für den Spielmacher kam der zweite Deutsche im Kader, Moritz Wagner, aufs Parkett in der Arena von Las Vegas.

Es war ein holpriges Spiel für Bonga beim 96:79-Sieg gegen die Philadelphia 76ers, in 13 Minuten unterliefen ihm sieben Ballverluste bei drei Zählern. „Ich habe ein paar schlechte Entscheidungen getroffen“, sagte der 2,05-Meter-Schlaks. Es seien noch einige Spiele zu spielen und er versuche „mein Ding zu machen und mich zu verbessern“. Die Partie war der erste Schritt im Lernprozess des Nationalspielers. Vor zwei Monaten spielte er noch in der Bundesliga für die Frankfurt Skyliners, jetzt ist er dabei, seinen Traum von der nordamerikanischen Profiliga zu verwirklichen.

Seit Freitag steht fest: Isaac Evolue Etue Bofenda Bonga wird in der Saison 2018/2019 zum Kader des 16-fachen NBA-Champions gehören. Laut der Onlineplattform „The Athletic“ erhält er einen Rookievertrag über drei Jahre. Bonga war am 21. Juni im Draft an 39. Stelle von den Philadelphia 76ers gewählt und sofort an die Lakers weitergegeben worden. Aufgrund der NBA-Regularien konnte der Deal erst am Freitag abgeschlossen werden. Für Bonga bekommen die 76ers von den Lakers in der Talentelotterie 2019 einen Zweitrunden-Pick sowie eine unbekannte Summe überwiesen.

Eine bereits ausgehandelte, aber ebenfalls unbekannte Summe erhalten die Skyliners als Ausbildungsentschädigung. Sie dürfte im mittleren sechsstelligen Bereich liegen. „Das ist ein Monstererfolg für die Organisation. Wir haben ihn genau mit diesem Ziel geholt“, freute sich Gunnar Wöbke, der geschäftsführende Gesellschafter. Der Basketball-Bundesligist hatte Bonga 2016 von seinem Heimatverein SG Lützel-Post Koblenz nach Frankfurt gelotst und mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet. Sein erstes erstklassiges Spiel absolvierte er als 16-Jähriger im September 2016 und ging als fünftjüngster Bundesligaprofi in die Geschichte ein. Im Februar wurde er zum jüngsten Nationalspieler seit mehr als 40 Jahren.

Schon kurz nach dem Saisonende flog Bonga Mitte Mai nach Los Angeles, um an den sogenannten Draft-Workouts der Lakers teilzunehmen. Ein Hinweis darauf, dass der Deal von langer Hand geplant war. Zumal Lakers-Geschäftsführer Rob Pelinka Bonga persönlich in Frankfurt beobachtet hatte. „Die Idealsituation wäre gewesen, wenn er noch eine Saison bei uns gespielt und dann gegangen wäre“, sagte Wöbke. Aber die Lakers wollen Bonga offensichtlich selbst unter ihre Fittiche nehmen und ihn zum nächsten Magic Johnson aufbauen.

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