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Eishockey: Finnisches Trainerteam: Frankfurter Löwen gehen neue Wege

Von Die Eishockey-Löwen gehen mit einem finnischen Trainerteam in die kommende Spielzeit. Matti Tiilikainen ist Head Coach, Marko Raita Coach der Mannschaft und Valtteri Salo ergänzt das Trio als Goalie- und Video-Coach.
Sie wollen mit den Frankfurter Löwen hoch hinaus: Co-Trainer Marko Raita (links), Sportdirektor Franz-David Fritzmeier und Trainer Matti Tiilikainen (rechts). Foto: JOACHIM STORCH (Joachim Storch) Sie wollen mit den Frankfurter Löwen hoch hinaus: Co-Trainer Marko Raita (links), Sportdirektor Franz-David Fritzmeier und Trainer Matti Tiilikainen (rechts).
Frankfurt. 

Mit dieser Verpflichtung gehen die Löwen Frankfurt neue Wege. Die Zeit der kanadischen Einzelkämpfer wie zuletzt Rich Chernomaz oder Paul Gardner ist passé. „Wir haben uns durch intensives Scouting und viele Gespräche entschieden, ein Coaching-Team aufzubauen. Damit wollen wir ein modernes Konzept mit jungen, bestens ausgebildeten Trainern umsetzen“, erklärt Sportdirektor Franz-David Fritzmeier. „Wir wollen keine Hierarchie im Trainerstab, sondern eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, in der ein ständiger Austausch stattfindet.“

Dieses Anforderungsprofil bringt das neue Führungs-Team mit. Sie sind jung, haben schon gemeinsam gearbeitet und ergänzen sich. Fritzmeier vergleicht das Duo mit den Fußballtrainern Julian Nagelsmann (Hoffenheim) und Domenico Tedesco (Schalke). „Matti ist wie Nagelsmann: impulsiv, temperamentvoll. Marko eher wie Tedesco: ein ruhiger Analytiker. Wir brauchen ein Team mit ungleichen Typen“, so Fritzmeier erklärend.

Beide sind trotz ihrer Jugend schon erfahren. Matti Tiilikainen beendete mit 20 seine aktive Karriere und startete 2008 sofort hinter der Bande beim finnischen Erstligisten Hämeenlinnan Pallokerho (HPK). Zuerst als Assistenz-Coach bei der U 20, dann als Chef-Trainer bei der U 18 und 2015 bis jetzt bei der U 20. In der vergangenen Saison war er auch Assistenztrainer der finnischen Nationalmannschaft bei der U 20-WM.

Von Siitarinen bis Matikainen: Finnische Tradition am ...

Es ist das dritte Mal, dass in der Frankfurter Eissporthalle an der Bande ein Finne stehen wird. Der erste war Jorma Siitarinen. Der Schweiger, wie er auch genannt wurde, übernahm 1983 den Zweitligisten Eintracht Frankfurt.

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Der um acht Jahre ältere Marko Raita übernahm 2013 nach Beendigung der Spielerkarriere die U 18 bei HPK. Im April war er bereits für die Frankfurter in der DEL 2 tätig: Als Sportdirektor Fritzmeier in den Play-offs beim Stand von 0:2 gegen Kassel das Traineramt übernahm, holte er den Finnen als Co-Trainer und Video-Analytiker. Als Video-Coach wird nun Valtteri Salo fungieren, der nebenbei auch Torwart-Trainer sein wird, eine Funktion, die er beim HPK-Nachwuchs in den letzten drei Jahren inne hatte. Der 28-Jährige soll sich neben der DEL 2-Kepern auch um die Nachwuchs-Torhüter im Verein als Ausbilder kümmern.

„Matti und Marko sind zwei junge Trainer, die in Finnland hervorragend geschult wurden. Die beiden haben zunächst eine mehrjährige Trainerausbildung absolviert und sich dann in der praktischen Arbeit weiterentwickelt“, sagt Fritzmeier über seine Trainer, die von Anfang an seine erste Wahl waren. „Danke schön“, antwortete Tiilikainen artig. Dies sei das Einzige, was er auf Deutsch kann. „Noch müssen wir uns englisch verständigen. Aber wir wollen schnellstmöglich die Sprache erlernen. Wir sind in Deutschland. Daher muss die Kabinensprache bald Deutsch sein“, verspricht der Finne.

Es sei laut Fritzmeier nicht einfach, sie für ein Engagement in Deutschland zu begeistern. „Die DEL 2 genießt international keinen guten Ruf. Was sie überzeugte, war das Konzept der Löwen.“ Dies hieße junge Spieler zu verbessern, aber den Erfolg nicht aus den Augen zu haben. „Die Löwen sind kein Ausbildungsverein, sondern erfolgshungrig“, betont der Sportdirektor.

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