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Eintracht-Spieler Marc Stendera: Mit europäischem Schwung

Von Marc Stendera ist zum Eintracht-Reisetross gestoßen – und alle freuen sich für und mit dem Europameister. Ob der jüngste Frankfurter auch in der Bundesliga auftrumpfen kann?
Keine Schonung für Europameister: Jan Rosenthal (rechts) versucht, Marc Stendera im Eintracht-Training den Ball abzuluchsen.	Foto: Hübner Keine Schonung für Europameister: Jan Rosenthal (rechts) versucht, Marc Stendera im Eintracht-Training den Ball abzuluchsen. Foto: Hübner
Bardonecchia. 

15 Spiele hat Marc Stendera für die deutsche U-19-Nationalmannschaft absolviert. Das bisher letzte wird er nie vergessen. Es war das 1:0 im Finale der Europameisterschaft gegen Portugal. Danach wurde der 18-Jährige schon als „Der kleine Götze“ beschrieben. „Natürlich freut man sich darüber, wenn man das liest. Aber im Fußball kann alles ganz schnell gehen. Morgen kann alles schon wieder anders aussehen“, sagte der Mittelfeldspieler der Frankfurter Eintracht am Montag in Bardonecchia.

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Am Sonntag war er bereits zur Mannschaft des auf Italien-Reise weilenden Fußball-Bundesligisten gestoßen, hatte nach dem Turnier lediglich einen Tag zu Hause verbracht. Alle bei der Eintracht freuen sich für und mit dem Europameister. Beim Interview-Termin machte zunächst Torhüter Kevin Trapp die Glastür auf, ermahnte den „Kleinen“, dass er auch nur die Wahrheit sagen soll. Und kurz darauf klopfte ein halbes Dutzend Kameraden mit den Handflächen lautstark gröhlend an die Scheibe.

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Die Frankfurter Eintracht hatte in ihrer langen Geschichte nur selten richtige Brecher in der Spitze. Grund für uns, die effektivsten und treffsichersten Frankfurter Torgaranten aller Zeiten aufzulisten. In unserer Fotosrecke zeigen wir die Superstürmer der Hessen. Alle Fotos: ImagoJürgen Grabowski: Seine Bilanz ist bemerkenswert: In 441 Spielen erzielte der Dribblekünstler satte 109 Tore für die Eintracht - und wurde damit zur Legende. Bis heute gilt Grabowski als einer der besten Fußballer, die jemals für die Eintracht aktiv waren. Wurde mit der SGE 1974 und 1975 DFB-Pokalsieger und zählte 1980 zur Elf, die den Uefa-Pokal gewann. Auch in der Nationalelf sorgte der 1944 geborene Offensiv-Allrounder für Furore. Unter Trainer Helmut Schön avancierte er bei der WM 1970 zum « besten Einwechselspieler der Welt». 1974 feierte er den größten Erfolg seiner Karriere: Den Gewinn der Weltmeisterschaft im eigenen Land.Anthony Yeboah: Mit Hölzenbein der beste Stürmer, der jemals für die Eintracht aktiv war. Spielte von 1990 bis 1995 für die Adler und schoss in 123 Spielen 68 Tore für die Fußballer aus der Mainmetropole. Wurde 1993 und 1994 Torschützenkönig der Bundesliga. Seine Zeit in Frankfurt ging unrühmlich zu Ende. Nach einem Trainingsstreit kam es zum Zerwürfnis mit dem damaligen Eintracht-Coach Jupp Heynckes. Anfang 1995 wechselte er in die Premier League und spielte sehr erfolgreich für den englischen Verein Leeds United und später für den Hamburger SV.

Ein Grinsen bewies, wie gut dem Jungprofi solche gestiegene Anerkennung tut. Die Gefahr, dass er deshalb abhebt, dürfte gering sein. Schließlich hat er in der vergangenen Saison auch schon die Schattenseiten seines Berufs kennengelernt. Ein Kreuzbandriss in der Vorbereitung legte ihn rund acht Monate auf Eis, Stendera wurde gerade rechtzeitig zur EM wieder fit. Entsprechend formuliert er sein wichtigstes Ziel so: „Ich will verletzungsfrei bleiben, das ist mir in den letzten beiden Jahren leider nicht gelungen.“

Der Dreh- und Angelpunkt

 

Erst die Diagnose, dann die lange Reha, das sei schon eine schwere Zeit gewesen: „Doch ich bin ein Typ, der sich nicht so viele Gedanken macht. Ich war immer überzeugt davon, dass ich es wieder schaffen werde.“

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Bei der U19 war er in Ungarn Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, machte seine Sache stark, wie ihm auch Eintracht-Trainer Thomas Schaaf nach jedem Spiel telefonisch mitteilte. Ob Schaaf seinem Jüngsten allerdings auch in der Bundesliga die Spielmacherrolle zutrauen wird, erscheint zumindest zweifelhaft. „Möglich ist alles, aber das muss der Trainer entscheiden. Aber klar, auf der Position würde ich am liebsten spielen.“ Da könnte er „sein“ Spiel am besten aufziehen: „Mein Spiel ist es, im Mittelfeld die Bälle zu fordern, das Spiel an mich zu reißen und die Außen oder Spitzen dann anzuspielen.“ Und ein paar gefährliche Standards zu treten.

Entscheidend wird sein, ob er schon die Schnelligkeit und das Durchsetzungsvermögen besitzt, um in der Bundesliga zu bestehen. Stendera ist nur 1,71 Meter groß und alles andere als ein Muskelpaket. Sein Vorteil: „Ich werde versuchen, den Schwung der Europameisterschaft in die Bundesliga mitzunehmen.“ Geholfen habe ihm aber auch, dass die Eintracht bereits zuvor ein klares Zeichen gesetzt hatte: Trotz Kreuzbandriss wurde sein Vertrag bis 2017 verlängert. Stendera: „Das ist schön, wenn man merkt, es wird einem Vertrauen geschenkt.“

Gestern jedoch trat er erst einmal kürzer: „Ich habe mich nach dem Training am Sonntag etwas schlapp gefühlt.“ Und so radelte er am Vormittag durch die italienische Berglandschaft. Bis er stürzte und sich leicht an der rechten Hand verletzte. „Das müsst ihr aber nicht schreiben.“ Sorry, Marc: Auch das ist die Wahrheit.

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