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Eintracht Frankfurt vs. SC Freiburg: Kommentar: Jetzt heißt es aufpassen, Eintracht!

Unsicherer Spielaufbau, zu wenig Torchancen: Die Frankfurter müssen nach dem wenig überzeugenden Auftritt in Freiburg nun achtgeben, dass aus dem erhofften goldenen Oktober kein schwarzer wird, findet unser Kommentator Dieter Sattler.
Die Bäume wachsen auch für die neue Eintracht nicht in den Himmel. Mit dem 0:1 in Freiburg gab es nach der Niederlage in Darmstadt den zweiten Auswärtsdämpfer  in dieser Saison. Die Frankfurter enttäuschten auf der ganzen Linie. Schon in der 4. Minute gerieten sie in Rückstand. Ausgerechnet der sonst so zuverlässige Abraham hatte Vallejo mit einem Knochen-Pass  in die Bredouille und an die Rot-Grenze gebracht. Den Treffer erzielte übrigens der flinke Grifo, der ein Jahr beim FSV überragte, aber von den Eintracht-Verantwortlichen, warum auch immer, übersehen wurde.
Dieter Sattler Bild-Zoom Foto: (FNP)
Dieter Sattler

Die Unsicherheit der Frankfurter beim Spielaufbau zog sich durch die ganze Partie. Vom bisherigen Plus gegenüber  der letzten Saison, den geordneten Ballstaffetten aus der Abwehr und dem defensiven Mittelfeld heraus, war kaum etwas zu sehen. Im Gegenteil: Die aggressiven Freiburger versetzten die Gäste mit ihrem Forechecking bis auf eine kurze bessere Phase vor dem Halbzeitpfiff  in helle Aufregung, manchmal sogar in Panik. Das erinnerte manchmal fast an die letzte Chaos-Saison.

Einige Fans fragten schon sarkastisch, ob die Mannschaft diese Fehlpässe im Geheimtraining  unter der Woche geübt  habe. Huszti und Neuzugang Mascarell hatten Aussetzer ohne Ende. Vorne waren Seferovic und auch Meier - bis auf seine Chance kurz vor Schluss - praktisch Ausfälle. Es ist die Frage, ob es gerade auswärts klug ist, mit zwei so statisch agierenden Sturmspitzen anzutreten. Die beiden verloren die wenigen Bälle, die sie bekamen, eher kläglich.

Beängstigend, dass die Eintracht sich in der zweiten Hälfte komplett den Schneid abkaufen ließ. Beim Versuch vielleicht doch dagegenzuhalten, verstrickten sich vor allem Fabian und Abraham, der nach seinem Fehler komplett von der Rolle war, in sinnlose Scharmützel mit den Gegnern. Auch deshalb brachte die Eintracht keine gescheite Schlussoffensive zustande.

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Aber bei aller berechtigten Kritik am schwachen Eintracht-Auftritt sollte man die Kirche im Dorf lassen. Mit zehn Punkten aus sechs Spielen steht die SGE immer noch weit besser da, als man vor der Saison erwarten durfte. Doch klar ist auch, dass die Frankfurter aufpassen müssen, damit aus dem erhofften goldenen Oktober kein schwarzer wird.

Die nächsten Spiele haben es in sich: In zwei Wochen kommen die Bayern. Da ist eine Niederlage wahrscheinlich, auch wenn in Frankfurt vor einem Jahr ein glückliches 0:0 ermauert wurde und die Münchner unter Trainer Ancelotti bisher nicht übermächtig erscheinen. Dann folgen die Auswärtsspiele in Hamburg und Gladbach.

Da wäre es also nicht unmöglich, dass die Eintracht auch nach neun Spielen noch mit zehn, elf Punkten dasteht. Aber wem, wenn nicht Trainer Kovac, der die Eintracht in der letzten Saison in fast aussichtsloser Situation rettete, wäre es zuzutrauen, die Mannschaft weiter sicher durch die Saison zu steuern? Aber jetzt heißt es wieder mal: aufpassen.
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