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Eintracht Frankfurt: Feiert Marco Fabián sein Comeback beim Spiel gegen Wolfsburg?

Von Noch hält sich Trainer Niko Kovac bedeckt. Aber möglicherweise feiert Marco Fabián beim Spiel der Frankfurter Eintracht am Samstag in Wolfsburg sein Comeback.
Foto: Jan Huebner (Jan Huebner)
Frankfurt. 

Nach fünfzehn Minuten haben sie am Donnerstag die Tore für die Beobachter wieder geschlossen. Hinter den Sichtschutzplanen hat die Frankfurter Eintracht trainiert und geübt, wie man im Auswärtsspiel der Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr) dem VfL Wolfsburg beikommen könnte. Mitten drin war wieder Kevin-Prince Boateng, der wegen einer Hüftprellung Anfang der Woche zwei, drei Tage kürzer treten musste.

Der „Chef“ wird also spielen. Und an seiner Seite vielleicht schon Marco Fabián? Das wäre eine große Überraschung, die aber nicht mehr ausgeschlossen ist. Der Mexikaner ist gesund. Ob er fit ist, wollte Trainer Niko Kovac im Laufe der Woche durch Beobachtungen und Gespräche herausfinden. „Gesund heißt noch nicht fit für die Liga“, stellt Kovac klar, „die Spieler sind da immer schnell anderer Meinung, sie glauben immer, sie könnten schon spielen.“ Da ist der 28 Jahre alte Mexikaner keine Ausnahme. „Ich fühle mich stärker denn je“, hat er während des Trainingslagers in Spanien in der ersten Januarwoche gesagt.

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Ausgerechnet der VfL Wolfsburg hat in der jüngeren Vergangenheit eine große Anziehungskraft auf Frankfurter Fußball-Profis ausgeübt. Das liegt sicher nicht an den Schönheiten der Autostadt.

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Fabián hat zum letzten Mal am 29. Juni letzten Jahres in einem echten Wettkampf auf dem Platz gestanden. Damals wurde er im Halbfinale des Confederation-Cups im russischen Sotschi gegen Deutschland eingewechselt. Die Deutschen besiegten die Mexikaner damals 4:1, Fabián hat eine gute halbe Stunde gespielt.

„Die Angst ist weg“

Dann aber waren seine Rückenschmerzen immer schlimmer geworden. Die bittere Konsequenz: Nach ein paar eher halbherzigen Trainingsversuchen musste Fabián aufgeben. Gemeinsam mit den Medizinern wurde die Entscheidung getroffen, dass eine Bandscheibenoperation unumgänglich sei. Erst im frühen Winter ist er auf den Trainingsplatz zurückgekehrt. Vor zwei Wochen hat er auch zum ersten Mal wieder mitgekickt, eine gute Viertelstunde beim Test gegen Aue im Trainingslager in Spanien.

Da war er noch mit angezogener Handbremse unterwegs gewesen, die Angst hatte vor den Zweikämpfen noch sichtbar mitgespielt. Das hat sich in den letzten Tagen geändert. „Er geht jetzt voll rein, die Angst ist weg“, hat Assistenz-Trainer Armin Reutershahn von den jüngsten Trainingseindrücken erzählt. Ob das schon für das Spiel am Samstag reicht, ist offen. Auf der einen Seite könnte es ein Risiko sein, Fabián einzusetzen, auf der anderen Seite muss er in absehbarer Zeit ins kalte Wasser geworfen werden. Weitere Freundschaftsspiele gibt es nicht, nur der Ernstfall ist im Terminplan vorgesehen.

Fabián brennt auf seine Rückkehr. Dabei spielt sicher eine Rolle, dass er das große Ziel Weltmeisterschaft vor Augen hat. Um ins Aufgebot des mexikanischen Nationaltrainers Juan Carlos Osorio zu kommen, muss er viel spielen. Und er muss gute Leistungen bringen. „2018 ist ein ganz wichtiges Jahr für mich“, sagt er, „ich will erst mit der Eintracht gut dastehen und dann unbedingt zur WM.“ Das ist sein großer Traum. Aus Sicht von Kovac ist dies eine „Win-win-Situation“. Nur wenn Fabián an die große Form aus den ersten Monaten des vergangenen Jahres anknüpfen kann, wird er seine WM-Chancen erhalten. Der Eintracht und ihrem Offensivspiel würde er weiterhelfen. Mit seiner Dribbelstärke und Beweglichkeit wäre er im Grunde der ideale Partner des „Strategen“ Boateng. Der Mexikaner ist ein Mittelfeldspieler, der auch Tore erzielen kann, was der Eintracht zuletzt ja ziemlich schwer gefallen ist. In der vergangenen Saison hat Fabián in 24 Einsätzen sieben Treffer erzielt und, genauso wichtig, noch vier weitere vorbereitet. Sein Vertrag bei der Eintracht läuft noch bis zum Sommer nächsten Jahres. Dass er ihn gerne verlängern würde, ist klar. „Frankfurt ist meine zweite Heimat geworden“, sagt er, „ich fühle mich tatsächlich wie zu Hause.“

Die Mitspieler können seine Rückkehr in die Bundesliga kaum erwarten. „Ich freue mich darauf, mit ihm zusammenzuspielen“, hat Boateng schon einmal den roten Teppich ausgerollt. Ein weiterer guter Techniker im Team könnte die Spielkultur tatsächlich anheben. Mit Omar Mascarell hat das nach einer langen Verletzungspause ja zum Auftakt gegen Freiburg schon gut geklappt. Fabián will nun nachziehen. Zumindest im Aufgebot für das Spiel in Wolfsburg wird er wohl stehen. Auch wenn sich die Trainer erst an diesem Freitag kurz vor der Abfahrt festlegen werden.

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