ZING: Das Chaos ist geordnet

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob alles schiefgeht. Wo die Flugzeuge parken, ist so viel Betrieb wie in einem Ameisenhaufen. Und doch gelingt es, das Chaos zu ordnen. Die Klasse 4 a der Grundschule Reifenberg hat sich mit ihrer Lehrerin Sabine Hoyer auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens umgeschaut.
Frankfurt. 

Wenn Martin Paul die Tür zur Verkehrsdatenzentrale öffnet, blitzen und blinken ihm Computer und Monitore entgegen – es ist sein Arbeitsplatz. Er ist 52 Jahre alt und hat drei Kinder. Seine Arbeit ist es, Daten über die Fluggesellschaft, den Flugzeugtyp und die Flugzeit (erwartete Ankunft/Abflug), Anzahl der Passagiere inklusive Umsteiger und die Registration zu erstellen und weiterzugeben.

Fluggäste, Behörden, Polizisten und natürlich auch der Flughafen selbst brauchen diese Informationen. Die Arbeit macht Martin Paul Spaß. Sie ist manchmal schwer und anstrengend, manchmal aber auch leicht. Man muss fließend Englisch sprechen können.

Das "Slot Mismatch Program", eine weitere zentrale Aufgabe der Flugplanstelle, ist ein Zeitfenster, das der Pilot einhalten muss, sonst muss neu geplant werden. Herausragende Sicht auf die Flugzeuge und ihre Parkpositionen hat man von der Verkehrszentrale. Die Verkehrszentrale ist 24 Stunden besetzt. Es wird in Schichten gearbeitet. Eine von vielen Personen, die hier arbeiten, heißt Katharina Diegelmann. Sie hat erst kürzlich die Prüfung zur Luftverkehrsdisponentin bestanden. Aber es sind verschiedene Ausbildungen möglich, um hier arbeiten zu können.

Aufgabe der Verkehrszentrale ist die Verteilung der Parkpositionen für die Flugzeuge auf dem Vorfeld. Die Flugzeuge werden auf Parkplätze geleitet, die die richtige Größe für das Flugzeug haben. Im nördlichen Teil des Flughafens parken die Passagierflugzeuge, und im südlichen Teil des Flughafens parken die Frachtflugzeuge. Man muss beim Planen beachten, dass man bei der Positionierung beides nicht vertauscht.

Es gibt insgesamt 170 bis 180 Parkpositionen auf dem Frankfurter Flughafen. Zusätzlich gibt es auch noch Notparkplätze. Es gibt Gebäude- und Vorfeldparkpositionen. In der Verkehrszentrale helfen der Computer und Kameras bei der Arbeit. Nur wenige Notizen werden per Hand geschrieben. Bei schlechtem Wetter kann der Beruf anstrengender werden, weil es zu erheblichen Änderungen im Flugplan kommt. Dann müssen viele Parkpositionen neu zugeteilt werden. Vor allem im Winter kann es kritisch werden.

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