Von 32 Fotos bleibt nur 1 übrig

Nicht nur bei der Taunus Zeitung gibt es Reporter und Fotografen. Auch die Fraport AG hat es eine eigene Redaktion und eine eigene Druckerei. Das erfuhren die Kinder der Löwenklasse 4 b der Ketteler-Francke-Schule in Bad Homburg mit ihrer Lehrerin Verena Siegmund bei ihrem Recherchetermin.
Die Löwenklasse durfte für den Fraport-Fotografen Stefan Rebscher vor dem A 380 "München" posieren.	Foto: Stefan Rebscher Die Löwenklasse durfte für den Fraport-Fotografen Stefan Rebscher vor dem A 380 "München" posieren. Foto: Stefan Rebscher
Frankfurt. 

"Das ist ein gutes Bild, da gucken alle in die Kamera, das nehmen wir!" Dies entscheiden die Schülerreporter, die gemeinsam mit dem Fotografen der Fraport AG, Stefan Rebscher, 47 Jahre, die Auswahl für das gelungenste Gruppenfoto vor dem A 380 treffen.

32 Fotos geschossen und nur eins bleibt übrig. Das überrascht alle sehr. Wie viele Fotos der 47-Jährige schon für die Fraport geschossen hat, weiß er gar nicht genau. Aber das ist auch kein Wunder, denn er arbeitet schon seit 25 Jahren hier. Alleine in den letzten zwei Jahren wurden 17 000 Fotos gemacht und archiviert. Insgesamt liegen im Fotoarchiv über 100 000 Bilder.

Natürlich braucht man die nicht alle nur für die Fraport-Mitarbeiterzeitung. Die drei Fotografen der Fraport beliefern auch die externe Presse und sie fotografieren für Zeitschriften, Broschüren und Poster. Die Arbeit des Fotografen für das Poster ist nach der Auswahl noch nicht vorbei. Es folgt noch die Bildbearbeitung. Gemeinsam werden die Flecken auf dem Bild entfernt und der Himmel etwas blauer gemacht. Viel mehr darf nicht verändert werden. Das verbietet der Ehrenkodex. Zum Schluss wird das Foto noch passend benannt, damit man es gut wiederfindet.

Dann bringt der Fotograf das Bild schnell zu den Layoutern, damit noch ein Logo darauf gemacht werden kann.

Als sich die Tür zum Büro von Elke Knab öffnet, fällt der Blick sofort auf den großen Apple-Computer auf ihrem Schreibtisch. Auf dem Monitor erkennt man das Raster, mit dem Elke Knab den passenden Text und das dazugehörige Bild zusammenstellen kann. Sie ist 47 Jahre alt. Seit 22 Jahren arbeitet Elke Knab als Grafikerin bei Fraport.

Kopieren und einfügen

Zu ihren Aufgaben gehört die Gestaltung der Mitarbeiterzeitung, verschiedener Drucksachen, Plakate, Broschüren sowie der interne und externe Kommunikation. Ihre Arbeit mag sie sehr gern. Die wichtigsten Befehle, die sie im Umgang mit ihrem Computer benutzt, sind "kopieren" und "einfügen".

Es ist spannend, der Grafikerin bei der Arbeit zuzusehen. Elke Knab fügt das ZING-Logo in passender Größe in das Gruppenbild ein. Die Entscheidung, wo das ZING-Logo seinen Platz finden soll, überlässt sie den Schülerreportern.

Und schon setzt das Foto seine Reise fort und wird an der nächsten Station von geräuschvollen Maschinen empfangen. Es riecht nach Wachs, Papier und Druckerfarbe. Überall wo man hinsieht: Papier, Papier, Papier! Ganz klar, hier befindet man sich in der Druckerei. Klaus Roggow, stellvertretende Leiter der Fraport Druckerei, erklärt, dass hier pro Tag von morgens 6 bis abends 17 Uhr im Durchschnitt 40 interne Aufträge an 20 verschiedenen Maschinen bearbeitet werden. Wow, das ist eine Menge!

Und dann auch noch so unterschiedliche Drucksachen: Weihnachtskarten, Formulare, Rechnungen, Gehaltsabrechnungen, Flyer, Baupläne, Poster und vieles mehr. Dafür gibt es verschiedene Druckermaschinen. Sie kosten bis zu einer halben Millionen Euro. Alleine mit seinem Chef, Walter Fritsch, kann Klaus Roggow das natürlich nicht machen. Es arbeiten 15 Personen in der Druckerei.

Und wo wird die Fraport-Mitarbeiterzeitung gedruckt? Die Schülerreporter entdecken die Zeitung an der Kuvertiermaschine. Halbautomatisch wandert sie dort in Briefumschläge und wird für den Versand an die Mitarbeiter fertig gemacht. Aber an welcher Maschine wird sie gedruckt? Roggow erklärt, dass mit dem Druck der Zeitung eine Fremddruckerei beauftragt wird. Die Zeitung wird hier lediglich verteilt. Die Druckerei gibt es also nicht wegen der Fraport-Mitarbeiterzeitung, sondern weil es praktisch ist für andere Sachen. Es sind kurze Wege, und der Datenschutz spielt auch eine große Rolle.

Die letzte Station ist der Plotter. Mit dieser Maschine kann man große Sachen drucken, wie Baupläne und Poster. Hier wird das Gruppenfoto vor dem A 380 unter den neugierigen Augen der Schülerreporter als Poster ausgedruckt, und die Löwenklasse darf es als Erinnerung mit in die Schule nehmen.

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