Schreiner bauen die Kulissen

Zwölf Schreiner fertigen an, was von Hunderten von Menschen in den Vorstellungen gesehen wird. Das Gute ist, dass die Zuschauer weit weg sitzen.
Wiesbaden. 

Deshalb müssen die Schreiner in einer Theaterschreinerei nicht ganz so exakt arbeiten, wie beispielsweise Schreiner in einer Möbelwerkstatt, wie der 38 Jahre alte Ruben Lattke erklärt. Der Schreiner muss gut bei Kräften sein. Manchmal müssen die Schreiner 7 bis 8 Meter hohe Holzbretter und 100 Kilogramm schwere Platten tragen. Damit die Schreiner wissen, was sie bauen sollen, erhalten sie Erklärungen. Sie müssen Zeichnungen von Gegenständen lesen können, die gebaut werden sollen. Schreiner müssen auch gut rechnen können, denn die Zeichnungen müssen maßstabsgetreu nachgebaut werden. Ruben Lattke hat sich für seinen Beruf entschieden, weil ihm handwerkliche Arbeit schon als Kind Spaß gemacht hat. Fliesenleger oder Kellner hätte ihm aber auch gefallen. Ideen einbringen Er hat sich dann doch für Schreiner entschieden, weil er Holz vielseitig findet, man eigene Ideen umsetzen kann. Die Ausbildung zum Schreiner dauert drei Jahre. Man braucht mindestens einen Hauptschulabschluss dafür. Die Mitarbeiter der Schreinerei arbeiten acht Stunden am Tag und 38,5 Stunden in der Woche. Immer zwei Mitarbeiter arbeiten im Team, meist an einem Tisch in der Schreinerei und auch, wenn sie im Haus unterwegs sind. Manchmal arbeitet er auch bei Reparaturen direkt auf der Bühne. Es gibt zwei Chefs in der Theaterschreinerei. Zu ihrem Schutz tragen die Schreiner spezielle Kleidung: Schuhe mit Stahlkappen und einen Gehörschutz. Im Gegensatz zu anderen Schreinereien müssen die Theaterschreiner nicht auf Montage, um Fenster und Türen einzubauen. Außerdem arbeiten Theaterschreiner im Theater meist nur in Räumen und nicht auf dem Bau im Freien.

Silas Wessely, Paul Föller, Luca Eigler, Laurin Fliedner, Marco Mägdefessel, Anton Selle und Janik Schäfer

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