Eine Rettungswache für eine ganz besondere Stadt

Die Klasse 4 b der Pestalozzischule Hofheim beschreibt das Rettungswesen am Frankfurter Flughafen.
Die Rettungswache am Frankfurter Flughafen ist in Knallrot gut zu erkennen. Foto: Jonas Kummer Die Rettungswache am Frankfurter Flughafen ist in Knallrot gut zu erkennen. Foto: Jonas Kummer
Frankfurt. 

In der Rettungswache vom Frankfurter Flughafen ist ganz schön viel los. Dort stehen viele Rettungswagen. Zwei davon können nicht nur vorwärts und rückwärts fahren, sondern auch sieben Meter hoch, um direkt an das hohe Flugzeug heranzukommen und die Passagiere aus dem Flugzeug zu befördern und medizinisch zu versorgen.

Wenn man nur mal so zum Spaß mit dem Rettungswagen hochfährt – was aber allerhöchstens mal Reporter dürfen –, dann hat man einen schönen Ausblick nach unten.

1000 Materialien

Die Ausstattung in einem Rettungswagen besteht aus mehr als 1000 Materialien und Geräten, wie zum Beispiel dem EKG (Herzmessgerät), dem Defibrillator (er bringt durch Stromstöße das Herz wieder in den richtigen Rhythmus), einer Uhr, Handschuhen, Nottelefon, Spritzen, Bandagen, Sauerstoff, Feuerlöscher, Desinfektionsmitteln, Schienen für Knochenbrüche, eine Schaufeltrage und vieles mehr.

Die Schaufeltrage ist dazu da, um Verletzte vorsichtig auf die Trage in den Wagen zu legen.

Ein Rettungswagen ist ziemlich teuer. Er kostet etwa 130 000 Euro. In der Rettungswache stehen die Rettungswagen (RTW), in denen neben dem Rettungsassistenten und dem Rettungssanitäter im Bedarfsfall auch ein Notarzt aus der Notfallambulanz mitfährt. Dann ist es ein Notarztwagen (NAW).

Ein NEF – Notarzteinsatzfahrzeug (System in der Stadt Frankfurt) ist dafür da, um den Arzt zum Rettungswagen zu bringen.

Der Rettungsdienst am Flughafen hat auch ein weiteres Sonderfahrzeug, welches es nur am Flughafen gibt. Zum Beispiel gibt es einen kleineren Rettungswagen, der durch engere Stellen passt, damit man auch an engen Plätzen wie im Parkhaus und auf dem S-Bahnhof helfen kann.

Insgesamt hat der Frankfurter Flughafen fünf Rettungswagen. Bei größeren Notfällen würden auch mal der Rettungsdienst der Stadt Frankfurt oder anderer umliegenden Gemeinden aushelfen.

Umgekehrt ist die Rettungswache des Frankfurter Flughafens nicht nur für Notfälle auf dem Flughafen zuständig, sondern ebenso für umliegende Autobahnen (A 3: Mönchhofdreieck bis Frankfurt, A 5: Zeppelinheim bis Niederrad) und Bundesstraßen (B 40, B 43).

Geburt am Flughafen

Der Rettungsdienst hat im Jahr etwa 1500 Notfälle gemeinsam mit der Feuerwehr zu bewältigen. Die häufigsten Notfälle bei den gemeinsamen Einsätzen sind Auto- und Baustellenunfälle. Die Rettungswache ist am Flughafen nicht nur für Notfälle zuständig. Einige Mitarbeiter übernehmen auch Behindertentransporte. Wenn Rollstühle in den engen Gängen der Flugzeuge keinen Platz haben, müssen behinderte Menschen mit speziellen Stühlen in die Flugzeuge gebracht werden. Zehn Rettungsassistenten werden im Jahr am Flughafen im Praktikum ausgebildet. Diese Ausbildung beinhaltet auch die Hilfe bei Geburten. Es kommt allerdings nicht oft vor, dass eine Frau am Flughafen ein Kind bekommt. Letztes Jahr bekam eine Frau am Terminal 1 ein Kind.

Der Frankfurter Flughafen braucht dieses Rettungsprogramm, denn er ist wie eine Stadt. Das einzige, was diese Stadt nicht hat, ist ein Bürgermeister. 70 000 Personen arbeiten am Flughafen. 160 000 Passagiere werden täglich transportiert. 150 Sprachen werden am Flughafen gesprochen. Auch darauf müssen sich die Rettungskräfte einstellen. Die ganze Welt kommt am Flughafen zusammen. Der Frankfurter Flughafen ist einer der drei größten Flughäfen Europas. Was Transport von Fracht und Post anbetrifft steht er sogar an der ersten Stelle.

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