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Bahnverkehr: Karosserieteil zerstört Zug-Scheiben: Sechs Verletzte

Zwei Züge fahren in Nordhessen aneinander vorbei. Plötzlich kracht es, Scheiben zerbersten, Splitter fliegen, mehrere Menschen werden verletzt. Doch die Passagiere hatten noch Glück im Unglück.
Zerstört sind in Wabern (Hessen) die Scheiben eines Zuges der Kurhessenbahn. Durch ein lockeres Karosserieteil wurden auch die Scheiben eines entgegenkommenden IC-Zuges beschädigt.  Foto: Bundespolizei Kassel/Bundespolizei Kassel/dpa Bilder > Foto: Bundespolizei Kassel (Bundespolizei Kassel) Zerstört sind in Wabern (Hessen) die Scheiben eines Zuges der Kurhessenbahn. Durch ein lockeres Karosserieteil wurden auch die Scheiben eines entgegenkommenden IC-Zuges beschädigt. Foto: Bundespolizei Kassel/Bundespolizei Kassel/dpa
Wabern/Felsberg. 

Bei einem ungewöhnliche Zugunfall in  Nordhessen sind sechs Passagiere verletzt worden. Eine Motorklappe einer Kurhessenbahn wurde aufgewirbelt und zerstörte mehrere Fenster, als die Regionalbahn und ein IC am Donnerstag bei Felsberg-Gensungen (Schwalm-Eder-Kreis) aneinander vorbeifuhren. «Die Ermittlung hat ergeben, dass eine lockere Abdeckung für massive Schäden an beiden Zügen verantwortlich ist», erklärte ein Sprecher der Bundespolizei in Kassel.

Bei dem Vorfall wurden fünf Jugendliche in der Kurhessenbahn leicht verletzt. Im IC erlitt laut Polizei eine 30-jährige Frau Verletzungen an den Augen. Der Zug war von Hannover nach Karlsruhe unterwegs. Nach Angaben der Deutschen Bahn hielt der IC nach dem Vorfall planmäßig in Wabern. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht. Sie sei aber ebenfalls nur leicht verletzt worden, sagte ein Bahnsprecher.

Die Strecke zwischen Wabern und Treysa war nach dem Unfall gesperrt. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde nach Angaben der Bahn eingerichtet, der Fern- und Güterverkehr über Fulda umgeleitet. Gegen 10.30 Uhr war die Strecke nach knapp drei Stunden Sperrung wieder frei.

Laut Bundespolizei hatten die Passagiere Glück: «Das hätte schlimmer ausgehen können», sagte ein Sprecher. Warum sich die Abdeckung löste, war noch unklar. Die Bundesstelle für Eisenbahn-Unfalluntersuchung werde hinzugezogen. Mit einem abschließenden Ermittlungs-Ergebnis sei in den nächsten Tagen noch nicht zu rechnen.

(dpa)

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