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Urteil: Zehn Jahre Haft für tödlichen Schuss auf Drogendealer

Zehn Jahre nach dem tödlichen Schuss auf einen Drogendealer sind die beiden Täter am Dienstag vom Landgericht Frankfurt zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt worden.
Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/Archiv Eine modellhafte Nachbildung der Justitia.
Frankfurt/Main. 

Zehn Jahre nach dem tödlichen Schuss auf einen Drogendealer sind die beiden Täter am Dienstag vom Landgericht Frankfurt zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt worden. Die Schwurgerichtskammer ging von Raub mit Todesfolge aus, weil es sich nicht habe widerlegen lassen, dass der Schuss aus Versehen abgegeben worden sei. Die heute 34 und 32 Jahre alten Iraner hatten den damals 22 Jahre alten Dealer im Januar 2007 ans Niddaufer in Frankfurt-Rödelheim gelockt, wo sie ihm Heroin ohne Bezahlung abnehmen wollten. „Die Tötung war nahe am Vorsatz”, sagte die Vorsitzende Richterin.

Während der Dealer noch röchelte, suchten die Männer das Rauschgift und verschwanden. 40 Minuten später wurde der Schwerverletzte von einem Radfahrer gefunden, am nächsten Tag starb er im Krankenhaus.

Die beiden Angeklagten, die lediglich den geplanten Raub einräumten, wurden erst 2016 festgenommen, als ein Bekannter von ihnen bei seinem eigenen Strafverfahren von dem tödlichen Zwischenfall erzählte. Im aktuellen Prozess wirkte sich der lange zurückliegende Tatzeitpunkt und „das seither über den Tätern schwebende Damoklesschwert” strafmildernd aus. Zu Lasten der Täter gingen die 19 beziehungsweise 17 Vorstrafen. Bei dem Älteren verfügte das Gericht auch noch die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt.

(dpa)

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