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Rhein-Main-Strategieforum: Die Metropolregion zukunftsfest machen

Von Das Strategieforum FrankfurtRheinMain will das Bewusstsein für die gemeinsame Metropolregion verstärken. Vier Länder sind an dem Think-tank beteiligt.
Foto: Hessische Staatskanzlei Gruppenbild mit Dame in Rot: Staatsminister Axel Wintermeyer (links neben Darmstadts IHK-Präsidentin Kristina Sinemus) ist Vorsitzender des Strategieforums. Links neben ihm Frankfurts IHK-Chef Mathias Müller.
Frankfurt. 

Die Metropol-Region Frankfurt ist außer mit Hessen mit drei weiteren Bundesländern direkt verknüpft: Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern. Denn nicht nur aus Mannheim und Mainz, sondern auch aus Aschaffenburg fahren viele Menschen nach Frankfurt – und umgekehrt. Das gilt natürlich nicht nur für Pendler, sondern auch für Menschen, die den Einkaufsbummel oder einfach nur den Schoppen in Nachbarstädten lieben.

Wenn aber etwa Verkehrs- und Wohnungspolitik der vier beteiligten Länder nicht auf die vielen Gemeinsamkeiten und Zusammenhänge der Metropolregion ausgerichtet ist, sondern kleinteilig bleibt, wird sie den Entwicklungen und Bedürfnissen von Wirtschaft und Menschen hinterherlaufen.

Künftig wollen die beteiligten Regionen und Länder endlich an einem Strang ziehen. Dafür hat sich gestern das „Strategieforum FrankfurtRheinMain“ offiziell gegründet und auch gleich seine Arbeit aufgenommen. Ziel des Forums ist es, ein Bewusstsein für die gemeinsame Metropolregion zu entwickeln und „erstmals über Ländergrenzen hinweg strategische Leitlinien und Visionen für die Region zu entwickeln“, wie es heißt.

Bei der ersten Sitzung wurden offenbar schon erste mittelfristig anzugehende Projekte in den Blick genommen. Im Vordergrund stand aber zunächst das Kennenlernen aller beteiligten Protagonisten aus den beteiligten Ländern.

Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt (IHK), lobt im Gespräch mit dieser Zeitung die produktive und spannende Atmosphäre. „Uns allen ist bewusst, dass es keinen Sinn macht, Projekte nur in den jeweiligen Ländern voranzubringen.“ Bei vielen Maßnahmen, die Infrastruktur, Wohnen, Mobilität und Digitalisierung beträfen, käme man nur mit länderübergreifender Zusammenarbeit voran.

Da vier Landesregierungen mit im Boot sind, hofft die Initiative bei wichtigen Projekten auch in Berlin mehr Druck machen zu können, als wenn sich, wie oft in der Vergangenheit, nur eins der Länder dafür stark machen könne.

Den Hut bei der Initiative hat deren Vorsitzender Axel Wintermeyer (CDU) auf. Er sollte als Staatsminister und Chef der Hessischen Staatskanzlei das nötige Gewicht mitbringen, um das Projekt auch von der politischen Seite voranzutreiben: „Wir wollen in diesem Think-Tank mit allen relevanten Akteuren aus Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg tragfähige und zukunftsorientierte Konzepte für die Region entwickeln“, sagte Wintermeyer, der zugleich darauf hinwies, dass man nicht nur Neues starten, sondern auch in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main bereits vorhandene Initiativen und Prozesse besser miteinander verzahnen wolle. „Bestehendes verzahnen – Neues denken, das ist der Anspruch dieses Forums, das einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit und der Wettbewerbsfähigkeit der Metropolregion leisten soll“, so Wintermeyer.

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