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Bisher 120 Anfragen bei Polizei-Vertrauensmann

Der auf dem Höhepunkt der Krise um Mobbingvorwürfe und autoritäre Führungsstrukturen berufene neue Vertrauensmann der hessischen Polizei, Henning Möller, hat bisher rund 120 Anfragen registriert.
Wiesbaden. 

Der auf dem Höhepunkt der Krise um Mobbingvorwürfe und autoritäre Führungsstrukturen berufene neue Vertrauensmann der hessischen Polizei, Henning Möller, hat bisher rund 120 Anfragen registriert. Rund 70 davon betrafen seinen Zuständigkeitsbereich, diese hat er zur Bearbeitung angenommen, wie der 60-Jährige der Nachrichtenagentur dpa in Wiesbaden sagte. Etwa ein Drittel davon seien Mobbing-Vorwürfe, die er aber noch nicht näher prüfen konnte. Möllers Amt wurde im November von Innenminister Boris Rhein (CDU) geschaffen.

Der Minister reagierte damit auf Vorwürfe, in der hessischen Polizei gebe es verbreitet gezieltes Mobbing. Möller sagte, er sei zu kurz im Amt, um dies zu kommentieren. Doch angesichts von insgesamt knapp 18 000 Polizei-Beschäftigten sei die Anfrage bei ihm bisher zahlenmäßig "verschwindend gering". Auch "Mobbing-Schwerpunkte"in der Polizei hat Möller noch nicht registriert, die Anliegen kämen aus allen Teilen des Landes. "Einzelne Menschen versagen hier absolut, auch Vorgesetzte."

Möller sprach aber von Einzelfällen, von einem Fehler im System geht er bisher nicht aus. Die anderen Anfragen betrafen Disziplinarfragen, drohende Dienstunfähigkeit oder persönliche Probleme, auch um Verwaltungsfehler gehe es.

Die Forderung der Opposition nach einem unabhängigen Polizeibeauftragten, der ähnlich dem Datenschutzbeauftragten nur dem Landtag Rechenschaft schuldig wäre, wies Möller zurück. Große Fälle wie der des früheren Frankfurter Fahndungschefs Jochen Zahn landeten ohnehin beim Innenausschuss des Landtags, sagte er. Ansonsten würde sich kaumein Polizist an einen externen Ansprechpartner wenden: "Es ruft keiner aus der Polizei irgendwo draußen an, das ist ein in sich geschlossener Kreis."

(dpa)
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