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Prozess: Anklage fordert Höchststrafe für „Lasermann”

Im Prozess um den fast 26 Jahre zurückliegenden gewaltsamen Tod einer Frankfurter Garderobenfrau hat die Anklage lebenslange Haft wegen Mordes gefordert.
Eine Statue der Göttin Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: S. Puchner/Archiv Eine Statue der Göttin Justitia mit einer Waage in ihrer Hand.
Frankfurt/Main. 

Im Prozess um den fast 26 Jahre zurückliegenden gewaltsamen Tod einer Frankfurter Garderobenfrau hat die Anklage lebenslange Haft wegen Mordes gefordert. Angeklagt ist der als „Lasermann” bekannt gewordenen 64 Jahre alte Schwede John Ausonius. Darüber hinaus forderte die Staatsanwaltschaft am Dienstag vor dem Landgericht Frankfurt, dass die besondere Schwere der Schuld festgestellt wird. Außerdem gehöre der Mann in Sicherungsverwahrung.

Der Verteidiger sah hingegen keine Indizien für eine Täterschaft seines Mandanten und plädierte auf Freispruch. Bereits morgen (Mittwoch/14.30 Uhr) will das Gericht das Urteil verkünden. .

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, der Garderobiere am 23. Februar 1992 auf deren Nachhauseweg aufgelauert und ihr in den Kopf geschossen zu haben, um an ihre Handtasche zu gelangen.

Ausonius sitzt in Schweden seit 1994 wegen Mordes und versuchten Mordes in Haft, weil er dort auf mehrere dunkelhäutige Einwanderer mit Hilfe eines Laser-Zielfernrohrs geschossen hatte - daher auch der Name „Lasermann”.

Wird eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängt und außerdem die besondere Schwere der Schuld festgestellt, ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.

(dpa)

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