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Handball, 3. Liga: Stefanie Güter überragt

Die Handballerinnen der TSG Eddersheim haben ihrem Trainer Tobias Fischer ein schönes Geburtstagsgeschenk gemacht. Mit viel Kampfgeist setzten sie sich in der 3. Liga Ost stark ersatzgeschwächt beim Tabellenletzten HSG Plesse-Hardenberg mit 26:23 (14:11) durch und haben nun fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze.
Sie führte ihre Mannschaft zum wichtigen Auswärtssieg: Rückraumspielerin Stefanie Güter (rechts). Foto: Marcel Lorenz Sie führte ihre Mannschaft zum wichtigen Auswärtssieg: Rückraumspielerin Stefanie Güter (rechts).
Eddersheim. 

„Das Spiel war nicht schön, aber wichtig. Der Sieg ist für uns Gold wert“, war Trainer Tobias Fischer nach dem Sieg erleichtert, „es war unser erster Erfolg in einem knappen Spiel in dieser Saison“.

Mit diesem Sieg stehen die Eddersheimerinnen mit 12:16 Punkten auf dem achten Platz – fünf Punkte vor dem HV Chemnitz, der auf dem ersten Abstiegsplatz steht. Dazu kommt als weiteres Plus der wohl zu erwartende bessere direkte Vergleich gegen die drei Absteiger. Chemnitz und Kriftel als Drittletzter und Vorletzter müssen noch in Eddersheim antreten, wobei sie in eigener Halle in der Hinrunde bereits verloren hatten. In dieser Hinsicht sollte sich das Eddersheimer Team jetzt erst einmal nicht mehr verrückt machen.

Dennoch: Die Vorzeichen vor dem Spiel in Hardenberg standen schlecht. Bekannt waren ja bereits die Verletzungen von Elena Stengelin, Franziska Feick (beide Kreuzbandriss und kein Einsatz mehr in dieser Saison) und Lisa Brennigke (Wadenverletzung, aber immerhin schon wieder für den Notfall auf der Bank). Doch in der letzten Trainingseinheit vor dem Spiel in Hardenberg zog sich Sina Elter einen Bänderriss im Fuß zu. „Das war ein weiterer Schlag. Damit hatte ich noch neun Feldspielerinnen“, war Fischer nicht zu beneiden.

Eigentlich begann die Partie für die Gäste ganz gut. Nach einem ausgeglichenen Start mit einem 5:5 kassierte Eddersheim drei Gegentreffer in Folge zum 5:8 (11.). „Wir haben wieder zu viele Bälle liegen lassen“, berichtete Fischer, der beim Stand von 7:10 aus Sicht seines Teams reagierte. „Ich habe Hanna Özer herausgenommen und durch Anna-Lena Kempf ersetzt, die permanent an den Kreis aufgelöst hat. Damit ist der Gegner überhaupt nicht zurechtgekommen“, war er selbst überrascht, „wir haben in neun Minuten das Spiel gedreht und lagen zur Pause nach einem schönen 7:1-Lauf mit 14:11 vorne. Das war der Knackpunkt der Partie“. Überragend in seinem Team: Stefanie Güter. „Das freut mich riesig. Wir hatten uns vorher auf der Fahrt im Bus unterhalten. Ich habe ihr gesagt, was ich von ihr erwarte, wollte ihr aber gleichzeitig den Druck nehmen“, erklärte der Trainer. Das funktionierte: Von den ersten zehn Treffern erzielte Güter neun, bis zur Pause waren es zehn.

Nach dem elften Treffer der Rückraumspielerin zu Beginn der zweiten Hälfte kam aber wieder ein Einbruch: „Das ist immer das Gleiche. Uns fehlt die Souveränität und die Ruhe. Wir haben wieder einige freie Bälle verworfen.“ Für Plesse war dies so etwas wie die letzte Chance, kam der Gastgeber doch bis auf 15:16 heran. „Wir mussten versuchen, Ruhe in unsere Aktionen zu bringen und haben von den beiden folgenden Zeitstrafen gegen den Gegner profitiert“, erklärte Fischer, dessen Team erst auf 19:15 davonzog, dann aber wieder wackelte und nur noch knapp beim 21:20 die Führung behauptete (47.). Danach ließen Güter und Lea Müller zwei Siebenmeter aus, doch anschließend setzten sich die Eddersheimerinnen wieder auf 24:20 ab. „Wir hatten das Glück, dass Plesse auch nicht getroffen hat. Am Ende war die Erleichterung bei den Spielerinnen groß. Die nervliche Anspannung war ihnen anzusehen. Nach den drei Niederlagen zuvor haben wir uns gefreut“, resümierte Fischer, „es war schön, zu sehen, dass uns das trotz der vielen Ausfälle geglückt ist. Es war ein Drecks-Sieg, ein Arbeitssieg einer angeschlagenen Mannschaft“.

Eddersheim: Mona Priester (1. bis 45.), Melissa Kirchner (ab 45.), Lisa Brennigke; Stefanie Güter 14/5, Xenia Klug 4, Lea Müller, Julia Krämer, Tabea Schweikart je 2, Lena Thoß 1, Hanna Özer 1/1, Alexandra Flebbe, Anna-Lena Kempf.

(vho)

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