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Tischtennis-Spieler der TuS Kriftel: Mit Geschlossenheit zum Titel

Die Erfolgsgeschichte ist perfekt: Die Tischtennis-Spieler der TuS Kriftel wurden Meister der Oberliga und spielen nun in der Regionalliga.
Sie haben Grund zum Jubeln: Mathias Stockhofe, Christian Schneider, Ingo Voss, Björn Fröhlich Wagenbach, Tobias Schneider und Martin Schlicht (von links). Sie haben Grund zum Jubeln: Mathias Stockhofe, Christian Schneider, Ingo Voss, Björn Fröhlich Wagenbach, Tobias Schneider und Martin Schlicht (von links).
Kriftel. 

Der Aufstieg in die vierthöchste Spielklasse ist der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Verdient hat sich dies das Team dank einer starken Mannschaftsleistung.

Mehr Stabilität

Der Titelgewinn ist für viele überraschend, da es für Kriftel in den vergangenen Jahren darum ging, in der Klasse zu bleiben. In der Saison 2015/2016 gelang dies erst am letzten Spieltag. Danach steckten sich die Krifteler höhere Ziele und visierten einen Platz im oberen Drittel an. Durch Tobias Schneider, der seinem Bruder Christian nach Kriftel gefolgt war, waren sie besser aufgestellt. Er kam vom letztjährigen Hessenliga-Meister TTC Langen nach Kriftel und durfte innerhalb eines Jahres ein zweites Mal einen Titelgewinn bejubeln.

Ab Mitte der Hinrunde hatte der 20-Jährige seine kleinen Anlaufprobleme hinter sich gelassen und bewies, dass er eine echte Verstärkung für die Krifteler war. „Da musste schon ein zweiter Schneider kommen, damit der Titel perfekt wird“, witzelten einige nach dem 9:6 in Obertshausen und dem Titelgewinn. Den vier Jahre älteren Christian – der mit seinem Bruder das mittlere Paarkreuz bildete – wird es nicht stören, dass es erst in seinem fünften Jahr in Kriftel zur Meisterschaft gereicht hat. Auch er ist glücklich über das Erreichte. Für Kriftel war es die siebte Oberligasaison seit dem Aufstieg 2010. Die Grundlagen für den Titel legte Kriftel in der Vorrunde. Dem Auftakt mit dem Sieg in Gießen und dem 9:3 gegen den Regionalliga-Absteiger Obertshausen folgte ein Unentschieden gegen Biebrich sowie das überraschende 9:1 gegen Titelfavorit SVH Kassel. So stand Kriftel vorne und gab Rang eins nicht mehr ab. Dabei war die Willensstärke ein Trumpf der Krifteler ebenso wie die guten Doppel. Beispielhaft dafür ist der 16:14-Sieg von Fröhlich Wagenbach/Stockhofe gegen RW Biebrich, durch den das Duo das Remis rettete.

Auch die Partien in Braunfels (9:5) und Fehlheim (8:8) überstand Kriftel ohne Niederlage und stand nach der ersten Halbserie ganz oben vor dem punktgleichen Zweiten Kassel (16:2).

Noch glaubten die Krifteler aber nicht, dass sie den Platz an der Sonne behaupten können. „Es ist in diesem Jahr keine Übermannschaft dabei“, war Mannschaftsführer Ingo Voss vor Beginn der Rückrunde froh, dass sein Team gleichauf mit den Titelkandidaten war: „Wir wissen, dass die Vorrunde gut und glücklich für uns gelaufen ist.“

Kriftel behauptet Rang eins

Die ersten Rückrundenspiele zeigten, dass Kriftel unbeirrt seinen Weg ging. Souveräne Siege folgten, das 9:6 gegen Braunfels Mitte März war der fünfte Erfolg im fünften Rückrundenspiel. Damit hatte das Team Abstand zwischen sich und den restlichen Mannschaften gebracht, denn diese patzten und nahmen sich die Punkte ab. In der viertletzten Begegnung hatte Kriftel in Biebrich die Gelegenheit, den Titel zu holen. Nach einem spannenden Spiel (7:9) gab es die erste Niederlage. Das Glück stand dem Team auch ein Spiel später nicht zur Seite, als es den Sieg gegen Fehlheim beim 8:8 knapp verpasste. Die zu erwartende Niederlage im vorletzten Spiel in Kassel, das erstmals in stärkster Aufstellung an die Tische ging, warf Kriftel nicht zu Boden. eEne gewisse Verkrampfung war den Spielern aber anzumerken als sie im „Finale“ in Obertshausen den Titelgewinn perfekt machten. „Wir hatten nicht vorgehabt, es so spannend zu machen“, ist Ingo Voss nach dem 9:6 überglücklich.

Auch in Obertshausen hatte sich gezeigt, warum Voss und seine Mannschaftskollegen der Triumph gelang. Das Sextett trat homogen auf und konnte beim Tabellensechsten wieder auf seine Doppelstärke setzen. Spitzenspieler Björn Fröhlich Wagenbach, der in Obertshausen mit dem Fünfsatz-Sieg gegen Surnin nach Abwehr eines Matchballs großen Anteil am Erfolg hatte, kam auf eine Bilanz von 21:15 Spielen. Mathias Stockhofe (14:20) überraschte in der Vorrunde einige Hochkaräter. Die Bilanzen von Christian (23:11) und Tobias Schneider (18:12) sowie Martin Schlicht (17:7) und Ingo Voss (17:8) unterstreichen, dass das Team als Einheit auftrat und gewann.

Blick nach vorne

„Es geht ein Kindheitstraum in Erfüllung“, ist Ingo Voss glücklich. Ab August geht es in die Regionalliga. Ein Verzicht wegen höherer Fahrtkosten und Meldegebühren – Abteilungsleiter Stefan Schörner: „Wir hoffen sehr, dass wir die Kosten im Rahmen halten können“ – sowie aus sportlichen Gründen stand nie im Raum. Das Team ist sich bewusst, dass es eine schwere Saison wird. Das Abenteuer möchten sie angehen, auch wenn es wohl mehr Niederlagen als Siege geben wird. „Wir wollen das in der Formation ausprobieren. Das haben sie sich gewünscht und auch verdient“, so Stefan Schörner. Auch Martin Schlicht, der sich als 33-Jähriger selbst als „Senior“ bezeichnet, geht in die Regionalliga mit. Eine Verstärkung des Teams durch einen ausländischen Spitzenspieler gibt es nicht. „Wir zahlen nichts, von daher war das kein Thema. Da sollen lieber andere junge Talente wie Willi Fagioli aufgebaut werden“, findet Schörner.

Auch dem Kapitän Ingo Voss ist die Zufriedenheit anzumerken, wenn er über seine Mannschaft spricht. „Dass wir fast immer komplett antreten konnten, war unser Plus. Das hat den Ausschlag gegeben“, ist er sich sicher. „In der Vorrunde hatten wir auch das Quäntchen Glück, was man benötigt, wenn man keine Ausnahmemannschaft ist“, ergänzt Voss.

Die längeren Fahrtzeiten zu den Auswärtspartien nimmt die TuS gerne in Kauf. „Mindestens ein Jahr kann man das mitmachen. Außerdem ist es schön, dass wir mal gegen andere spielen“, freut sich Voss auf die Herausforderung. Den Kampf gegen den Abstieg wird man ab August annehmen. „Es gibt bestimmt auch in der Regionalliga das eine oder andere Spiel mit der Chance auf einen oder zwei Punkte. Vielleicht ist ja auch der drittletzte Rang drin“, schaut Schörner hoffnungsfroh in die Zukunft.

(bla)
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