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Handball-Damen-Mannschaft des TV Hattersheim: Eine Erfolgsgeschichte aus Hattersheim

Vor vier Jahren wurde die Handball-Damen-Mannschaft des TV Hattersheim neu gegründet, nachdem sie 2007 abgemeldet worden war.
So jubelt ein Meister: Die Handballerinnen des TV Hattersheim freuen sich auf die Bezirks-Oberliga. Foto: Marcel Lorenz So jubelt ein Meister: Die Handballerinnen des TV Hattersheim freuen sich auf die Bezirks-Oberliga.
Hattersheim. 

Im letzten Saison-Heimspiel der Bezirksliga A Wiesbaden/Frankfurt sicherten sich die Hattersheimerinnen mit dem 23:19 gegen die TSG Sulzbach den Aufstieg in die Bezirks-Oberliga, nachdem die Mannschaft von Trainer Frank Weidenauer in der Saison zuvor Dritte geworden war. Nun setzte sich die Erfolgsgeschichte der Hattersheimerinnen fort.

Im Jahr davor war die Mannschaft als Dritte in die Relegation gekommen und hatte somit den Aufstieg in die Bezirksliga A geschafft. Ein weiteres Jahr zuvor hatte es einen Neuanfang bei den Handballerinnen in Hattersheim gegeben.

Nur eine C-Jugend

„Als wir 2007 abgemeldet hatten, war ich noch als Spielerin dabei“, erinnert sich Carola Hildebrandt. Durch einige Verletzungen sowie beruflich bedingte Abgänge hatten viele Spielerinnen damals in der Bezirksliga A aufgehört. So sah sich der Verein gezwungen, die Mannschaft aufzulösen, da erst im C-Jugendbereich wieder ein Jugendteam vorhanden war. Das Team blieb unter der Leitung von Trainer Matthias Böhler zusammen bis in den Aktivenbereich. „Dann haben wir Kontakt mit früheren Mitspielerinnen aufgenommen, wobei aus Hofheim und Kriftel einige Spielerinnen zurückkehrten“, berichtet Carola Hildebrandt, „85 Prozent von unseren Spielerinnen hatten in der Jugend in Hattersheim gespielt“.

Vor dieser Saison war das Ziel der Aufstieg, nachdem in der vorherigen Spielzeit der dritte Platz herausgesprungen war. Und es sah alles gut aus für die Hattersheimerinnen, die von November 2015 bis Januar 2017 ungeschlagen geblieben waren. Die gesamte Hinrunde absolvierte das Team verlustpunktfrei. „Dann kam die erste Niederlage am ersten Rückrundenspieltag in Dotzheim“, erklärt Carola Hildebrandt. „Anschließend haben wir in Eppstein zwischenzeitlich mit acht Toren geführt und noch einen Punkt abgegeben. Das wäre fast noch in die Hose gegangen.“ Für einige Spielerinnen des Teams war dies ein Nackenschlag. „Vorher war es selbstverständlich geworden zu gewinnen, nun war Frank Weidenauer gefragt, die Spielerinnen wieder herunter zu holen und zu beruhigen“, so die Hattersheimer Betreuerin. Der Vorsprung betrug weiterhin drei Punkte. Anschließend folgten die klaren Siege gegen den TV Erbenheim und im Nachholspiel bei der TSG Sulzbach – die Hattersheimerinnen waren wieder in der Spur. So kam es am vorletzten Spieltag wieder zur Partie gegen die Sulzbacherinnen, wo der TV Hattersheim doch zu kämpfen hatte, bis er mit 23:19 gewann. Da zeitgleich die TuS Dotzheim gegen Hochheim/Wicker verloren hatte, stand der Aufstieg der Hattersheimerinnen fest. Der Jubel war groß, es wurde ausgiebig gefeiert. Am letzten Spieltag folgte die zweite Saison-Niederlage bei der HSG Hochheim/Wicker, die gemeinsam mit Hattersheim in die Bezirks-Oberliga gehen wird.

„Riesiger Zusammenhalt“

„Unsere Stärke ist, dass wir wirklich eine Mannschaft sind“, erklärte Hildebrandt. „Die Spielerinnen kennen sich alle und unternehmen auch im privaten Bereich viel miteinander. Es herrscht ein riesiger Zusammenhalt untereinander. Die Mannschaft ist gewachsen.“ Auch in sportlicher Sicht nennt sie einige Faktoren: Zum einen sind da drei starke Torhüterinnen, dazu kommen eine sehr konzentrierte Abwehr, das Potenzial einiger Spielerinnen, die auch einfache Tore erzielen können und ein gutes Tempospiel über die Erste Welle. „Dazu versucht der Trainer, seinen Spielerinnen zu vermitteln, dass sie auf ihre Stärken vertrauen sollen und schaut nicht zu sehr auf die Gegner“, erklärt Hildebrandt.

Nun wartet die Bezirks-Oberliga. „Es wird schwer, auch wenn wir viele junge und trainingsfleißige Spielerinnen haben. Zudem müssen wir in der Bezirks-Oberliga erst einmal wieder lernen zu verlieren“, erklärt Hildebrandt. „Es ist ein toller Anreiz für die Mannschaft, die nun die Punkte gegen den Abstieg holen muss. Immerhin konnten wir den Kader zusammenhalten, doch sind wir auch offen für weitere Spielerinnen.“ So wird der Verein mit zwei Mannschaften in die Runde gehen, neben dem Team in der Bezirks-Oberliga kommt eine weitere Mannschaft in der Bezirksliga B dazu.

(vho)
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