E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Usingen 30°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Rugby: Ein Stein fällt vom Herzen

Die „Füchse“ dürfen auch in der kommenden Saison auf höchster Ebene herumtollen. Der Erfolg im Relegationsspiel in München war zwar ungefährdet, doch in Zukunft will der RK Heusenstamm dieses (kleine) Vabanque-Spiel vermeiden.
Benjamin Polheim (Mitte) und seine Heusenstammer Teamkollegen ließen sich in München nicht aufhalten. Foto: Juergen Keßler (Kessler-Sportfotografie) Benjamin Polheim (Mitte) und seine Heusenstammer Teamkollegen ließen sich in München nicht aufhalten.
Heusenstamm. 

Als das wichtigste Match der Saison endlich vorbei war, löste sich die Anspannung im Lager des Rugby-Bundesligisten RK Heusenstamm. Die Leichtigkeit des Seins wurde weidlich genossen. „Es ist uns schon ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte Markus Walger, Trainer und Vorsitzender bei den „Füchsen“ in Personalunion. Im Relegationsspiel behauptete sich der Tabellensiebte der Bundesliga Süd/West beim RC Stusta München, Vizemeister der Zweiten Liga Süd/West, mit 36:24 (15:7) und bleibt somit dem Elitekreis weiter erhalten.

Einen ähnlichen Saisonverlauf wie 2017/18 wollen die Macher vom Sportzentrum Martinsee künftig unbedingt vermeiden. Und in zumindest zwei wichtigen Bereichen soll sich deshalb etwas tun. „Wir brauchen eine breitere Basis“, betonte Walger. Als nächstliegende Maßnahme werden zwei bis vier Spieler aus dem Kader der Regionalliga-Mannschaft nach oben gezogen. Zudem soll es externe Neuzugänge geben. „In zwei Wochen kann man mehr dazu sagen.“ Der Klassenerhalt ist ja auch erst seit ein paar Tagen perfekt. Nicht-EU-Ausländer wie der Georgier Giorgi Elisashvili würden nicht mehr geholt. „Das ist zu umständlich, sie bekommen keine Arbeitsgenehmigung“, sagte Walger dazu.

Zudem will der RKH sein Trainerteam erweitern. Einst hatte Jens Steinweg das alleinige Kommando, dann stieg Co-Trainer Walger zum gleichberechtigten Cheftrainer auf. Nun intendieren beide, noch einen oder zwei Coaches ins Team zu nehmen. „Wir wollen neue Impulse setzen“, betonte Walger und führte an: „Es ist einiges schon festgefahren, der Jens und ich machen das ja schon lange.“

Wenn alles das so klappt, wie sich Walger und Steinweg dies so vorstellen, dann sollte der Weg des RK Heusenstamm ins Tabellenmittelfeld führen können.

Derzeit gibt es für den Club, der strukturelle Nachteile gegenüber der Konkurrenz immer wettmachen muss – die Rot-Grünen haben vermutlich den geringsten Etat aller Süd/West-Bundesligisten – , noch zu viele Unwägbarkeiten. „Wenn fünf, sechs oder sieben Leistungsträger ausfallen, können wir nur mitspielen“, deutete Walger an, dass es in vielen Partien nur darum ging, irgendwie einen Bonuspunkt zu erhaschen.

Überlegen im Sturm

Im Englischen Garten stand dies allerdings nicht zur Debatte. Dort ging es schlicht darum, den Gegner zu bezwingen. Die Münchner hätten keine kleinen Spieler in ihren Reihen, dies habe „schon Respekt eingeflößt“, so Ex-Nationalspieler Walger. Doch der RKH ging in Führung – und gab diese nicht mehr her. Vor allem im Sturm sei die Überlegenheit spürbar gewesen. Und zwei Versuche der Gastgeber aus der Studentenstadt (Stusta) seien nur durch individuelle Fehler zustande gekommen.

Jetzt dürfen die Heusenstammer erst mal die Beine baumeln lassen. Doch nicht zu lange, denn am letzten August-Wochenende steht auf heimischem Terrain die Deutsche Siebener-Meisterschaft auf dem Programm. Nicht nur wegen des (kleinen) Heimvorteils sind die „Füchse“ ein Geheimfavorit . . .

RKH: Polheim, Gennaro (10), Max Weber – Joswig, Sabinarz – Cavus (5), Krimer, Nicholas Rainger (5) – Schuster (11) – Schmitt – Louis Biniak, Bettner, Fernandes, Schreiber – Zinzan Hees (Otterbein, Krapf, Fischer, Pfeifer, Utikal/5, Moreno, Höhmann).

(fri)

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen