E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Usingen 30°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Drei Regeln für die Geldanlage

Aktien, Zertifikate, Versicherungen, Sparpläne - die Liste an Finanzprodukten ist lang. Manche Produkte entpuppen sich im Nachhinein als teure Fallen. Mit drei einfachen Regeln können Anleger sich schützen.
Prof. Hartmut Walz forscht und lehrt an der Hochschule Ludwigshafen am Rhein. Foto: Hochschule Ludwigshafen am Rhein Prof. Hartmut Walz forscht und lehrt an der Hochschule Ludwigshafen am Rhein.
Hamburg. 

Anleger stehen oft vor der Frage: Ist dieses Finanzprodukt das richtige für mich? „90 Prozent der Entscheidungen werden aus dem Bauch heraus getroffen”, sagte Prof. Hartmut Walz von der Hochschule Ludwigshafen am Rhein auf der Internationalen Konferenz zu Finanzdienstleistungen in Hamburg.

„Geschulte Vertriebsmitarbeiter nutzen das oft aus.” Mit drei einfachen Grundregeln können sich Anleger vor teuren Fehlentscheidungen schützen:

1. Das Produkt verstehen: „Oft klingen die Angaben der Berater plausibel. Das heißt aber nicht, dass Sie das auch verstanden haben”, sagte Walz dem dpa-Themendienst auf der vom Institut für Finanzdienstleistungen (iff) organisierten Konferenz. Es gelte die Regel: Kaufe nichts, was du nicht verstanden hast. „Und wenn Sie glauben, Sie haben es verstanden, dann erklären Sie es Ihrem Nachbarn.” Erst wenn auch dieser wisse, worum es geht, habe der Kunde das Produkt verstanden. „Schließlich müssen Sie wissen, worauf Sie sich einlassen.”

2. Neue Produkte hinterfragen: Finanzberater werben oft für neue Produkte. Allerdings gilt: „Je länger etwas funktioniert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es auch in Zukunft funktioniert”, sagte Walz. Er gibt ein Beispiel: Gold wird schon seit tausenden Jahren als Zahlungsmittel genutzt - und werde das in absehbarer Zeit auch weiterhin sein. Ob das aber auch für neu eingeführte Finanzprodukte gilt, sei nicht so sicher.

3. Die Kosten in Schach halten: Auch Geldanlage gibt es nicht umsonst. Doch wie viel eine Geldanlage wirklich kostet, bleibt mitunter im Dunkeln. Besonders bei komplizierten Finanzprodukten versteckten Anbieter die Kosten häufig. „Sie können das gar nicht immer durchschauen.” Anleger sollten deshalb immer im Hinterkopf behalten: „Die Gewinne der anderen sind Ihre Kosten”, sagte Walz.

(Gespräch: Falk Zielke, dpa)
Zur Startseite Mehr aus Geld & Recht

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen