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So läuft ein Newborn-Shooting ab

Jedes Baby ist für seine Eltern ein kleines Wunder. Immer mehr möchten den Zauber der ersten Tage deshalb professionell festhalten lassen: Newborn-Shootings sind ein Trend aus den USA und werden in Deutschland seit einigen Jahren immer beliebter.
Ein Neugeborenen-Shooting sollte zwischen dem 5. und 10. Lebenstag des Babys stattfinden, meint Fotografin Barbara Schuckmann. In der Zeit schlafen die Kinder noch sehr viel und nehmen das Shooting entspannt hin. Foto: Barbara Schuckmann Bilder > Foto: dpa Ein Neugeborenen-Shooting sollte zwischen dem 5. und 10. Lebenstag des Babys stattfinden, meint Fotografin Barbara Schuckmann. In der Zeit schlafen die Kinder noch sehr viel und nehmen das Shooting entspannt hin. Foto: Barbara Schuckmann
Paderborn/Ingolstadt. 

Die ersten Tage mit einem Neugeborenen sind etwas ganz Besonderes: Der weiche Flaum auf dem Kopf, die winzigen Finger und Zehen - aber die Erinnerungen an Details verfliegen schnell. Bei Newborn-Shootings rücken professionelle Fotografen das Baby ins rechte Licht.

Fotografin Barbara Schuckmann aus Paderborn hat sich auf Newborn-Fotografie spezialisiert. „Am besten vereinbaren Eltern schon während der Schwangerschaft einen Termin für ein Shooting.” Denn das sollte am besten zwischen dem 5. und 10. Lebenstag des Babys stattfinden. „Dann schlafen die Kinder noch sehr viel und lassen sich ganz entspannt in niedliche eingekringelte Posen legen - ähnlich denen im Bauch der Mutter.”

Ab der dritten Woche seien die Kinder dagegen öfter wach und bewegten sich viel mehr. „Da die Bewegungen noch relativ unkontrolliert sind, ist es dann viel schwieriger, schöne Fotos zu machen.”

Den passenden Ansprechpartner finden Interessierte am leichtesten über das Internet oder über Empfehlungen von Bekannten. Viele Fotografen haben auf ihrer Webseite ein Portfolio. Dort können Eltern schauen, welche Bildsprache ihnen zusagt - und welche nicht. Als Nächstes können sie dann ein Angebot einholen und dabei direkt ihre Vorstellungen kommunizieren. Manche Fotografen bieten sowohl Shootings im Studio als auch zu Hause bei der Familie an.

„Ein Fototermin sollte am besten zu Hause stattfinden, weil der Gang ins Fotostudio Stress bedeutet und das Wochenbett empfindlich stören kann”, sagt die Berliner Hebamme Anja Constance Gaca vom Blog „Von guten Eltern”. Sie rät zu Fotografen, die sich auf Bilder rund um die Geburt spezialisiert haben und die Situation entsprechend sensibel mit der Kamera begleiten. So sollten die Babys zum Beispiel für Bilder nicht in unnatürliche Posen gebracht oder gar geweckt werden.

„Auch muss bei einem Fototermin beachtet werden, was das Kind gerade braucht. Die kindlichen Bedürfnisse wie zum Beispiel das Stillen gehen immer vor”, betont sie. Für den Termin sollte deshalb immer entsprechend viel Zeit eingeplant werden.

Das sieht auch die Fotografin so: „Ein freier Vormittag ist für das Shooting optimal”, meint sie. Hilfreich sei es, das Baby erst für die Fotos anzuziehen und kurz vor dem Shooting noch einmal zu füttern. „Nach dem Stillen schläft es dann meist schnell ein und ist ganz entspannt”.

Wenn Eltern die Dienste eines auf Neugeborene spezialisierten Fotografen in Anspruch nehmen, müssen sie sich um wenig kümmern, meint Sandra Niedermeier, Fotografin aus dem Raum Ingolstadt. Sie erklärt, dass Fotografen entweder alle nötigen Requisiten im Studio haben oder ihre Ausrüstung mit zum Home-Shooting bringen. Nur einen großen, hellen und warmen Raum sollte es in der Wohnung geben.

Einen ersten Blick auf die Ergebnisse können Kunden bei Niedermeier schon nach einigen Tagen werfen. „Ich zeige den Eltern eine Auswahl an bearbeiteten Fotos, aus denen sie sich die schönsten aussuchen können.”

Die Kosten für ein Newborn-Shooting unterscheiden sich mitunter stark und sind vom jeweiligen Fotografen und natürlich der erbrachten Leistung abhängig. Für einen mehrstündigen Termin in den eigenen vier Wänden inklusive fünf Fotos sollten Interessierte ab 250 Euro einkalkulieren.

(Von Pauline Sickmann, dpa)
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