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Armut bedroht Alleinerziehende

Kein Geld für die Teilnahme am Sportverein oder das Lernen eines Instrumentes: Kinder alleinerziehender Frauen sind häufig von Armut betroffen, wenn ihre Mütter langfristig weniger als 30 Wochenstunden arbeiten. Ergebnisse einer aktuellen Studie.
Bei alleinerziehenden Frauen mit einer stabilen Teilzeitbeschäftigung oder einem Minijob leben 20 Prozent der Kinder dauerhaft oder wiederkehrend in Armut. Foto: Rolf Vennenbernd Bei alleinerziehenden Frauen mit einer stabilen Teilzeitbeschäftigung oder einem Minijob leben 20 Prozent der Kinder dauerhaft oder wiederkehrend in Armut.
Gütersloh. 

Kinder von alleinerziehenden Frauen sind besonders oft von Armut bedroht, wenn ihre Mütter über einen längeren Zeitraum ohne Vollzeitjob bleiben.

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung werden Armutserfahrungen dann verhindert, wenn eine alleinerziehende Mutter mehr als 30 Wochenstunden arbeitet.

Fehlt der Job, wachsen 96 Prozent der Kinder in einer dauerhaften oder wiederkehrenden Armutslage auf. Bei einer stabilen Teilzeitbeschäftigung oder einem Minijob leben 20 Prozent der Kinder dauerhaft oder wiederkehrend in Armut, weitere 40 Prozent zumindest vorübergehend.

Die Stiftung kritisiert, dass diese Kinder zwar nicht obdachlos oder hungrig seien, sich aber vom gesellschaftlichen Leben abgeschnitten fühlten, weil sie nicht in Vereine oder zum Musikunterricht gehen könnten.

Laut Definition der Studie leben Kinder in Armut, wenn sie entweder in einem Haushalt mit staatlicher Grundsicherung oder mit einem Haushaltsnettoeinkommen unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle leben. Die liegt bei rund 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland.

(dpa)
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