Strategie gegen Gaffer: In Unfallopfer hineinversetzen

Bei einem Verkehrsunfall kann jede Sekunde zählen, damit Betroffene das Geschehen überleben. Doch immer wieder versperren Gaffer den Einsatzkräften den Weg und behindern ihre Arbeit. Wie lässt sich das verhindern?
Einsatzkräfte wehren sich mittlerweile mit Sichtschutzplanen gegen Gaffer. Besser wäre es, wenn keiner gaffen würde. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Symbolbild Einsatzkräfte wehren sich mittlerweile mit Sichtschutzplanen gegen Gaffer. Besser wäre es, wenn keiner gaffen würde.
München. 

Oft behindern Gaffer bei Verkehrsunfällen die Einsatzkräfte. Was kann jeder einzelne dagegen tun und das Gaffen unterlassen?

„Jeder sollte sich vor Augen halten, wie man sich selbst als begafftes Unfallopfer fühlen würde”, rät Verkehrspsychologe Jürgen Brenner-Hartmann vom Tüv Süd, „dann sollte eigentlich die Vernunft über die Neugier siegen.”

Außergewöhnliche Ereignisse wie Verkehrsunfälle seien für Menschen immer interessant und anziehend, so Brenner-Hartmann. „Der Verstand sollte uns aber sagen, dass Gaffen und eine Behinderung der Einsatzkräfte nicht angebracht sind.”

In der Psychologie falle Gaffen unter ein Gruppenphänomen. Dabei fühle sich der Einzelne durch die Gruppe bestätigt: „Wenn die anderen zuschauen, kann ich das auch.” Stets verfügbare Kameras schürten die Sensationslust noch weiter. Doch alle Verkehrsteilnehmer sollten helfen, sofern sie gebraucht werden, „aber weg vom Unfallort, wenn die Profis eingetroffen sind”, so der Experte.

(dpa)
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