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Lambertz: Weihnachtsgebäck schon bei Wärme gefragt

Blick in die Produktion von Dominosteinen in der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz. Foto: Rolf Vennenbernd Blick in die Produktion von Dominosteinen in der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz.
Aachen/Düsseldorf. 

Trotz zum Teil kräftig gestiegener Rohstoffkosten können Verbraucher in diesem Jahr noch mit weitgehend stabilen Preisen für Weihnachtsgebäck rechnen.

Über mögliche Erhöhungen werde frühestens Anfang des kommenden Jahres entschieden, sagte der Inhaber des Aachener Süßwarenherstellers Lambertz, Hermann Bühlbecker, am Donnerstag. Der Produzent von Printen, Stollen und Lebkuchen sowie sogenanntem Ganzjahresgebäck wie Keksen hatte zuvor über massive Preissteigerungen bei einigen Rohstoffen berichtet.

Mehl und Glukose hätten sich durch die schlechte Weizenernte aufgrund der Trockenheit extrem verteuert. Der Butterpreis habe ebenfalls zugelegt, und Haselnüsse würden voraussichtlich teurer, erklärte Bühlbecker. Hinzu kämen weitere Kostenzuwächse für das Unternehmen.

Trotz des warmen Herbstauftakts sei das in vielen Läden schon Ende August gestartete Geschäft mit Weihnachtsgebäck gut angelaufen, so dass Lambertz nicht mit Umsatzeinbußen rechne. „Wir hätten gedacht, dass bei der Wärme viel weniger Lebkuchen gekauft wird”, sagte Bühlbecker. Der Großbäcker rechne im laufenden Geschäftsjahr allerdings auch nicht mit einem weiteren Umsatzanstieg.

Der Gesamtumsatz war im Ende Juni abgeschlossenen Jahr 2017/18 um knapp zwei Prozent auf 666 Millionen Euro gewachsen. Man sei mit dem Ergebnis zufrieden, sagte der Chef des Familienunternehmens. Lambertz beschäftigt weiter rund 4000 Mitarbeiter und betreibt sechs Werke in Deutschland sowie zwei Produktionsanlagen in Polen. Die Firma bezeichnet sich als Weltmarktführer für Weihnachtsgebäck.

(dpa)
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