E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Usingen 30°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Europäische Flüchtlingskrise: Seehofer fordert Abkehr von Flüchtlingspolitik

Der CSU-Vorsitzende Seehofer hat von Angela Merkel eindringlich eine Abkehr von der bisherigen Flüchtlingspolitik gefordert: "Je mehr wir erkennen, dass die europäische Lösung nicht vorankommt, desto mehr müssen wir auf nationale Maßnahmen setzen".
Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann vor einer Kabinettssitzung in München. Die bayerische Polizei bereitet sich laut Herrmann auf umfassende Kontrollen der Landesgrenze zu Österreich vor. Foto: SvenHoppe Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann vor einer Kabinettssitzung in München. Die bayerische Polizei bereitet sich laut Herrmann auf umfassende Kontrollen der Landesgrenze zu Österreich vor. Foto: SvenHoppe
Berlin. 

Konkret bedeute das: „Kontrolle unserer nationalen Grenzen und Rückweisung von Flüchtlingen”, sagte Bayerns Ministerpräsident dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel”.

Die von Merkel favorisierte Lösung, auf europäischer Ebene der Türkei Kontingente von Migranten abzunehmen, sei zwar immer noch möglich, betonte Seehofer. Er befürchte allerdings eine andere Entwicklung: „Wenn das so weitergeht, ist die von mir definierte Obergrenze von 200 000 schon im März erreicht, und es besteht die Gefahr, dass wir schon vor Jahresende wieder eine Million Flüchtlinge im Land haben werden.”

Seehofer warnte die Schwesterpartei CDU davor, den Blick für die Realität zu verlieren. „Vor der kann man eine Weile wegrennen, weil sie nicht ins politische Konzept passt. Aber dann wird uns eben die Bevölkerung weglaufen”, sagte der CSU-Chef zwei Wochen vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt.

Sein Verhältnis zur Kanzlerin in den vergangenen Monaten beschrieb Seehofer mit den Worten, sie beide arbeiteten vernünftig zusammen. Er sehe keine Alternative zur Kanzlerin. Zugleich ließ Seehofer die Frage des „Spiegels” offen, ob seine CSU Merkel wieder als Kanzlerkandidatin unterstützen würde, wenn die CDU-Vorsitzende bei ihrem Kurs bleibt.

Zur Startseite Mehr aus Politik

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen