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Rockefeller-Patriarch: „Hatte ein wunderbares Leben”

Familienpatriarch, Ex-Banker und Milliardär: David Rockefeller genoss ein Leben im Luxus und galt gleichzeitig als großzügiger Spender. Jetzt ist mit ihm auch der letzte Enkel des Ölmagnaten John D. Rockefeller gestorben.
Der Milliardär David Rockefeller (M) 2015 im MoMA. Foto: Peter Foley Der Milliardär David Rockefeller (M) 2015 im MoMA. Foto: Peter Foley
New York. 

Das Leben von David Rockefeller begann mitten in Manhattan. Heute steht auf dem Gelände das renommierte Museum of Modern Art (MoMA), aber als Rockefeller dort 1915 geboren wurde, war es die größte Privatresidenz New Yorks.

Rockefellers Großvater war der legendäre Ölmagnat John D. Rockefeller. Sein Vater war dessen einziger Sohn und Mutter Abby eine Kunstmäzenin, die das MoMA einst mitgründete.

Jetzt ist mit David Rockefeller auch der letzte Enkel des Ölmagnaten tot. Am Montag starb Rockefeller im Alter von 101 Jahren in seinem Haus im Norden von New York an Herzversagen, wie US-Medien unter Berufung auf einen Sprecher der Familie berichteten. Viele Jahre war Rockefeller Patriarch der Familie mit dem klangvollen Namen, den prachtvollen Residenzen und den Milliarden auf den Konten. Seine fünf Geschwister sind schon seit Jahrzehnten tot und sogar eines seiner eigenen sechs Kinder hatte er 2014 nach einem Flugzeugabsturz zu Grabe tragen müssen. Aber der Patriarch und älteste Milliardär der Welt hatte sich bis ins hohe Alter rüstig in der Öffentlichkeit gezeigt.

Den 100. Geburtstag hatte er 2015 groß gefeiert, einmal im Kreis seiner Familie, einmal am Geburtsort im MoMA und indem er Seal Harbor, eine rund vier Millionen Quadratmeter große Küstenlandschaft im US-Ostküstenstaat Maine, öffentlich machte. „Seal Harbor bedeutet mir mehr als jeder andere Ort auf der Welt, seit mich meine Eltern mit drei Monaten hier herbrachten”, hatte er bei der feierlichen Bekanntgabe seines Geschenks gesagt. Das Land grenzt an den Acadia National Park, den Rockefellers Vater einst mit aufbaute.

Rockefellers Reichtum wurde vom „Forbes”-Magazin zuletzt auf rund 3,2 Milliarden Euro geschätzt. Auf der Liste der reichsten Menschen der Welt reichte das zwar nur für einen hinteren Platz, aber es hat ihm, seiner 1996 gestorbenen Frau Margaret und ihren sechs Kindern ein Leben im Luxus mit unter anderem mehreren Anwesen und einer großen Kunstsammlung ermöglicht.

Der Harvard-Absolvent und frühere Banker galt auch als einer der wichtigsten Spender und Mäzene der USA. Jahr für Jahr gab er Millionen unter anderem an seine Universität und das MoMA. Auch bei der von US-Investorenlegende Warren Buffett und Microsoft-Gründer Bill Gates gegründeten Initiative „The Giving Pledge” war Rockefeller Mitglied - und verpflichtete sich damit, mindestens 50 Prozent seines Vermögens abzugeben.

Als bislang einziges Mitglied der für ihre Verschwiegenheit bekannten Rockefellers veröffentlichte der Milliardär eine Autobiografie. „Mir fiel auf, dass ich ein ziemlich spannendes Leben hatte”, sagte er nach deren Erscheinen 2002 der „New York Times”. „Und ich dachte, dass meine Kinder und meine Familie vielleicht daran interessiert sind.”

Es sei ihm bewusst, wie viel Glück er gehabt habe, sagte Rockefeller einmal dem „Forbes”-Magazin. „Ich hatte ein wunderbares Leben.” Was er daraus gelernt habe? „Ich bin überzeugt, dass materielle Dinge zwar viel zu einem schönen Leben beitragen können, aber wenn man keine Freunde und Familie hat, wird das Leben leer und traurig und materielle Dinge sind nicht mehr wichtig.”

(Von Christina Horsten, dpa)
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