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Romanverfilmung „Deine Juliet“: Ein gutes Buch hilft über alles hinweg

Von Der englische Regisseur Mike Newell erzählt, wie eine junge Frau sich nach dem Zweiten Weltkrieg wieder ein kleines persönliches Glück sichert.
Juliet (Lily James) kommt auf der englischen Insel Guernsey an, wo es einen Club für Buchfreunde gibt. Foto: Kerry Brown (StudioCanal Deutschland) Juliet (Lily James) kommt auf der englischen Insel Guernsey an, wo es einen Club für Buchfreunde gibt.

Kann man schon wenige Tage nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sein Glück gefunden haben? Ja! Schließlich ist die britische Schriftstellerin Juliet Ashton (Lily James) nicht nur glücklich mit dem wohlhabenden Amerikaner Mark Reynolds (Glenn Powell) verlobt. Auch glaubt ihr Verleger Sidney Stark (Matthew Goode) an ihre große Zukunft. So fährt Juliet von Lesung zu Lesung, bis sie einen Brief von der Insel Guernsey erhält. Geschrieben hat ihn der literaturbegeisterte Farmer Dawsey Adams (Michiel Huisman). Er ist auf der Suche nach einem bestimmten Buch und hofft, dass Juliet ihm dieses besorgen kann. Auch entfacht er ihre Neugier auf den Literaturverein „Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf“. So reist Juliet von London aus auf die abgelegene Insel. Hier begegnen die Mitglieder des Vereins der sympathischen Frau jedoch zunächst misstrauisch.

Gegründet wurde der Buchclub im Kriegsjahr 1941 von Elizabeth McKenna (Jessica Brown Findlay), Eben Ramsey (Tom Courtenay), Isola Pribby (Katherine Parkinson) und Dawsey. Allerdings ist Elizabeth verschwunden. Worin liegen die Gründe ihres Verschwindens? Juliet will sie erfahren und über den Literaturverein einen Roman schreiben. Begeistert sind die Vereinsmitglieder über die plötzlich geschenkte Aufmerksamkeit aber nicht…

„Deine Juliet“ beruht auf dem gleichnamigen Bestseller von Mary Ann Shaffer (2008). Nun ist es den Drehbuchautoren Kevin Hood, Thomas Bezucha und Don Roos gelungen, das Nachkriegsdrama auf reizvolle Weise für die große Leinwand zu verdichten. Denn in der Tat gelingt es dem Regisseur Mike Newell, eine berührende Geschichte zu erzählen, die mit ihrer ausgewogenen Mischung aus Drama und Komödie über die Spielzeit von zwei Stunden hinweg spannend bleibt. Zunächst besticht sein Film mit den stimmig ausgewählten Kulissen und Kostümen, die unaufdringlich in die Epoche der Ereignisse führen. Dabei lässt der Kameramann Zac Nicholson nicht nur die Insel Guernsey in seinen Landschaftsaufnahmen ansehnlich wirken. Auch sonst erzählen seine sorgfältig komponierten Bilder das Geschehen aus stets bedächtig gewählten Perspektiven. Somit kann das Schauspiel der Darsteller und Darstellerinnen umso glaubhafter wirken. Inmitten von ihnen tritt freilich Lily James als Juliet mit ihrem facettenreichen, erfrischend natürlichen Spiel oft in den Vordergrund. Darstellerisch blass wirkt jedoch keiner im Ensemble von „Deine Juliet“. Dafür sind sämtliche, teils sehr eigensinnige, Figuren mit zu viel Sorgfalt gezeichnet. Mit all dem wird klar, dass im Kino nicht unbedingt laut und überdeutlich über die Schrecken des Zweiten Weltkriegs berichtet werden muss, um auf die bleibenden Verletzungen der Überlebenden aufmerksam zu machen. Sehenswert

In diesen Kinos

Frankfurt: Cinema, Cinestar, Eldorado, Metropolis (D+OF). Sulzbach: Kinopolis. Limburg: Cineplex. Hanau: Kinopolis. Mainz: Cinestar

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