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Keine Angst, ich bin nur neugierig

Einen spannenden Ausflug ins Tierheim Elisabethenhof in Reichelsheim unternahm die Klasse 4b der Grundschule Friedberg-Fauerbach. Für das Projekt Zeitung in der Grundschule (Zing) beschreiben sie ihre Eindrücke.
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Reichelsheim. 

Wir wurden von lautem Bellen begrüßt, als wir ins Tierheim Elisabethenhof kamen. Der Hund, der hinter einem Fenster stand, war aus seinem Käfig ins Wohnhaus ausquartiert worden, weil neue größere Freianlagen und Gehege für die Hunde gebaut werden. Zwei Schäferhunde hatten auf einer Wiese aber viel Platz zum Herumtoben. Sie standen bellend hinter dem Zaun und schauten uns abwartend an. So wartet auch Lucky seit Juni 2010 auf ein neues Herrchen, das ihn abholt. Die anderen Hunde sind während des Umbaus in Pflegestellen untergebracht.

Das Tierheim Elisabethenhof gibt es seit 1985. Hier leben etwa 20 Hunde, 65 Katzen, 40 Kleintiere – wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Geckos, Chinchillas und Wüstenrennmäuse – und sogar acht Schweine. Das älteste Tier ist ein 16-jähriger Kater, das jüngste ein zehn Wochen altes Kaninchen. Auf unsere Fragen "Wann werden denn die meisten Tiere abgegeben und warum?", antwortete Mitarbeiterin Inge Reif: "Die meisten Jungtiere werden im Frühjahr abgegeben, besonders viele vor den Ferien. Ganz schlimm ist es, wenn die Tiere ausgesetzt werden. Aber Tiere kommen auch zu uns, wenn die Besitzer zu alt werden und sich nicht mehr kümmern können oder vielleicht umziehen oder einer in der Familie eine Allergie hat. Auch alte und oft kranke Tiere werden uns gebracht, weil die Besitzer sie nicht mehr haben wollen oder die Arztkosten nicht aufbringen können."

Beiträge und Spenden

Pro Jahr werden ungefähr 500 Katzen, 200 Kleintiere und 100 Hunde abgegeben, aber zum Glück finden 250 Katzen, 100 Hunde und 180 Kleintiere wieder ein neues Zuhause. "Das kostet doch viel Geld oder? Wer bezahlt das?", wollten wir wissen. "Das Tierheim finanziert sich durch Beiträge und Spenden, wir haben auch Sponsoren. Manchmal erhalten wir auch eine Erbschaft," war die Antwort. Nachdem wir nun eine Menge über das Tierheim erfahren hatten, ging Inge Reif mit uns ins Katzenhaus. Durch Glaswände konnten wir in die Räume schauen. Hier sah es gemütlich aus. Es gab Kletterbäume, Decken, Kissen, Körbe und Spielzeuge für die Katzen. Durch eine Klappe konnten sie jederzeit in ein Außengehege. Eine weiße Katze schaute uns zutraulich durch die Scheibe an.

Reif erzählt: "Diese Katze kam mit offenen Wunden zu uns. Sie musste ein paar Mal operiert werden. Nun ist sie auf dem Wege der Besserung." Das Tier hatte Glück. Justin schwärmte: "Die weiße Katze würde ich am liebsten mitnehmen, die ist so süß!" Alle Katze machten einen guten Eindruck und spielten miteinander. Aber Florian beobachtete auch Katzen, die traurig herumsaßen und nicht spielen mochten. Im Außengehege spielte das kleine schwarz-weiß gefleckte Kätzchen Tascha unermüdlich mit einer kleinen Plastiktraube. Es kickte sie mit der Pfote weg und fing sie mit dem Maul auf. Gern hätten wir sie gestreichelt und mit ihr gespielt.

Glückliche Schweine

Danach ging es zu den Kleintieren. Inge Reif bat uns, leise zu sein, um die Tiere nicht zu erschrecken. Die Käfige der Hasen sind groß und mit Klettermöglichkeiten ausgestattet. Es roch zwar nicht besonders gut, aber die Tiere schienen sich wohl zu fühlen. Und wir hatten uns bald an den Geruch gewöhnt.

Wenn neue Tiere abgegeben werden, kommen sie in gesonderte Käfige und werden nach Krankheiten untersucht. Ist der Tierarzt sicher, dass sie gesund sind, kommen sie zu den anderen Tieren. Kranke Tiere werden gesund gepflegt. Unsere letzte Station waren die Schweine. Hier sah es richtig schön aus. Sie hatten in ihrem Stall Bürsten zum Kratzen und im Außengehege Schlamm zum Suhlen. So richtig toll für glückliche Schweine. Nach ungefähr zwei Stunden war unser Rundgang beendet, und wir haben viel gesehen und erfahren.

"Das Tierheim darf nur ein Zwischenlösung sein", meinte Reif. "Viele Tiere haben schlimme Erlebnisse gehabt und trauern. Sie brauchen unbedingt ein neues liebevolles Zuhause. Wenn wir Tiere vermitteln, sehen wir ganz genau drauf, dass die Tiere auch in gute Familien kommen." Dann war es Zeit, den Heimweg anzutreten. Manche von uns dachten wohl schon über ein eigenes Tier nach, aber auch über das Schicksal ausgesetzter Tiere.

Wir wünschen allen Tieren, dass sie bald ein schönes neues Zuhause finden. Es war ein sehr gelungener Ausflug, und Lea meinte: "Ich freue mich schon auf das nächste Mal. Dann möchte ich die Kätzchen besuchen ."

Klasse 4b: Jonas Adi, Philipp Berger, Maximilian Franusch, Justin Höller, Dario Ivkovic, Jonas Jülicher, Charlot Klektau, Tom Klug, Anne Langer, Thorben Lauckhardt,, Nicki Maleki, Noah Methner, Shayan Minhas, Laura Schnellbacher, Florin Troitsch, Hanna Spörl, Lea Würl

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