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Wiederholter andalismus im Bad Vilbeler Kurpark: Engagement wird mit Füßen getreten

Von Es ist ein ewiges Ärgernis, das im und um den Bad Vilbeler Kur- und Burgpark zu beobachten ist. Vermutlich jugendliche Täter feiern dort, doch das reicht ihnen irgendwann nicht mehr. Zu viel Kraft gepaart mit Zerstörungswut sorgen dann für Wut bei jenen Menschen, die Zeit und Energie in die Verschönerung der Anlage stecken. So auch bei Annette Schmidt aus Bad Vilbel.
Auf ein Neues: Annette Schmidt bringt wieder ein Schild an. Auf ein Neues: Annette Schmidt bringt wieder ein Schild an.
Bad Vilbel. 

An sich ist der kleine, aber feine Barfußpfad zwischen dem Bad Vilbeler Hallenbad und der Nidda eine schöne Abrundung in diesem Bereich des Kurparks. Doch immer wieder werden der Übermut und der Zerstörungswille von jungen Leuten, die hier abends feiern, zum Ärgernis.

Rund 20 Stunden Arbeit hat Annette Schmidt in den Barfußpfad gesteckt, der über zwölf Meter Länge sechs verschiedene Gefühlserlebnisse für Barfußläufer anbietet. So soll selbst erkundet werden, was für ein Gefühl es ist, über Steine, Tannenzapfen und mehr zu laufen. Doch um was es dabei geht, ist nicht mehr zu erkennen. „Bereits im Januar wurde das Barfußpfadschild aus der Verankerung vor der kleinen Bank erstmals heraus gedrückt. Damals lag es neben dem Pfad. Ich hatte es dann an anderer Stelle an die Holzumrandung des Pfades geschraubt“, ärgert sich Annette Schmidt, die in Bad Vilbel in fünfter Generation ein Bestattungsunternehmen betreibt. Doch damit nicht genug: Denn im vergangenen Monat schlugen die Vandalen wieder zu. „Es wurden mehrere Schilder aus der Befestigung gerissen, unter anderem das der Blumenwiese für Bienen und das von mir hergestellte Schild des Barfußpfades. Diejenigen, die dort nachts Kräftemessen machen, sollten wenigstens wissen, dass es uns nicht egal ist, dass die Schilder zerstört oder entfernt werden“, sagt Schmidt.

Viele stecken Energie rein

Denn das Schild ist nicht mehr auffindbar. „Vermutlich wurde es in die Nidda geworfen, die damals Hochwasser führte“, schätzt Schmidt. Sie ist in den Tagen darauf die Nidda mit dem Rad abgefahren, doch das Schild war nicht mehr zu finden.

Immerhin sechs Stunden hat sie in den Entwurf des Schildes am Computer und den anschließenden Bau gesteckt. Da es sich ja auch an den von der gelernten Schreinerin ebenfalls entworfenen und gebauten Barfußpfad anlehnen sollte, hatte sie auch die Holzumrahmung sorgfältig ausgewählt. Diese Energie und eigenes Geld für den Bau hat sie ihrem Rotary-Verein gespendet, „auch wenn die Arbeit mir viel Spaß gemacht hat“, räumt sie ein.

Umso ärgerlicher, dass diese ehrenamtliche Leistung von einigen Zeitgenossen mit roher Gewalt zunichte gemacht wird. Schmidt sieht sich nicht alleine: „Viele stecken hier Arbeit und Energie rein, um den Kurpark schöner zu machen.“ Damit meint sie etwa den Kneipp-Verein, aber auch die Blumenwiese, die unter anderem von Schülern schön hergerichtet wird.

Dieses Engagement kommt bei den Besuchern des Parks auch an. „Es gab mehrere Nachfragen, ob der Barfußpfad erweitert wird, auch bei der Stadt“, schildert Schmidt. Gerne will sie diesem Wunsch nachkommen, entlang der geschwungenen Stützmauer weitere Felder anlegen, direkt neben dem Niddaradweg, aber ohne Radler und Fußgänger in diesem Bereich zu stören.

Lust auf Erweiterung

Im April 2016 ist der Barfußpfad eingeweiht worden. „Ich finde es einfach schade, wenn solche Sachen zerstört werden. Es hat einzig und allein zur Folge, dass man die Lust daran verliert, sich für unsere schöne Stadt zu engagieren“, sagt Schmidt.

Nun hat Schmidt ein neues Schild hergestellt. Das allerdings wird sie nicht mehr in einem eigens dafür konstruierten Holzrahmen anbringen. Es soll nun an den Käfig eines mit Steinen gefüllten Korbes mit Sitzfläche obenauf angebracht werden.

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