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Idee: Ein Bus soll den Groß-Karbener Bahnhof barrierefrei machen

Von Wenn der Bahnhof Groß-Karben schon nicht barrierefrei ist, soll ein Linienbus eben Fahrgäste zum barrierefreien Bahnhof in Bad Vilbel fahren. Das wünscht sich die SPD. Doch die Idee hat wohl kaum eine Chance.
An der Bushaltestelle am S-Bahnhof Groß-Karben ist der Umstieg barrierefrei möglich; mit der Linie 76 aus dem Stadtzentrum kommend zur S6 in Richtung Frankfurt. An der Bushaltestelle am S-Bahnhof Groß-Karben ist der Umstieg barrierefrei möglich; mit der Linie 76 aus dem Stadtzentrum kommend zur S6 in Richtung Frankfurt.
Karben. 

Wer mit dem Rollstuhl kommt, wer schlecht zu Fuß ist, einen Kinderwagen oder schweres Gepäck dabei hat: Für all diese Menschen ist die S-Bahn nach Frankfurt kaum zu erreichen am Bahnhof Groß-Karben. Nur über eine Treppe ist der Mittelbahnsteig mit der Unterführung verbunden. Seit vielen Jahren gibt es Proteste Betroffener dagegen (diese Zeitung berichtetet).

Land und Bahn verweisen stets auf den Ausbau der S-Bahn S6. Dann soll auch der Bahnhof Groß-Karben barrierefrei umgebaut werden. „Wir wollen keine zehn Jahre warten“, sagt Bürgermeister Guido Rahn (CDU). Auch die Stadt bemühte sich schon mehrfach bei den Verantwortlichen um eine Lösung, bot auch an, diese zu bezahlen – zum Beispiel einen Treppenlift. Zu schmal sei der Treppenaufgang dafür, wies die Bahn die Idee aus Sicherheitsgründen zurück.

Für eine Übergangszeit

Von der SPD kommt nun ein neuer Vorstoß. Den „Engpass“ für ältere, behinderte Menschen oder Eltern mit Kinderwagen solle eine neue Buslinie auflösen, sagt Vizefraktionschef Ralf Schreyer. Konkret solle die Linie zwischen dem Bahnhof Groß-Karben, Dortelweil und dem Bahnhof Bad Vilbel fahren. „Für eine Übergangszeit“, bis der Bahnhof Groß-Karben barrierefrei umgebaut ist, sagt Schreyer. Jegliche Euphorie über eine vermeintliche Lösung stoppt Bürgermeister Guido Rahn (CDU) allerdings: „Eine solche Linie wäre nicht genehmigungsfähig.“ Denn sie wäre ein direkter Parallelverkehr zur S6 und deshalb laut Gesetz verboten. Hinzu komme, dass die Nachbarstadt einen Parallelverkehr nicht mitzahlen würde, die Karbener also alleine die nicht niedrigen Kosten aufbringen müssten.

Allerdings: „Es gibt doch schon ihre gewünschte Alternative“, erinnert Rahn – nämlich die seit Dezember verkehrende Linie 76. Diese verbindet tagsüber jede Stunde das Stadtzentrum mit Okarben. Und sie endet direkt am S-Bahnhof Okarben.

„Nur ein paar Minuten“

„Der ist barrierefrei ausgebaut“, erinnert Rahn. Für die Betroffenen sei der Weg via Okarben zwar etwas länger. „Aber da geht es ja nur um ein paar Minuten.“ Der Fahrplan zeigt: In der Tat besteht jede Stunde ein guter Anschluss in Okarben vom 76er-Bus zur S-Bahn nach Frankfurt.

Hinzu kommt: Die Endhaltestelle des Busses liegt gerade einmal 30 Meter vom Bahnsteig entfernt, der Weg dazwischen ist ebenerdig. Es sei ja gut, dass es diese Angebot gebe, aber viele Karbener wüssten noch gar nichts davon, bemängelt SPD-Stadtverordnete Christel Zobeley: „Die Linie wird nirgendwo richtig beworben.“

Das sei tatsächlich so, räumt der Bürgermeister ein. Und Guido Rahn kündigt an: „Wir wollen mehr werben für diesen Bus.“

Hier gibt’s die Fahrpläne

Die Fahrpläne für alle Stadtbuslinien sind auf www.karben.de im Bereich „Bauen+Wirtschaft“, dort unter „Mobilität & Verkehr“, zu finden. Zudem liegen die Fahrpläne zur kostenlosen Mitnahme aus im „Stadtpunkt“ im Bürgerzentrum, Rathausplatz 1.

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