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Karbener Professor Peter Prinz-Grimm: Der Mann, der Steine zum Sprechen bringt

Zeitung in der Grundschule im Geotop zwischen Rendel und Groß-Karben.Der Gesteinsforscher Peter Prinz-Grimm, Professor in Frankfurt, erklärt Selzerbachschülern und ihrer Lehrerin Lisa Heger-Eisenacher, welche natürlichen Kräfte unsere Landschaft gestalten. Ziel des dreistündigen  Ausfluges war die Fossilien-Fundstelle. Zeitung in der Grundschule im Geotop zwischen Rendel und Groß-Karben.Der Gesteinsforscher Peter Prinz-Grimm, Professor in Frankfurt, erklärt Selzerbachschülern und ihrer Lehrerin Lisa Heger-Eisenacher, welche natürlichen Kräfte unsere Landschaft gestalten. Ziel des dreistündigen Ausfluges war die Fossilien-Fundstelle.
Karben. 

Was ist das für ein Stein? Und der da?“ Dicht umringt von Kindern steht der Karbener Professor Peter Prinz-Grimm auf einem Acker zwischen Rendel und Klein-Karben. Und auf jede Frage der 23 Selzerbachschüler weiß Prinz-Grimm die Antwort: Hier ist es ein Quarzit aus der Gegens von Butzbach, dort eine römische Tonscherbe, hier poröser Kalkstein oder Basalt aus erloschenen Vulkanen am Vogelsberg.

Drei Stunden dauert die geologische Zeitreise der Viertklässler aus Klein-Karben. Am Ende legen die Teilnehmer des Projektes Zeitung in der Grundschule (ZING) selber mit Meiseln und Hämmern Hand an. Im Geotop „Am Sand“ zwischen Klein-Karben und Rendel entdecken sie versteinerte Muscheln und Schnecken. Es wurde vor neun Jahren, auf Anregung des Geologen mit einem Bagger angelegt.

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Was wenige wissen, die hier entlang spazieren: Karben lag vor 120 000 Jahren an einem riesigen See. Hier hat die Nidda im Laufe der Geschichte Material ans Ufer gespült, das heute als fossiles Gestein in der Landschaft liegt. Und wer Glück hat, findet in den uralten Kalkschichten auch Schneckenhäuschen und Muscheln, die es heute noch gibt – zum Beispiel die Körbchenmuschel, polymorphe Schnecken, die Brack- und Süßwasser ertragen, sowie schuppentragende Muscheln wie die Vita squamullifera.

„Mir geht es darum, den Kindern die Augen zu öffnen für unsere Landschaft“, sagt der Geologe der Frankfurter Goethe-Universität am Rande des Ausfluges mit den Selzerbachschülern. Die Beschäftigung mit unserer Erdgeschichte ist zugleich eine Blick auf die Geschichte der Wissenschaft. Erst seit einer kurzen Zeitspanne – seit vier oder fünf Jahrzehnten – sind Forscher dank moderner Technik in der Lage, das Alter von Steinen exakt zu bestimmen. Was die 23 jungen Reporter entdeckt haben, folgt demnächst als eigene Reportage in der FNP. ph / Foto: Peter Hauff

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