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Bad Vilbeler Hallenbad: Am Schulschwimmen entbrennt im Stadtparlament Diskussion über Großprojekte

Von Diese Woche hat die letzte Saison im Bad Vilbeler Hallenbad begonnen. Im kommenden Sommer wird abgerissen. Dass Schüler dann kein örtliches Hallenbad mehr haben, wird im Stadtparlament am Dienstag aber fast zur Nebensache. Es geht um das große Ganze.
Hallenbad in Bad Vilbel Hallenbad in Bad Vilbel
Bad Vilbel. 

Verrennt sich Bad Vilbel in Großmannssucht? Eine Vokabel, die am Dienstag im Stadtparlament nicht offen ausgesprochen wird, doch zwischen den Zeilen mitschwingt. Eigentlich geht es im Antrag der SPD darum, was mit Schülern passieren soll, die zum Schulschwimmen ab kommenden Sommer kein örtliches Hallenbad mehr haben. Doch die Grünen heben die Diskussion auf eine andere Ebene.

„Der Optimismus der Planer ist oft zu groß“, befindet Grünen-Fraktionschef Jens Matthias. Großprojekte klappten oft deswegen nicht, weil die Verantwortlichen zur Selbstüberschätzung neigten, verweist er auf Projekte wie die Hamburger Elbphilharmonie oder den Berliner Flughafen. Bad Vilbel backt im Vergleich dazu sicherlich kleinere Brötchen, „doch ich hoffe, dass genug Kompetenz in der Verwaltung vorhanden ist“, tritt Matthias auf die Euphoriebremse.

Nie billiger, immer teurer

Und er zitiert einen Leitfaden der Bundesregierung zu Großprojekten. Demnach müsse der Bedarf klar sein, bei der Stadthalle als Kurhausanbau bedeute dies ein klares Bewusstsein, ob es die kleine oder große Lösung sein soll. „Auch muss die Abhängigkeit der Bausteine klar definiert sein.“ In Bad Vilbel akutes Thema, da die von SPD-Fraktionschef Christian Kühl monierte entstehende Vakanz des Schulschwimmens am verspäteten Baubeginn des Kombibads hängt. Gleichzeitig aber muss das Hallenbad 2018 abgerissen werden, um pünktlich zum möglichen Hessentag 2020 das neue Kurhaus mit Stadthalle einweihen zu können.

Zuletzt solle man – so Matthias – nicht alles Geld verplanen. „Es wird nie billiger, sondern immer teurer“, fasst Matthias zusammen. „Was können wir tun, um alles gemeinsam zu schaffen?“, fragt er in die Runde.

Ganz so hoch hängen will Erster Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU) das Thema nicht. Doch er räumt ein: „Wir haben immer gesagt, dass der Kurhaus-Umbau mit der Stadthalle ein ambitioniertes Projekt ist und dass es schiefgehen kann.“ Doch wenn man das Hallenbad nun erhalte, gehe der Plan garantiert nicht auf, das neue Kurhaus im Mai 2020 eröffnen zu können.

Hausaufgaben gemacht

In Bad Vilbel gebe es viele Bauprojekte, das stimme schon. Doch mit dem Bahnausbau habe die Stadt nichts zu tun, und auch im Quellenpark sei sie nur noch am Rande beteiligt. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, das Kurhaus ist unser Großprojekt“, fokussiert Wysocki die Agenda der Stadt. Dafür habe man sich viele Experten zu unterschiedlichen Bereichen wie dem Brandschutz oder dem Denkmalschutz ins Boot geholt. „Wir haben schon oft bewiesen, dass wir Pläne einhalten können“, gibt er sich selbstbewusst.

Das Schulschwimmen sei wichtig, das unterschreiben alle Parteien. Doch müsse man Prioritäten setzen, unterstreicht Raimo Biere von den Freien Wählern. Zudem befindet sich laut Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) die Stadt seit Juni in Gesprächen mit dem Kreis als Schulträger, um eine Lösung für die Vakanz zu finden. Was die SPD wegen dieser späten Information bemängelt. Letztlich aber wird ihr Antrag von allen anderen Fraktionen abgelehnt.

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