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Eine Stimme für Jugendliche: Schüler diskutieren mit den Bundestagskandidaten über deren politische Ziele

Rund 200 Schüler aus fünf Rüsselsheimer Schulen stellten den Kandidaten des Wahlkreises für die Bundestagswahl Fragen. Anlass waren die U18-Jugendwahlen am 15. September, an denen sich die Opelstadt zum zweiten Mal beteiligt.
Rund 200 Schüler aus fünf Schulen stellen den Kandidaten für die Bundestagswahl 2017 Fragen aus vier verschiedenen Themengebieten. Foto: (Daniela Hamann) Rund 200 Schüler aus fünf Schulen stellen den Kandidaten für die Bundestagswahl 2017 Fragen aus vier verschiedenen Themengebieten.
Rüsselsheim. 

Seit 2013 nimmt Rüsselsheim zum zweiten Mal am Projekt U 18-Jugendwahl teil. Eigentlich soll die Podiumsdiskussion mit Nina Eisenhardt (Bündnis 90/Die Grünen), Jan Deboy (SPD), Stefan Sauer (CDU), Jörg Cezanne (Die Linke) und Stephan Dehler (FDP) um 10 Uhr im Ratssaal des Rathauses beginnen. Die Politiker sitzen auf ihren Plätzen und warten. Viele schauen auf ihre Smartphones. Etwa die Hälfte der 200 Schüler ist da, nur die Abordnung des neuen Gymnasiums fehlt. Weniger Minuten später nehmen auch sie auf der Empore Platz.

Vier Themen wollen die Schüler mit den Politikern besprechen: Bildung, Umwelt, gesellschaftliches Miteinander und Wirtschaft. Zu jedem Thema haben sie acht Fragen ausgearbeitet. Jede Frage wird immer zwei Kandidaten gestellt. Für die Antwort hat jeder eine Minute Zeit.

Noten noch zeitgemäß?

Ob sie das Bewertungssystem in den Schulen befürworteten oder lieber eine andere Art der Leistungskontrolle einführen wollten, fragen die Jugendlichen Stefan Sauer und Jan Deboy zum Thema Bildung. „Ich finde das aktuelle Bewertungssystem gut“, antwortet Sauer. „Die Noten dienen der Orientierung. Ich habe dies während meiner Schulzeit auch nicht immer gut gefunden. Aber an dem System möchte ich nichts ändern.“ Deboy schließt sich dem an. Auch er stehe zu dem Bewertungssystem.

<span></span> Bild-Zoom Foto: (Daniela Hamann)

Und wie ist es um das Kooperationsverbot bestellt, wollen die Schüler wissen. Dieses Mal ist die Meinung aller Politiker gefragt. Es besagt, dass der Bund in Bezug auf Bildung keinen Einfluss nehmen darf. Die Aufhebung dieses Verbots wird seit langem von vielen Seiten gefordert. So sind die Antworten von Stephan Dehler, Jan Deboy und Nina Eisenhardt eindeutig. Alle drei sind für eine Aufhebung. Stefan Sauer äußert sich etwas differenzierter: „Ich bin für die Durchlässigkeit der Finanzierungsmöglichkeiten durch den Bund im jeweiligen Bildungssystem der Länder. Ich bin jedoch gegen eine Aufhebung der Schulhoheit der Länder.“ Jörg Cezanne dazu: „Ich bin für eine Aufhebung des Kooperationsverbots, so dass marode Schulen umfassend saniert werden können.“ Er ist aber gegen eine bundesweite Vereinheitlichung der Schulsysteme.

Zu wenig Kindergeld

Das Themengebiet gesellschaftliches Miteinander umfasst den Umgang mit Obdachlosigkeit, die Unterbringung von Flüchtlingen, die Verbesserung der inneren Sicherheit und die Einschränkung der Wahlberechtigung auf deutsche Staatsbürger.

Um die Wirtschaft geht es im dritten Fragenblock. Die Schüler wollen wissen: „Warum gibt es so wenig Kindergeld?“ Jan Deboy kritisierte, dass zu „dieser Problematik in der großen Koalition eindeutig zu wenig gemacht wurde“. Jörg Cezanne unterstreicht die Forderung seiner Partei, „das Kindergeld zu verdoppeln und an Menschen auszuzahlen, die Hartz IV beziehen“.

Die Schüler sind interessiert, fragen immer wieder nach. Deshalb dauert die Diskussion länger als geplant. Nach der ersten Stunde bemerkt Nina Eisenhardt, dass ihre Partei das Wahlrecht ab 16 Jahren fordere. Das sorgt für nachdenkliche Blicke bei den Jugendlichen.

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