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Illusionskünstlerin Roxanne und Handpuppe Muri: Petra Fröschle: Lehrerin mit der Lizenz zum Zaubern

Die Illusionistin hat zum ersten Mal ein Kinderprogramm im Gepäck – schwebende Zuschauer inklusive. Am morgigen Sonntag tritt die mehrfach ausgezeichnete Zauberkünstlerin Petra Fröschle in den Burg-Lichtspielen auf.
Petra Fröschle als Mira und ihre Handpuppe Muri. Foto: (Künstlerin) Petra Fröschle als Mira und ihre Handpuppe Muri.
Ginsheim-Gustavsburg. 

Sie wollte schon als kleines Mädchen Zauberkünstlerin werden. Auslöser war ein Zauberkasten, den sie von der Oma bekam. „Das Zaubern hat mich seitdem nicht mehr losgelassen“, erzählt Roxanne, die mit bürgerlichem Namen Petra Fröschle heißt und in Stuttgart wohnt. Mit Zylinder und Zauberstab führte sie ihre Kunststücke der staunenden Verwandtschaft vor, und während der Schulzeit war sie in der Zauber AG und auch im Theater aktiv. So lernte sie auch ihren Ehemann kennen, den Zauberkünstler Topas alias Thomas Fröschle, mit dem sie seit fast 16 Jahren mit ihrem gemeinsamen Programm und auch Soloprogramm bereits viele Bühnenerfolge feierte.

Bei den Weltmeisterschaften im Jahr 2000 in Lissabon belegte Petra Fröschle in der Kategorie Allgemeine Magie den dritten Platz. Sie war damit die erste deutsche Zauberkünstlerin, die sich gegen weibliche und männliche Mitbewerber bei Weltmeisterschaften behaupten konnte. Weitere Preise und Auszeichnungen folgten.

Doch Petra Fröschle hat auch etwas ganz Bodenständiges erlernt. „Ich bin studierte Lehrerin für Grund- und Hauptschule“, erzählt sie. Nach dem Referendariat hatte sie ein Jobangebot für eine Planstelle an einer Schule. „Ich habe kurz überlegt, denn dann wäre meine berufliche Zukunft für die nächsten 30 bis 40 Jahre gesichert gewesen“, sagt die Zauberkünstlerin. Doch sie lehnte die Lehrerstelle schlussendlich ab. „Ich hatte gleichzeitig die Aussicht auf eine Anstellung im Varieté“, begründet sie die Entscheidung. „Und das war mein Traum.“ Nicht als Lehrerin gearbeitet zu haben, habe sie bis jetzt nie bereut, aber „ich bin trotzdem froh, dass ich noch ein bürgerliches Standbein habe“.

 

Sohn inspiriert seine Mutter

 

Seit 2011 ist Petra Fröschle Mutter eines kleinen Jungen. „Ich hatte schon immer den Plan, ein Kinderprogramm zu entwickeln, doch durch meinen Sohn wurde die Idee konkret“, erzählt Roxanne. Bald entstand die Geschichte um die Außerirdische Mira, die auf die Erde kommt, um ihren kleinen Bruder Muri zu suchen. Titel des magischen Kindertheaterstücks ist „Miras Sternenreise“. Am Sonntag um 11 Uhr hat die Show in den Burg-Lichtspielen in Gustavsburg Vorpremiere. „Ich kenne Axel Schiel vom Achterbähnchen sehr gut. Wir hatten sogar in der Vergangenheit zeitgleich ein Engagement in Stuttgart“, sagt die Künstlerin. Auch in den Burg-Lichtspielen sei sie schon ein paar Mal aufgetreten.

Roxanne verkörpert in dem Solo-Stück Mira. Der kleine Bruder Muri ist eine leuchtend blaue Handpuppe. „Ich werde den Kindern als Mira von meinem Planeten Aldo erzählen, wo die Bewohner viel zaubern und Gedanken lesen können“, kündigt die Künstlerin an. Mithilfe der Kinder wird sie ihren kleinen Bruder Muri suchen und wiederfinden. Dabei wird Roxanne ein Kind aus dem Publikum schweben lassen, verrät die Illusionistin. Zudem vermittelt das Theaterstück eine Moral für die Kinder: Familie und Heimat seien wichtig und man solle tolerant und freundlich sein, damit man in der Fremde zurechtkommt.

Ihr Kinderprogramm sei spezieller als die traditionellen Zaubershows. „Die meisten Zauberer holen für jeden Trick ein Kind auf die Bühne, das passiert bei mir nicht. Dafür ist es bei mir die ganze Zeit richtig spannend.“ Das Drehbuch zu „Miras Sternenreise“ hat Roxannes Mann Topas geschrieben, Regie führt Eberhard Riese, und die Musik ist von Derek von Krogh, der auch für Nena produziert. Nach Gustavsburg wird „Miras Sternenreise“ am 4. Dezember im Theaterhaus in Stuttgart Premiere feiern. „Die Vorstellung ist sogar schon ausverkauft“, freut sich Zauberkünstlerin Petra Fröschle.

 

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