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Tag der offenen Tür: Naturkindergarten: Die ganze Zeit an der frischen Luft

Seit 2004 gibt es in Trebur den Naturkindergarten. Da bald wieder Plätze frei werden, konnten sich dort interessierte Eltern beim Tag der offenen Tür umsehen.
Im Garten des Naturkindergartens kontrollieren Silas und Emma mit Wiebke Kasprzak die Melonenpflanze. Foto: (Maraike Stich) Im Garten des Naturkindergartens kontrollieren Silas und Emma mit Wiebke Kasprzak die Melonenpflanze.
TREBUR. 

Der Naturkindergarten Ludwigsaue ist für Ortsfremde nur schwer zu finden. Enge Feldwege, ein Damm, mehrere Abzweige und dann ist endlich der Parkplatz des gleichnamigen Hofguts in Sichtweite. Von hier sind es nur noch ein paar Schritte zu Fuß.

Kurz vor dem Gutshof auf der rechten Seite steht der Bauwagen des Kindergartens, in der Mitte des Rasens ist ein Sitzkreis aus Baumstammstücken aufgebaut, links ein kleines Gärtchen abgezäunt. Während die Erwachsenen sich unterhalten, spielen die Kleinen mit bunten Ringen und überdimensionierten Plastikhüten, unter denen sie sich verstecken können.

Gesund aufwachsen

Till Schöler ist einer der Erzieher im Naturkindergarten. Der junge Mann vertritt derzeit eine Kollegin in Elternzeit und beantwortet zusammen mit der Leiterin der Einrichtung Wiebke Kasprzak und der Kindergartenmutter Carolin Traiser die Fragen der Besucher.

„Ich bin selbst sehr naturverbunden, ich bin gerne draußen und liebe Camping und Lagerfeuer“, sagt Schöler. Er ist überzeugt, dass es für die Kinder am gesündesten ist, viel Zeit an der frischen Luft und in der Natur zu verbringen. „Die Kinder sind hier entspannter und können so auch viel besser lernen“, sagt er.

Schöler beschreibt einen typischen Tag in der Einrichtung. Ab 7.30 Uhr können die Kinder gebracht werden. Sind alle da, beginnt der Morgenkreis. Jeden Tag darf eines der Kinder aussuchen, welches Lied gesungen wird und wo die Meute den Vormittag verbringt. Dann brechen alle gemeinsam auf, in der heißen Jahreszeit gerne in Richtung Rheinstrand. Jedes Kind ist selbst verantwortlich für seine Isomatte und für die Dinge, die es zum Zielort mitnehmen möchte. Dort frühstücken sie und verbringen den Vormittag bis 12.45 Uhr gemeinsam. Mit dem Abschlusskreis am Bauwagen endet die Betreuung.

Mit dem Messer schnitzen

Kindergartenmutter Carolin Traiser will eines klarstellen: „Viele Eltern haben Angst, dass die Kinder hier nicht gut auf die Schule vorbereitet werden, das ist aber ganz und gar nicht der Fall.“ Im Gegenteil, ihre Tochter habe viel weniger Probleme mit dem Stillsitzen in der Schule als ihre Klassenkameraden. Auch die Fein- und Grobmotorik der Kinder sei gut ausgebildet. Das liege auch daran, dass die Kinder mit ihrem eigenen Messer schnitzen dürften. „Die Kinder machen hier ihren Schnitz-Schein und lernen, mit dem Messer umzugehen“, erklärt Schöler.

Bei schlechtem Wetter beschäftigen sich die Kinder im Bauwagen mit Büchern, Bastelmaterialien und Brettspielen. Für Kasprzak ist das Aufwachsen der Kinder in der Natur ein großer Vorteil: „Hier kommen sie zurück zu ihren Wurzeln.“

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