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Modellbuclub: Mit Volldampf über den Altrhein

Jede Menge Action versprach der Modellbauclub Mainspitze am Wochenende den Besuchern am Rhein. Schnelle Rennboote und kraftvolle Powerboote zerschneiden das Wasser. Die Minis stehen den Originalen in nichts nach.
An einem Stand stellen die Mitglieder weitere Modellboote aus. Einige werden auch verkauft. Bilder > Foto: Daniela Hamann (Daniela Hamann) An einem Stand stellen die Mitglieder weitere Modellboote aus. Einige werden auch verkauft.
Ginsheim-Gustavsburg. 

Der Modellbauclub Mainspitze veranstaltete am Wochenende sein traditionelles Modellbootschaufahren auf dem Altrhein. Rund 180 Teilnehmer führten ihre Powerboote, Rennboote, Segel- und Motorjachten, U-Boote und Schiffe der Handelsmarine in heimischen Gewässern vor.

Fasziniert sahen sich die Zuschauer, die sich entlang des Altrheins auf Bänken niedergelassen hatten, dem Treiben auf dem ruhigen Wasser zu. Gerade hatte der erste Lauf des S7-Elektrobootrennens begonnen, und die kleinen Flitzer fuhren mit für ihre Größe ziemlich lautem Getöse sechs Minuten lang um kreisförmig angeordnete Bojen. Andreas Ewest, Materialwart im Modellbauclub Mainspitze, erklärte die Regeln des Rennens: „Innerhalb der sechs Minuten werden alle Runden gezählt, die jedes Rennboot vollendet. Danach wird geschaut, welches Boot die meisten Runden geschafft hat. Dieses wird dann zum Sieger gekürt.“

Feuerwerk wird vom Boot aus gezündet

Das reiche allerdings noch nicht für den Gesamtgewinn aus, denn „die meisten Modellbootfahrer nehmen über das Jahr verteilt an verschiedenen Wettkämpfen teil. Wir fahren dabei in der Meisterschaft des Interessengemeinschaft Südwest“, sagte Ewest. Der Fahrer, der zusammengerechnet in allen Wettkämpfen am besten abgeschnitten hat, wird schließlich zum Jahressieger gekürt und erhält einen Pokal.

Neben den Elektro-Rennbooten, die sowohl am Samstag als auch am Sonntag über den Rhein flitzten, bot die Veranstaltung ihren etwa 1000 Besuchern Feuerlöschübungen und Vorführungen der Powerboote. Am Samstagabend gab es ein besonderes Bonbon: Modellboote mit nautischer Beleuchtung fuhren nach Einbruch der Dämmerung übers Wasser. Gegen 22 Uhr schossen Mitglieder des Modellbauclubs ein Feuerwerk von einem Modellboot aus in den Himmel. Die rund 180 Modellbauer, die an der Veranstaltung beteiligt waren, kamen aus dem Rhein-Main-Gebiet und aus Rheinland-Pfalz.

Neben den Aktivitäten auf dem Altrhein gab es auch einiges am Ufer zu bestaunen. Der Modellbauclub hatte eigens einen Stand mit Schiffsmodellen aufgebaut, von denen einige zudem käuflich erworben werden konnten.

Clubmitglied Helge Rüggeberg hatte zwei seiner Modelle an dem Stand des Vereins ausgestellt. Stolz zeigte er auf ein sogenanntes Liberty Ship, ein bewaffnetes Frachtschiff, das von der US-Marine während des zweiten Weltkriegs gebaut wurde. „Das reale Schiff wurde damals innerhalb von nur vier Tagen und 15 Stunden gebaut“, erzählte Rüggeberg. Er selbst habe für die Fertigstellung seines Modells allerdings zwei Jahre gebraucht: „Das Liberty Ship ist ein wirklich schwieriges Modell, denn es war nichts vorgefalzt.“

Das Modell ist schneller als sein Original

Das Modell von Helge Rüggeberg wird mit einer Dampfmaschine betrieben, in die er vor der Fahrt Wasser und Gas einfüllt. Gesteuert wird das Frachtschiffmodell wie alle anderen Modellschiffe auch mit Hilfe einer Fernsteuerung. So ein Modell sei sogar schneller als das Original, das maximal elf Knoten erreiche, fügte der Modellbauer hinzu.

Für das leibliche Wohl der Besucher sorgten einige der 50 Mitglieder des Vereins mit einem reichhaltigen Essens- und Getränkestand.

Der Modellbauclub würde sich sehr über weitere Mitglieder freuen, vor allem Jugendliche, sagte Materialwart Andreas Ewest. Aktuell gebe es nur noch zwei Jugendliche im Verein. Auch Frauen seien willkommen in dem bis jetzt rein männlichen Modellbauclub.

2017 begeht der Club sein 40-jähriges Bestehen. Dies soll im kommenden Jahr mit Modellbootschaufahren und mit einer Ausstellung im Bürgerhaus gebührend gefeiert werden.

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