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Kriminalpolizei ermittelt: Gaststätte brennt komplett aus

Von Familie Jukic ist erschüttert. Über Nacht ist ihre Gaststätte in Astheim ausgebrannt. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers verhindern.
Am nächsten Tag wird das ganze Ausmaß des Feuers sichtbar. Bilder > Am nächsten Tag wird das ganze Ausmaß des Feuers sichtbar.
ASTHEIM. 

In den frühen Morgenstunden am gestrigen Dienstag hört Ivica Jukic in seinem Wohnhaus in Trebur die Sirenen der Feuerwehr. Wenig später klingelt das Telefon. Die Nachricht: Seine Gaststätte am Astheimer Bürgerhaus brennt. Jukic weckt seine Familie und fährt in den Treburer Ortsteil. Als er ankommt, stehen schon der Gastraum und die Küche in Flammen. Die Fensterscheiben zerspringen aufgrund der starken Hitze im Inneren des Gebäudes.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Trebur, Astheim, Geinsheim, Hessenaue und Rüsselsheim sowie der Rettungsdienst und das Rote Kreuz Trebur sind sofort zur Stelle. Verletzt wurde niemand.

Gegen 3.20 Uhr hatte eine Anwohnerin in der Berliner Straße die Rettungsleitstelle Groß-Gerau alarmiert. Ihr war starker Rauch am Astheimer Bürgerhaus aufgefallen. Doch die insgesamt 45 Einsatzkräfte können die Gaststätte nicht mehr retten, es gelingt ihnen aber den Brand einzudämmen und ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Bürgerhaus und die dahinter liegende Sporthalle zu verhindern.

„Es ist eine Katastrophe“

Zwei Tage zuvor, am Sonntag, hatte Familie Jukic, die seit neun Monaten die Gaststätte betrieb, noch Besucher bewirtet. Am Montag war Ruhetag, „aber wir kontrollieren immer, ob auch alles in Ordnung ist“, sagt Ivica Jukic. Umso überraschender der Feuerwehreinsatz. „Es ist eine Katastrophe, alles ist verbrannt – die Möbel, die Geräte“, klagt Jukic. Die Kosten müsse jetzt die Versicherung übernehmen. Der Schaden belaufe sich auf mehrere zehntausend Euro, teilt die Polizei mit. Trotzdem: „Für uns ist das sehr traurig, wir haben den Familienbetrieb mit viel Liebe geführt.“ Deshalb werde er, sobald die Ermittlungen der Kriminalpolizei abgeschlossen sind, die Gaststätte renovieren.

Vor dem Bürgerhaus hatte sich auch Bürgermeister Carsten Sittmann (CDU) eingefunden. Er war ebenfalls von den Sirenen geweckt worden. „Die größten Leidtragenden sind natürlich die Wirtsleute. Ich wünsche ihnen alles Beste“, sagt Sittmann. Er sei aber auch erleichtert, dass die Jakob-Roos-Halle und die dahinter liegende Sporthalle unversehrt blieben.

Grund dafür seien die Brandschutztüren, sie hätten dem Feuer stand gehalten. „Das zeigt, wie wichtig der Brandschutz ist, das sollte man nicht auf die lange Bank schieben“, meint Sittmann mit Blick auf die Großsporthalle in Geinsheim und das Treburer Rathaus.

Vorerst habe die Gemeinde den Außenbereich mit Bauzäunen abgesperrt, damit niemand vom geborstenen Fensterglas auf dem Boden verletzt wird. „Und auch der Ruß ist giftig“, fügt der Bürgermeister hinzu. Zehn Stunden nach dem verheerenden Feuer ist es am Bürgerhaus ruhig geworden. Die Fassade ist verrust, ein beißender Geruch hängt in der Luft. Glassplitter stecken in den Fensterrahmen.

Warten auf Neuigkeiten

Direkt davor stehen völlig unberührt mehrere Tische mit Stühlen auf der sonnigen Terrasse, nebendran ein kleiner Biergarten. Ivica Jukic und seine Tochter sind gekommen. Sie stehen auf dem Parkplatz vor der Gaststätte und warten. Worauf? Auf die Polizei, auf die Feuerwehr, auf die Gutachter und auf den Versicherungsvertreter. So genau wissen sie das auch nicht, aber es wird schon jemand kommen, meint Jukic. Etwas anderes könne er sowieso noch nicht tun.

Sporthalle in Betrieb

Während Familie Jukic wartet, geht das Leben in der angrenzenden Sporthalle wie gewohnt weiter. Die Jakob-Roos-Halle bleibt aber geschlossen, da weder Strom noch Wasser vorhanden seien, teilt der Bürgermeister mit. Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen nach der Brandursache und Freigabe, werde die Gemeinde die Räumlichkeiten im Bürgerhaus wieder öffnen.

Zwei Gutachter schätzen nun die Schadenshöhe für den Eigentümer und den Pächter. Die Kripo ermitteln weiterhin.

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