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Discounter soll „Dicken Busch II“ wieder beleben und Laufkundschaft zurückbringen: Ein Netto fürs Einkaufszentrum in Rüsselsheim

Für das Einkaufszentrum im „Dicken Busch II“ gibt es erfreuliche Neuigkeiten. Bei einem Treffen, zu dem der Stadtteilverein den Oberbürgermeister eingeladen hatte, machte dieser offiziell bekannt, dass es ab November wieder einen Lebensmittelmarkt geben wird.
Nach anderthalb Jahren Leerstand zieht ab November dieses Jahres ein Netto-Markt ins Einkaufszentrum Dicker Busch II. Foto: (SUsanne Rapp) Nach anderthalb Jahren Leerstand zieht ab November dieses Jahres ein Netto-Markt ins Einkaufszentrum Dicker Busch II.
Rüsselsheim. 

Anderthalb Jahre lang gab es keinen Supermarkt für Grundbedarfe im Einkaufszentrum (EKZ) „Dicker Busch II“. „Was wir in den letzten Jahren erlebt haben, war eher trübe“, so die Vorsitzende des Stadtteilvereins Christel Göttert. Denn mit der Schließung des Rewe-Marktes begann ein Kampf ums Überleben für die dort ansässigen Gewerbetreibenden. Schwerwiegend hierbei war der Verlust der Laufkundschaft durch den Wegfall des Supermarktes. „Es gibt viele ältere Menschen, die hier ihren Lebensmittelpunkt haben“, so Göttert. Viele seien gezwungen, jemanden anderswo das Notwendige einkaufen zu lassen. Dadurch gingen aber die Sozialkontakte, wie sie beim täglichen Einkauf zustande kommen, verloren.

Frühere Planungen sahen vor, den Pavillon, in dem der Kinderschutzbund untergebracht ist, und den zwischen Pavillon und dem Gebäude des Supermarktes gelegenen Kinderspielplatz abzureißen, um durch einen Ausbau der bisherigen Räume, in denen bislang der Rewe-Markt untergebracht war, einen größeren Markt ansiedeln zu können. Doch der Erhalt des Kinderschutzbundes vor Ort sei, so Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU), ein wichtiges Anliegen des gesamten Magistrats gewesen. Nun gelte es festzulegen, was der Kinderschutzbund benötigt, um seine Angebote für Rüsselsheimer Bürger, die aus Platzmangel teilweise nach Groß-Gerau verlegt wurden, wieder zurückzubringen.

Handwerker beginnen

Im Juni verlor der Makler sein Mandat für den Verkauf der Liegenschaft des ehemaligen Supermarktes. Das im gleichen Gebäude ansässige italienische Restaurant und die Kampfkunstschule bleiben unangetastet. Seit August ist die Liegenschaft verkauft und in der nächsten Woche beginnen die Handwerker mit der Arbeit, so dass voraussichtlich Anfang November ein Netto-Supermarkt dort öffnet. Durch die Nutzung des Lebensmittelsortimentes sind wieder die Grundbedarfe, wie Butter und Seife gedeckt. Auch müssen Pavillon und Spielplatz nicht weichen. Das verschafft Zeit, um Alternativen für den Kinderschutzbund zu überdenken und zu planen. Eine Hausaufgabe, der sich Burghardt (CDU) gemeinsam mit dem Dezernenten für Jugend, Soziales, Schule und Kultur Dennis Grieser (Grüne) widmen wird. Dazu gehört es, ein geeignetes Grundstück zu finden, das möglichst in der Nähe des EKZ Dicker Busch gelegen ist. Für die Bauarbeiten soll die Gewobau mit ins Boot geholt werden. Mittelfristig bleibt jedoch der Kinderschutzbund an seinem derzeitigen Platz.

Gute Wendung

An die anwesenden Gewerbetreibenden wandte sich Christel Göttert mit den Worten: „Danke, dass ihr durchgehalten habt.“ Und auch Burghardt betonte bezüglich der guten Wendung: „Der Verdienst gehört allen.“ Bezüglich der städtischen Einrichtung im EKZ erklärte der Oberbürgermeister: „Die Stadt bleibt weiterhin Mieter des Stadtteilbüros.“ Das Bürgerbüro erfahre großen Zuspruch. Daher beantrage er, für das kommende Jahr mehr Personal einzusetzen, das sowohl im Büro im Dicken Busch als auch im Innenstadtbüro tätig sein soll. Der Antrag müsse aber noch beschlossen werden.

Für den Stadtteilverein, der in diesem Jahr seit zehn Jahren besteht, waren dies positive Nachrichten. Nun gelte es aber auch, eigenes Engagement zu zeigen, so Göttert. Denn „Gemeinsam lässt sich vieles bewerkstelligen.“

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