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Amtseinführung: Ein Bürgermeister für alle

Thies Puttnins-von Trotha (parteilos) wurde in einer Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung feierlich im Bürgerhaus von Ginsheim-Gustavsburg als neuer Bürgermeister in sein Amt eingeführt.
Thies Puttnins-von Trotha, Stadtverordnetenvorsteher Mario Bach und Amtsvorgänger Richard von Neumann. Bilder > Thies Puttnins-von Trotha, Stadtverordnetenvorsteher Mario Bach und Amtsvorgänger Richard von Neumann.
Ginsheim-Gustavsburg. 

Alle 200 Stühle im Ginsheimer Bürgerhaus waren besetzt. Im hinteren Teil des Raumes stellten sich die Spätkommer an die Stehtische. Abgeordnete, Parteigenossen, Weggefährten und nicht zuletzt die Bürgerinnen und Bürger von Ginsheim-Gustavsburg ließen es sich nicht nehmen, bei der Amtseinführung des neu gewählten Bürgermeisters Thies Puttnins-von Trotha dabei zu sein. Allein 16 Redner hatten Grußworte angemeldet, unter ihnen die Landtagsabgeordnete Sabine Bächle-Scholz (CDU), Landrat Thomas Will (SPD) und Karl-Christian Schelzke, Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebunds.

„Das zahlreiche Erscheinen zeigt, wie wichtig Ihnen die Kommunalpolitik ist“, richtete Puttnins-von Trotha lobende Worte an das Publikum, nachdem ihm sein Vorgänger Richard von Neumann die Ernennungsurkunde mit festem Händedruck überreicht hatte. Er wolle ein Bürgermeister für alle sein, über die Parteigrenzen hinweg. Nur so könnten wichtige Projekte angepackt und verwirklicht werden, darunter der Bau der Ortsentlastungsstraße und die Umgestaltung des Ginsheimer Altrheinufers – Ziele, für die er sich bei der Bürgermeisterwahl eingesetzt hatte und die weiterhin auf seiner Agenda stünden.

Mit gut gemeinten Ratschlägen begrüßten die Kollegen den neuen Rathauschef in ihrer Mitte. Karl-Christian Schelzke nannte gar die „zwölf goldenen Regeln für Bürgermeister“, eine humorvolle Abhandlung über die Tücken des politischen Alltags und die Auffassung der Bürger, dass der Bürgermeister „für eben alles zuständig ist“.

Damit dieser auch ja nicht vergisst, was ihm die treuen Bürger antragen, bekam Puttnins-von Trotha gleich von mehreren Rednern Notizbücher geschenkt. Besonders kreativ zeigte sich Melanie Wegling, Fraktionsvorsitzende der SPD. Zur Amtseinführung bekam Puttnins-von Trotha ein Paar Schwimmflügel überreicht. „Die sollen Ihnen dabei helfen, sich freizuschwimmen und auch mal von der CDU zu lösen. In unserem Becken können sie auch gern planschen“, betonte Wegling die Unterstützung auch der SPD.

Rolf Leinz, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler und Kontrahent im Wahlkampf, gab sich versöhnlich: „In Sieg und Niederlage zeigt sich der wahre Charakter eines Menschen. Ich schätze deine aufrichtige Art.“

Zuletzt ließ Lothar Nachtmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU, die Gäste an seiner ersten Begegnung mit Thies Puttnins-von Trotha an einem Ostersamstag 2014 teilhaben. Auch wenn der neue Bürgermeister sich damals gegen einen Parteibeitritt entschieden habe, so sei es, mit Blick auf den erfolgreichen Wahlausgang, doch das Richtige gewesen. „Es ist ein Traum für die CDU in Erfüllung gegangen“, schwärmte Nachtmann, der den jungen Kandidaten im Wahlkampf unterstützte.

Puttnins-von Trotha ist guter Dinge: „Ich freue mich auf die nächsten – erstmal – sechs Jahre.“ Am 15. Juni beginnt für ihn offiziell die Amtszeit als Rathauschef. „Um 0 Uhr geht es los“, betonte Mario Bach, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. „Wir werden dann mal anklingeln, damit er die Zeit nicht vergisst.“ Lachen im Publikum.

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