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Kreiswettbewerb: Dabei sein ist alles für die Feuerwehrjugend

Aus Astheim, Geinsheim, Trebur und Stockstadt kamen die Jungs und Mädchen von der Feuerwehr, die bei bestem Sommerwetter im Stadion in zwei Disziplinen gegeneinander antraten. Und doch erklärte Wertungsrichter Daniel Becker: „Bei der Feuerwehr gibt es keine Wettkämpfe.“ Wie das?
Julian und Lenja sind aus Astheim ins Treburer Stadion gekommen. Ihr Maskottchen, den „Fire Tiger“, haben sie auch mitgebracht. Bilder > Foto: (Maraike Stich) Julian und Lenja sind aus Astheim ins Treburer Stadion gekommen. Ihr Maskottchen, den „Fire Tiger“, haben sie auch mitgebracht.
TREBUR. 

Hochkonzentriert bindet sich der elfjährige Victor aus Geinsheim zwei Stoffquadrate mit seiner Startnummer über die Kleidung. Dann positioniert er Handschuhe, Gürtel und Helm ganz akkurat ausgerichtet neben einer Tragbahre und legt sich schließlich selbst darauf. Nun heißt es warten.

Wir befinden uns mitten im Staffellauf des Feuerwehrnachwuchses. Entlang der Tartanbahn im Treburer Stadion sind verschiedene Stationen aufgebaut. Mal muss ein Schlauch aufgewickelt und mal über einen Balken balanciert werden. Hier geht es darum, die Ausrüstung möglichst schnell zu vervollständigen.

Eine Sache von Sekunden

Da kommt auch schon Victors Kameradin Jill angerannt. Sowie sie den Staffelstab neben Victor abgelegt hat, steht der auf, zieht sich blitzschnell die Handschuhe über, schnallt sich den Gürtel um, setzt den Helm auf, übernimmt den Stab und rennt los. Das Ganze ist eine Sache von Sekunden.

Wertungsrichter Daniel Becker beobachtet den jungen Feuerwehrmann aufmerksam. Becker versieht mit einem Block in der Hand seinen Dienst an dieser Station.

Seit drei Jahren ist Becker Wertungsrichter, mittlerweile auch als Landeswertungsrichter für den Kreis Groß-Gerau. „Ich mach’ das alles in meiner Freizeit“, berichtet er in der Pause vor der nächsten Runde. Er habe selbst als Jugendlicher an diesen Wettbewerben teilgenommen und wolle nun als Erwachsener mithelfen, die Jugendfeuerwehr zu fördern. Eins ist Becker wichtig: „Das hier ist kein Wettkampf, sondern ein Wettbewerb. Wir von der Feuerwehr kämpfen nicht gegeneinander.“

Lenja und Julian, beide zehn Jahre alt, gehen für den Astheimer Brandschutz-Nachwuchs an den Start. Die beiden haben noch ein wenig Zeit, bis sie dran sind und sitzen mit ihren Kameraden an den Biertischgarnituren im Grünen hinter der Sportanlage.

Dabei sein ist alles

Lenja ist seit 2016 bei der Feuerwehr. „Mein Papa ist auch dabei und mein großer Bruder“, erzählt sie, so sei sie dann eben auch dazu gekommen. Auf die Frage, ob es ihr gefällt bei der Feuerwehr, nickt sie so heftig, dass ihr der Helm über die Augen rutscht. „Besonders gut gefallen hat mir der Kreiswettkampf“, sagt sie begeistert. Zwar habe ihre Mannschaft nicht gewonnen, aber „dabei sein und Spaß haben ist eh das Wichtigste“, findet sie.

Das sieht Julian ganz genauso. Der Viertklässler ist seit einem Jahr bei der Jugendfeuerwehr. „Mein Freund Luke hat mir viel davon erzählt, da wollte ich es auch mal probieren“, erklärt er. Er könne sich gut vorstellen, später bei der richtigen Einsatztruppe mitzumachen. „Die Feuerwehr ist wichtig, sie muss löschen und retten“, zählt er auf. „Und schützen und bergen“, ergänzt Lenja.

Staffellauf und Parcours

Der Gemeindejugendwart der Treburer Feuerwehr Markus Dächert freut sich über das sonnige Wetter für die Veranstaltung. Neben dem Staffellauf steht noch ein Parcours auf dem Programm.

Hier müssen die jungen Feuerwehrmänner und -frauen eine Wasserversorgung von einem Hydranten zu einer Pumpe überbrücken und dann eine Versorgungsleitung zum Brandherd legen.

24 Kinder und Jugendliche aus den Ortsteilen Astheim, Geinsheim und Trebur treten an dem Tag gegeneinander an, berichtet Dächert. Außerdem sei die Jugendfeuerwehr aus Stockstadt zu Gast. „Die befinden sich grade im Aufbau und wollen mal gucken, wie stark sie sind“, berichtet der 31-Jährige.

In die Wertung zählten die Gäste allerdings nicht. Somit stehe eines schon mal fest: Bei insgesamt drei Mannschaften im Wettbewerb ist allen Teilnehmern ein Platz auf dem Siegertreppchen sicher.

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