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Ginsheim-Gustavsburg will einige Gebühren erhöhen: Bestattungen sollen teurer werden

Die Friedhofsgebühren in Ginsheim-Gustavsburg sollen steigen. Doch das im Auftrag der Stadt neu kalkulierte Zahlenwerk stieß im Sozialausschuss auf wenig Gegenliebe. Auf eine Abstimmung wurde wegen Beratungsbedarfs verzichtet.
Die Gebühren sollen steigen: Sich in Ginsheim-Gustavsburg bestatten zu lassen, könnte in Zukunft deutlich teurer werden. Foto: Ralph Keim Die Gebühren sollen steigen: Sich in Ginsheim-Gustavsburg bestatten zu lassen, könnte in Zukunft deutlich teurer werden.
Ginsheim-Gustavsburg. 

Bei rund 60 Prozent liegt der Deckungsgrad der Friedhofsgebühren derzeit in Ginsheim-Gustavsburg – zu niedrig für die hoch verschuldete Kommune. Aus diesem Grund sollen zum 1. Juli die Gebühren steigen. Der Sozialausschuss nahm in seiner Sitzung am Dienstag die entsprechende Vorlage der Stadt eher zähneknirschend zur Kenntnis. Denn die geplante Gebührensteigerung bewegt sich zwischen knapp sieben und mehr als 400 Prozent.

Die Nutzungsgebühren der Trauerhalle sollen beispielsweise um mehr als 60 Prozent steigen. Kostete ein Reihengrab zur Erdbestattung für Tote ab fünf Jahre bislang 927 Euro, wären bald 1510 Euro fällig. Die Gebühr für ein Kindergrab soll von 107 auf 588 Euro steigen. 3323 Euro kostet bislang ein zweistelliges Erdwahlgrab, 5696 Euro weist die Neukalkulation aus. Bei einem Erdwahlgrab können die Angehörigen den Liegeplatz frei wählen, oft können darin mehrere Famillienmitglieder bestattet werden. Bei dreistelligen Erdwahlgräbern sollen die Kosten von 5088 auf 8108 Euro steigen.

Dagegen sollen die Verwaltungsgebühren deutlich sinken. Außerdem wird es mit der neuen Satzung auch acht neue Grabanlagen geben, zum Beispiel Baumgräber und Rasengräber.

Mehr als 50 Einzelposten weist die neu kalkulierte Gebührensatzung aus, die zum 1. Juli in Kraft tritt, sofern die Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstag zustimmt. Der Sozialausschuss verzichtete wegen Beratungsbedarf auf eine Abstimmung. Die Gebührenerhöhungen erläuterte Mirjam Naß, Mitarbeiterin des Beratungsunternehmens, das mit der Kalkulation der neuen Gebühren beauftragt wurde und dafür bislang rund 27 000 Euro an Honorar einstrich, wie die Vorlage ebenfalls ausweist.

Stefanie Best (Grüne) kritisierte besonders die Erhöhung der geplanten Gebühren für die Trauerhalle. „Das ist für den Bürger nicht nachzuvollziehen.“ Eine „normale“ Beerdigung könne künftig mehrere Tausend Euro kosten, wobei noch die Kosten für den Bestatter hinzu kämen. Auch aus den Reihen der Freien Wähler und der CDU kam Kritik. Wie Bürgermeister Richard von Neumann (SPD) die Fraktionen informierte, sei es eine Vorgabe der Kommunalaufsicht und des Innenministeriums, die Gebühren kostendeckend zu gestalten. „Mittlerweile sind wir zudem gesetzlich verpflichtet, in Abständen von drei bis fünf Jahren nachzukalkulieren.“

Sanierung von Kita und Sportplatz-Gebäude

Die Stadt will beim Kommunal-investitionsprogramm (KIP) des Landes 285 000 Euro für die Sanierung der Kindertagesstätte Dammstraße und 150 000 Euro für die Sanierung des Gebäudes auf dem Gustavsburger Sportplatz anmelden. Sollte noch Geld übrig sein, könnte das von den Grünen favorisierte und in Mainz seit einigen Jahren laufende Verleihsystem „MVGmeinRad“ eingebunden werden. Auf Antrag der FDP sollen aus KIP-Mitteln für Senioren geeignete Fitness- und Turngeräte angeschafft und an gut erreichbaren Standorten in beiden Stadtteilen installiert werden. Eingebunden werden sollen dazu der Seniorenbeirat der Stadt, die beiden Behindertenbeauftragten der Stadt und auch die Jugendpflege.

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