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Rüsselsheimer Autobauer: 2024 jedes Opel-Modell auch in einer E-Version

Vertreter der Automobil-Branche trafen sich im neuen Showroom der Motorworld-Manufaktur. Der Austausch mit OB Bausch wurde ergänzt durch einen interessanten Beitrag von wissenschaftlicher Seite: Es ging um neue Wege der Zusammenarbeit,
Oberbürgermeister Bausch (rechts) kündigte weitere Veranstaltungen an, um miteinander im Gespräch zu bleiben. Oberbürgermeister Bausch (rechts) kündigte weitere Veranstaltungen an, um miteinander im Gespräch zu bleiben.
Rüsselsheim. 

„Rüsselsheim hat im Bereich Automotive eine große Zukunft, weil es hier das Know-How für die Entwicklung von innovativen Konzepten gibt“, sagte Oberbürgermeister Udo Bausch zur Begrüßung. Seiner Einladung waren 25 Vertreter der Automobil-Branche zu einem Fachgespräch zur Zukunft des Automotive-Bereichs gefolgt.

„Wir wollen das Thema ,Stadt der Zukunft’ frühzeitig angehen, unter anderem mit Ausbau von Elektroladestationen, Carsharing und digitalem Verkehr“, ergänzte Bausch. Als Impulsgeber hatte er zwei Referenten eingeladen: Christian Kiel von der Opel Automobile GmbH, der zum aktuellen Stand des traditionsreichen Automobilherstellers berichtete, sowie Innovationswissenschaftler Thomas Heimer, Professor der Hochschule RheinMain und Leiter des Projekts Impact RheinMain, der Hypothesen zur Zukunft der Automotive-Branche aufstellte.

Bausch machte gleich zu Beginn deutlich: „Ich glaube an Opel und die Produkte des Unternehmens. Die Beschäftigten sind hoch kompetent und entwickeln und fertigen gute Produkte.“ Stadt, Opel und Hochschule arbeiten nach seiner Aussage gemeinsam mit anderen Partnern derzeit daran, die Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Rüsselsheim deutlich auszubauen, um Rüsselsheim für die Mobilität der Zukunft fit zu machen. Außerdem sei ihm an der Digitalisierung des Verkehrs unter anderem durch selbstfahrende Fahrzeuge gelegen, sodass für ihn auch ein Versuch auf Rüsselsheimer Straßen denkbar sei.

„Bestens aufgestellt“

Christian Kiel von der Opel Automobile GmbH gab einen Einblick dazu, wo das Unternehmen derzeit steht: In einer Branche, die sich sehr stark im Wandel befinde, sei Opel nach dem Zusammenschluss mit der Groupe PSA im vergangenen Jahr bestens aufgestellt. „In unserem Strategieplan Pace! haben wir drei Hauptziele definiert: Opel wird profitabel, global und elektrisch. Und wir sind auf einem guten Weg.“

Gerade die Elektrifizierung sei ein zentrales Thema für das Unternehmen. Bis 2024 wird Opel jedes Pkw-Modell auch in einer elektrifizierten Version anbieten. Den Anfang dieser Offensive werden der batterieelektrische Corsa sowie der Grandland X als Plug-in-Hybrid machen. Zum Rüsselsheimer Entwicklungszentrum sagte Kiel: „Das Entwicklungszentrum ist das Herz von Opel und wird es auch bleiben. Wir sind stolz darauf und werden auch in Zukunft hier Opel-Modelle entwickeln.

Wie die Zukunftspotentiale des Automotive-Standorts Rüsselsheim und der Rhein-Main-Region insgesamt sind, war Thema des Vortrags von Professor Heimer. Heimer ist Innovationsmanager und plädierte dafür, selektiver zu schauen und den Automotive-Standort interessanter zu machen. „Die Startbedingungen in Rüsselsheim sind hervorragend“, sagte er. Allerdings müsse zielstrebig an Mobilitätskonzepten gearbeitet werden, und es müssten neue Formen der Zusammenarbeit gefunden werden.

Der Wissenschaftler stellte Hypothesen vor. Dazu zählte unter anderem, dass über Cluster neue Formen der Zusammenarbeit möglich seien, allerdings unter Einbeziehen von Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Technologien. Außerdem plädierte er dafür, über eine neutrale Plattform ein regionales Entwicklungsleitbild durch alle Akteure schaffen.

Aktivitäten starten

Auf dieser Basis könnten Aktivitäten gestartet werden, um für Rüsselsheim und die Region Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten, auf die Unternehmen und die Fachwelt aufmerksam würden. Unterstützung versprach er über das Programm Impact RheinMain. „Die Hochschule will sich über die Neuaufstellung des Wissens-, Ideen- und Technologietransfers zum intelligenten Hub für die Entwicklung der Region aufstellen“, kündigte er an. Dafür wolle die Hochschule in den kommenden fünf Jahren alle Akteure zusammenbringen.

Die Anregung, sich breiter aufzustellen, nahm der Oberbürgermeister mit und versprach zur nächsten Veranstaltung, die im November vorgesehen ist, weitere Branchen mit einzuladen. Zudem kündigte er an, den Wissensaustausch weiter voranzutreiben. red

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