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Von der Elbe auf den Main

Aus seinem Führerhaus heraus verkauft Fährmann Sven Junghans die Katen für die Überfahrt mit der „Walter Kolb“.	Fotos: Klasse 3 c Aus seinem Führerhaus heraus verkauft Fährmann Sven Junghans die Katen für die Überfahrt mit der „Walter Kolb“. Fotos: Klasse 3 c
Höchst. 

Auf der 18,86 Metern langen und 4,55 Meter breiten Fähre hält sich Fährmann Sven Junghans meistens in seinem Führerhaus auf. Von dort aus lenkt er das durch einen 195 PS starken Dieselmotor angetriebene Boot über das Wasser. In seiner etwa fünf Quadratmeter großen Schaltzentrale hat Sven Junghans alles, was er braucht. Zwei Funkgeräte, ein großes Steuerrad, ein Fernglas, ein Telefon und eine Überwachungsanlage für den Motor sind seine wichtigsten Arbeitsinstrumente. Wenn es im Winter richtig kalt wird, kann er eine Heizung anschalten.

Aus seinem Führerhaus heraus verkauft er die Fahrkarten an seine Fahrgäste. Er mag es, mit den Menschen in Kontakt zu kommen und auch mal ein Schwätzchen zu halten. Allerdings nicht beim Ab- und Anlegen! Da braucht er die volle Konzentration auf seine Arbeit.

Der Fährmann Sven Junghans arbeitet seit zwei Jahren auf der Fähre in Höchst. Ursprünglich kommt er aus Meißen an der Elbe. Seine Familie arbeitet seit sieben Generationen auf dem Wasser. Er selbst hat lange Zeit auf Fahrgastschiffen Berufserfahrungen gesammelt. Seine Arbeit auf der Fähre findet er super. Er möchte nichts anderes machen, sagt er, denn er liebt es, auf dem Wasser und mit Menschen zu arbeiten.

Junghans teilt sich die Arbeit mit seinem Kollegen. Die Arbeitszeiten sind saisonabhängig. Im Winter wird verkürzt gearbeitet. Von April bis September arbeitet einer früh (8 bis 13 Uhr), der andere spät (13 bis 18 Uhr).

Der Fährmann steuert aber nicht nur die Fähre. Bei notwendigen Reparaturen legt er auch schon mal selbst Hand an. Nur bei größeren Schäden wird die Fähre von der Firma Bootsbau Speck, wieder auf Vordermann gebracht, die die Fähre schließlich auch gebaut hat. Wenn Junghans nicht auf der „Walter Kolb“ tätig ist, verreist er gerne und genießt fernab von Höchst seine freien Tage.

Einen Wunsch hat Sven Junghans noch: dass sich die Leute an das Fütterungsverbot der Schwäne an der Anlegestelle halten. Sonst könnte ein Schwan unter die Fähre geraten, hat er Sorge.

Klasse 3 c der Walter-Kolb-Schule

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