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Wirtschaftliche Gründe: Rewe schließt Filiale an der Hauptstraße

Von Im Dezember schließt der Rewe-Markt in der Hauptstraße. Die Pressesprecherin nennt wirtschaftliche Gründe für das Aus der Filiale.
Noch bietet Rewe in Vockenhausen seine Waren an, doch bald müssen sich die Kunden andere Einkaufsmöglichkeiten suchen. Noch bietet Rewe in Vockenhausen seine Waren an, doch bald müssen sich die Kunden andere Einkaufsmöglichkeiten suchen.
Vockenhausen. 

Die Internetnutzer wissen schon, was sie sich an dieser Stelle wünschen, wenn es den Rewe in der Hauptstraße nicht mehr gibt. Einen Drogeriemarkt kann man sich vorstellen, eine Tierhandlung oder einen Markt für Elektroartikel. Auch ein Baumarkt wird vorgeschlagen, allerdings in dem Wissen, dass die Fläche dort für ein solches Geschäft deutlich zu klein ist.

Sie reicht offensichtlich noch nicht einmal für einen gewöhnlichen Supermarkt. Wie die Rewe-Pressestelle dem Kreisblatt jetzt bestätigte, werde der Markt im Dezember geschlossen. Einen genauen Schließungstermin gebe es noch nicht. Die 15 Mitarbeiter sollen in anderen Rewe-Filialen rundum beschäftigt werden, so Rewe-Pressesprecherin Anja Krauskopf.

„Die Schließung erfolgt aus wirtschaftlichen Gründen“, betont Krauskopf. Mit anderen Worten: Der Betrieb lohnt sich für den Lebensmittelkonzern einfach nicht mehr. Das ist keine Überraschung, schaut man sich die Zahlen an. Eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern reichen für einen Supermarkt dieser Kategorie heute nicht mehr aus. Offensichtlich stimmen aber auch andere Randbedingungen nicht, sonst hätte das Unternehmen dort sicherlich einen Nahkauf-Laden geplant. Für dieses Konzept reichen die 800 Quadratmeter aus. Als Problem in der Hauptstraße gilt aber auch die unübersichtliche Anordnung der Parkplätze.

Kein Platz für Erweiterung

Mehr Fläche, das wäre die Lösung gewesen, das Unternehmen hat der Stadt gegenüber deutlich erklärt, dass es an einer Erweiterung interessiert war. Der Platz auf dem Nachbargelände, auf dem eine Garagenzeile stand, hätte sich für eine Erweiterung geeignet. Doch vor gut einem Jahr wurden die zugehörigen Wohnungen zu Eigentumswohnungen umgewandelt, jede Garage hat seither einen anderen Besitzer. Die Befürchtung hat sich bestätigt, dass dies einen Kauf der gesamten Garagenzeile unmöglich machte.

Im Jahr 2015 war noch ein anderes Nachbargrundstück auf den Markt gekommen. Rewe sei nicht zu bewegen gewesen, es zu kaufen, berichtete Bürgermeister Alexander Simon vor einer Weile. Die Stadt hat damals selbst gekauft – in der Hoffnung, auf diese Weise die Option der Erweiterung offen zu halten. Das war vergeblich, wie sich jetzt herausstellt. Rewe selbst mietet seine Verkaufsflächen generell nur an, baut aber nicht selbst.

Das ist verständlich, so ist man flexibler. Rewe hat immer wieder einmal recht kurzfristig über die Schließung von Filialen auch im Main-Taunus-Kreis entschieden. Eine Kundin hat sich noch Mitte September von Mitarbeitern sagen lassen, zwei Jahre gehe der Betrieb noch weiter. Offenbar wurden auch die Mitarbeiter eher kurzfristig informiert.

Mit dem Bau des Edeka-Marktes in Eppstein habe die Schließung nichts zu tun, sagt Rewe-Sprecherin Krauskopf. Allerdings hatte Rewe durchaus gewarnt, dieser neue Markt könne die Existenz anderer Läden gefährden. Für Fischbach gebe es keine Überlegungen, den Markt zu schließen, versichert Krauskopf.

Edeka kein Ersatz

Und so weisen die einen darauf hin, dass es mit dem Edeka-Markt im nächsten Jahr einen Ersatz gebe, während andere argumentieren, dass dieser zu Fuß aus Vockenhausen wohl kaum zu erreichen sei. Auch Kunden aus Lorsbach bedauern die Schließung, die nach eigenem Bekunden lieber nach Vockenhausen fahren als nach Fischbach oder Hofheim. Ein Stück Lebensqualität für Vockenhausen gehe verloren, so lautet die Gesamtstimmung. Der Discounter ganz in der Nähe ist für viele offenbar kein gleichwertiger Ersatz.

Bleibt die Frage danach, was aus dem Ladenlokal wird. Angeboten werden 1100 Quadratmeter Gesamtfläche, davon 800 Quadratmeter Verkaufsfläche in einem 1985 erbauten Haus. In sieben Minuten sei man von dort aus auf der Autobahn, heißt es. Wer das ermittelt hat, dürfte auf der Bundesstraße an der Ausfahrt nach Niederjosbach den Blitzer ausgelöst haben...

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