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Gewerbefest: Im Schatten des mächtigen Main-Taunus-Zentrums

Mit den Millionenumsätzen des benachbarten Main-Taunus-Zentrums können und wollen die Geschäftsleute in der Hauptstraße in Sulzbach nicht mithalten. Aber sie leisten ihren Beitrag zur Lebensqualität in der Taunusgemeinde. Denn hier bekommen die Sulzbacher fast alles, was sie für den täglichen Bedarf benötigen. Um auf die Läden aufmerksam zu machen, hatte die Gemeinde am Samstag das erste Gewerbefest auf die Beine gestellt.
Am Stand der Gemeinde konnten die Besucher des Festes ihre Meinung zur Umgestaltung der Hauptstraße loswerden. Foto: Knapp Am Stand der Gemeinde konnten die Besucher des Festes ihre Meinung zur Umgestaltung der Hauptstraße loswerden.

Keine zwei Kilometer liegen zwischen dem ältesten deutschen Einkaufszentrum auf der grünen Wiese und den Geschäften in der Sulzbacher Ortsmitte entlang der Hauptstraße. Erst vor kurzem hat die Gemeinde diesen Abschnitt neu gestaltet. Gehwegverbreiterung, Bordsteinabsenkungen, Verschwenkung der Fahrbahn und die neuen Fahrrad-Stellplätze finden die Sulzbacher gelungen. Das lässt sich an der Menge der grünen Punkte ablesen, die die Besucher am Samstag zu jenen Aussagen kleben, die sie für richtig halten. Der Fachbereich Planen, Bauen, Liegenschaften der Gemeinde hatte Infotafeln mit Plänen und Fotos mitgebracht und die kleine Meinungsumfrage gestartet. So konnten Winfried Pohl und seine Kollegin Ulla Nösinger aber auch feststellen, dass die Aufenthaltsqualität, Sitzgelegenheiten und die Parkmöglichkeiten von den Bürgern nicht ganz so positiv bewertet wurden.

Nette Aktionen

Auf der zwischen Cretzschmarstraße und großem Dalles für den Autoverkehr gesperrten Festmeile hatten nicht nur die meisten Geschäfte geöffnet, oft gab es auch nette Aktionen. Auf den Bierbänken genossen die Menschen die kulinarischen Angebote. Ein wenig warten musste schon, wer die Cannelloni von der „Trattoria Mamma Mia“ probieren oder die gegrillten Lammspieße und die Fleischklopse von „Cemals Laden“ probieren mochte. Andere standen mit einem kühlen Getränk in der Sonne und beobachteten entspannt, wie sich der Nachwuchs an der Kletterwand der Volksbank versuchte oder sich das Gesicht bemalen ließ. Gleich nebenan versuchte Anna Weismüller, noch ein wenig Geld für ihren Freiwilligendienst in Chile zusammenzubekommen. Die 18-Jährige wird dort nach ihrem Abitur ein Jahr lang in einer Kita arbeiten. „Um den Menschen zu helfen, aber auch um meine Spanisch-Kenntnisse zu verbessern“, sagte sie lächelnd. Die Schülerin findet das Gewerbefest „cool“, meint aber, dass man etwas später beginnen könne, denn die meisten Leute seien erst nach 13 Uhr gekommen.

Vogelhäuschen

Ein paar Schritte weiter mühten sich Kinder ab, mit Laubsägen Sterne zu sägen oder Nägel in einen Balken einzuschlagen. Auf der anderen Straßenseite wurden Vogelhäuschen gezimmert. 50 Stück hatte Schreinermeister Manfred Weller mit seinen Mitarbeitern vorbereitet. „Um halb zwei waren alle weg“, freute er sich. „Wir haben einige unserer Arbeiten präsentiert und viele interessante Gespräche geführt, wir sind zufrieden. Vielleicht könnte man die Essensstände ein wenig mehr verteilen“, merkte er noch an.

Derweil wartete Birgit Lange in einer Holzbude, die der Förderverein der Mendelssohn-Schule aufgebaut hat, auf Kundschaft. Neben Glückwunschkarten standen Pralinen zum Verkauf. Sie war angenehm überrascht und denkt darüber nach, bei der nächsten Auflage das Angebot zu erweitern. Am Stand des örtlichen Taxi-Unternehmers, der aus einem Glücksrad und einem Taxi bestand, waren alle Altersgruppen vertreten. Gewinnen konnte dort man Gutscheine für eine Taxi-Fahrt. Der Jung-Unternehmer Tolgay Kizilcik fand die Veranstaltung gelungen und freut sich schon auf die Wiederauflage im nächsten Jahr.

Pamela und Timothy Davies schlenderten mit ihren Kindern Mika (4) und Finja (7) über das Fest. Klar, dass die Knirpse von dem Feuer am Stand von H2-Feuertechnik magisch angezogen wurden und das Angebot, einen echten Feuerlöscher auszuprobieren, gerne annahmen. Die Mutter bestätigte unterdessen dem Kreisblatt-Reporter, dass sie sehr froh sei über die Einkaufsmöglichkeiten in der Gemeinde. „Klar wollen wir den Handel vor Ort unterstützen, und schauen nicht nur auf den Preis“, sagte sie. Eigentlich fehle hier nur noch eine Drogerie, „dann müsste ich überhaupt nicht mit dem Auto losfahren. “

Standort mit Zukunft

Am Stand der Apotheke St. Barbara sollte man seine grauen Zellen anstrengen. „Schmecken Sie den Saft mit der roten Beete heraus?“ und „Wie viel Sonnencreme brauche ich eigentlich, damit man auch den vollen Schutz habe?“ – so lauteten zwei Fragen des Apothekenteams. Inhaber Frederik Modrack wollte an diesem Tag Präsenz zeigen und „Danke“ sagen, denn heutzutage sei eine Apotheke nicht wie früher automatisch ein Erfolg. Auch Sulzbachs Bürgermeister war auf „seiner“ Hauptstraße unterwegs: Elmar Bociek war zufrieden, freute sich über das gute Wetter und ist sich sicher, dass das Gewerbe an der Hauptstraße eine Zukunft habe. Er lobte vor allem den ehemaligen Vereinsringvorsitzenden und Ersten Beigeordneten Hans-Jürgen Wieczoreck für dessen gute Arbeit in der Vorbereitung der Veranstaltung. 2019 hofft Bociek auf weitere neue Ideen an bewährter Stelle.

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