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Reinigungsaktion: Der Bach soll sauber werden

Von Rund 30 Anwohner beteiligten sich am Samstag an der diesjährigen Reinigungsaktion des Liederbachs. Eine Säuberungsaktion mit Geschichte, die auch das Gemeinschaftsgefühl stärkt.
Katja und Jörg Zender räumen mit ihren Kindern Kristin und Mattes am Liederbach auf. Dort ist einges an Müll zu finden. Foto: Maik Reuß Katja und Jörg Zender räumen mit ihren Kindern Kristin und Mattes am Liederbach auf. Dort ist einges an Müll zu finden.
Unterliederbach. 

Offenbar gibt es im Stadtteil viel zu feiern. „So an die 100 leere Alkoholflaschen haben wir im Gebiet rund um die Loreleistraße gefunden“, meint Maja von Bechtolsheim, eine der Mitinitiatorinnen der Bachreinigung. Wohl dort, wo auch nachts häufiger Gelage stattfinden. Doch feiern können die Anwohner am Liederbach auch – und zwar tagsüber, nach getaner Arbeit und dafür umso herzlicher und gemeinschaftlicher.

Kinder dabei

Rund 30 Anwohner haben sich am Samstag zur diesjährigen Reinigung am und im Liederbach zusammengefunden. „Das sind 20 weniger als im vergangenen Jahr, vielleicht, weil wir später als sonst dran waren und es auch am Tag zuvor noch ziemlich geregnet hat“, meint Pamela Römann. Dann kann es vorkommen, dass der Liederbach so viel Wasser führt, dass eine Reinigung nicht mehr problem- und gefahrlos möglich ist – zumal auch immer einige Kinder mitmachen.

Doch am Samstagnachmittag plätschert der Bach ruhig vor sich hin, so dass die Truppe guten Mutes losziehen kann. Zu reinigen ist der Abschnitt zwischen der Wasgaustraße und der Peter-Bied-Straße. Von der Johannesstraße aus teilen sich die Teilnehmer in zwei große Gruppen auf, suchen das Gelände am und im Bach mit Zangen, Handschuhen und Mülltüten ab, die die FES und die Stadtentwässerung bereitgestellt haben. Schon bald werden Vera Maier, Malte und Nico (beide 8) fündig und bergen die Reste einer Heizungsverkleidung. Weiter unten wird sogar ein altes Sofa an Land gezogen. Maja von Bechtolsheim wundert dies nicht mehr. Sie weiß von früher sogar von einem versenkten Fahrrad zu berichten, dass sie nach kleineren Reparaturen durch ihren Sohn in Betrieb nehmen konnte.

Mit Gummistiefeln und dem nötigen Werkzeug ausgerüstet sind Malte und Nico mit Fleiß bei der Sache: „Denn der Bach soll ja wieder sauber werden“, sagt Malte. Doch nicht nur darum geht es: Denn am unteren Ende des Baches, wo bereits Bänke und ein Grill aufgestellt ist, warten Elke Lotz (77) und Dieter Bötterling (83). Die beiden haben früher auch tüchtig mitgeholfen, treten nun aber aus Altersgründen etwas kürzer. Was Bötterling aber nicht daran hindert, kistenweise Gebäck und Süßigkeiten zu stiften.

Initiative fortsetzen

„Seit mindestens zehn Jahren suchen wir jetzt den Liederbach schon ab“, erinnert sich Lotz und berichtet, die Aktion sei eine Idee der Müllpatin Brigitte Nüchter gewesen. „Sie ist im vergangenen Jahr leider verstorben. Doch ihre Initiative führen wir natürlich gerne fort, zumal sie das Gemeinschaftsgefühl unter uns Anwohnern stärkt.“

Auch das Ergebnis kann sich sehen lassen: Sechs Säcke zu je 120 Liter, gefüllt mit Flaschen, Plastikmüll und dazu das Sofa, die Abdeckungen und weitere Kuriositäten. „Immerhin ist der Müll weniger geworden, unsere Aktion hat wohl doch etwas am Bewusstsein der Leute verändert“, hofft Römann. Allerdings wird auch der Wunsch geäußert, entlang des Liederbachs einige der Kampagneneimer “#clean.ffm“ aufzustellen. Die Leiterin der Stabsstelle Sauberes Frankfurt Claudia Gabriel erklärt hierzu, die Einsatzgebiete für diese Eimer würden nach den Prioritäten ausgewählt und abgearbeitet.

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