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ZING-Reporter: „Überfall“ auf den Bank-Chef

Wie oft trinkt ein Bankchef Kaffee am Tag? Wo war der letzte Banküberfall? Wer hat die Vereinigte Volksbank gegründet und warum gibt es eigentlich Banken? Diese Fragen und viele mehr stellten die Schülerreporter der Klasse 4b der Schule im Emsbachtal, Niederbrechen, dem Chef der Volksbank Klaus Merz in Limburg.
Ein Arbeitsfrühstück mit dem Chef der Vereinigten Volksbank hatten die Schüler der 4b aus Niederbrechen. Foto: (nn) Ein Arbeitsfrühstück mit dem Chef der Vereinigten Volksbank hatten die Schüler der 4b aus Niederbrechen.
Niederbrechen. 

Während eines gemeinsamen Frühstücks löcherten die Schüler den Bankchef mit vielen persönlichen Fragen. Außerdem erhielten sie viele interessante Informationen rund um die Vereinigte Volksbank. Bei der Beantwortung der Fragen halfen ihm die beiden Auszubildenden Denise Möhn und Mine Mis.

Carina, Joshua N., Levin, Gresa, Finja

Ganz schön persönlich

Als die Schülerreporter den Sitzungsraum betraten, schüttelte Herr Merz jedem Schüler gut gelaunt die Hand. Dabei mussten alle Kinder nach oben schauen, denn Herr Merz ist 1,98 Meter groß. Schülerin Azra schätzte das Alter von Herrn Merz auf 36, er ist aber 49 Jahre alt. Demnächst wohnt er mit seiner Familie wieder in Diez. In den Ferien fährt er gerne in die Berge, um dort zu wandern. Er ist Fan des FC Bayern München, sieht aber auch gerne mal ein Spiel des FSV Mainz 05. Herr Merz hat nie viel Bargeld in seinem Portemonnai, weil er fast alles mit EC-Karte bezahlt. Seit 2003 ist er Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Volksbank.

Klaus Merz zeigte die wichtigsten Schlüssel der Vereinigten Volksbank. Bild-Zoom
Klaus Merz zeigte die wichtigsten Schlüssel der Vereinigten Volksbank.

Ganz schön lustig

• Herr Merz trinkt ständig Kaffee. Wegen seines hohen Blutdrucks passen seine zwei Mitarbeiterinnen immer gut auf, dass er nur koffeinfreien Kaffee bekommt.

• Er wollte eigentlich nie in einer Bank arbeiten, sondern lieber Architekt werden. Nun ist er sogar Bankchef.

• Auf die Frage, warum die Vereinigte Volksbank am ZING-Projekt teilnimmt, antwortet er: „Ich hoffe, dass sich die Kinder der Klasse 4b dann später bei der Volksbank als Auszubildende bewerben.“

Ganz schön stressig

Herr Merz hat nur selten frei. Er kümmert sich um die Privat- und Geschäftskunden und ist somit „Ansprechpartner für alle“. Außerdem trifft er wichtige Regelungen mit dem Aufsichtsrat. Er vertritt die Volksbank sozusagen in der Öffentlichkeit.

Meist ist er dreimal pro Woche bis spät abends unterwegs. Manchmal vermischt sich dabei sein Privatleben mit der Arbeit, wenn er zum Beispiel die Volksbank auf öffentlichen Veranstaltungen vertritt. Am meisten stresst es ihn, wenn etwas nicht so funktioniert wie er es gerne hätte.

Jannik, Nick, Azra, Youssef, Joshua W.

 

Aufmerksam notierten die Reporter alle Informationen. Bild-Zoom
Aufmerksam notierten die Reporter alle Informationen.

 

Ganz schön viele Infos

Die Vereinigte Volksbank ist eine Genossenschaftsbank, während die Träger der Sparkassen Gemeinden und Landkreise sind. Der Grundgedanke an eine Genossenschaftsbank ist auf zwei Männer zurückzuführen. Sie hießen: Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch. Ihr Motto lautete: „Was einer nicht schafft, das schaffen viele.“

In diesem Sinne wurde 1860 die Vereinigte Volksbank in Limburg gegründet. Herr Merz erklärt: „Schon immer gab es Leute, die kein Geld haben, und welche, die Geld haben. Diese Leute bringen wir zusammen.“

Ohne die Volksbank müssten die Leute ihr Geld unter das Kopfkissen legen. Dort könnte es aber geklaut werden. Wenn die Menschen ihr erspartes Geld zur Bank bringen, können andere Menschen, die Geld benötigen, sich von der Bank Geld leihen. Die Aufgabe der Bank ist es dann dafür zu sorgen, dass die Einzahler ihr Geld auch wieder bekommen.

Ganz schön sicher

Ein Banküberfall lohnt sich nicht, denn alle Volksbanken sind mit einem ausgeklügelten Sicherheitssystem ausgestattet. Überall sind Kameras installiert, außer auf den Toiletten.

Der Tresor ist mit mehreren Türen gesichert. Die erste Tür ist so schwer und so dick, dass man einen Tag brauchen würde, um sie mit einer gewöhnlichen Bohrmaschine zu durchbohren. Sollte es dennoch jemand versuchen, so wird sofort ein Alarm bei der Polizei ausgelöst. Außerdem sind die Tresortüren mit einem Zeitschloss gesichert, das erst mehrere Minuten, nachdem es aktiviert wurde, die Türen öffnet.

Es ist deutlich weniger Geld im Tresor als in den Geldautomaten, die mittlerweile auch in allen Zweigstellen zu finden sind.

Der letzte Überfall auf eine Volksbank fand dieses Jahr im Februar in Eschhofen statt. Ein maskierter, bewaffneter Mann stürmte in die Bank und bedrohte mit der Schusswaffe die Mitarbeiterin. Aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen konnte die Mitarbeiterin kein Geld herausgeben, und der Täter floh ohne Beute.

Herr Merz teilte den Schülerreportern mit, dass kaum gefälschte Geldscheine in der Volksbank auftauchen. Jeder Geldschein ist mit vielen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, sodass Kriminelle ein sehr hohes Risiko eingehen würden erwischt zu werden. Die Scheine werden unter UV-Licht begutachtet, um Fälschungen zu erkennen.

Adrian, Jana, Elena, Fabian

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