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DLRG-Ortsverein Diez: Trotz Schwunds gut aufgestellt

Die Mitgliederzahl des DLRG-Ortsvereins Diez befindet sich wegen der Hallenbadsanierung im Sinkflug. Seit 2013 ist der Verein um gut ein Viertel geschrumpft. Gleichwohl sehen sich die Lebensretter gut aufgestellt, wie in der Jahreshauptversammlung deutlich wurde.
Treue Mitglieder des DLRG-Ortsvereins Diez wurden ausgezeichnet. Bilder > Treue Mitglieder des DLRG-Ortsvereins Diez wurden ausgezeichnet.
Diez. 

Vor sieben Jahren das funktionstüchtige Ausbildungszentrum in Betrieb genommen, eine Garage angebaut, für fast 17 000 Euro das gesetzlich geforderte Unterwassertelefon angeschafft und erprobt, offiziell in den Katastrophenschutz des Landkreises eingebunden und neue Ziele und Aufgaben vor Augen: in der Jahreshauptversammlung des DLRG-Ortsvereins stand die Bilanz von Horst Kreutzlücken auf gesundem Fundament, und doch musste der Vorsitzende im 90. Jahr des Vereinsbestehens eine markante Entwicklung benennen: Seit 2013 ist die Zahl der Mitglieder von 739 auf 536 gesunken. Noch immer wirkt sich die Einschränkung der Aktivitäten durch die Hallenbad-Sanierung aus.

Der Standort an der Emser Straße bietet dagegen vielfältige Möglichkeiten in der Ausbildung, auch die Trainingsbedingungen haben sich verbessert. Die Bereiche Boots- und Tauchwesen mit fünf Strömungsrettern sind zu stabilen Truppen und unverzichtbaren Einheiten geworden. Mit Wachstunden an Hertha- und Baggersee, Schwimmkursen und Trainingszeiten absolvierten die ehrenamtlichen Helfer im vergangenen Jahr rund 2800 Arbeitsstunden, davon 1250 in der Schwimmausbildung.

Neues Rettungsfahrzeug

Um neue Aufgaben bewältigen und aktiv an Einsätzen mitwirken zu können, möchte die DLRG ein neues Rettungsfahrzeug anschaffen. Preis: 56 000 Euro. Bei der finanziellen Herausforderung, wie Horst Kreutzlücken es nannte, kommt der Vereinbarung mit dem Landkreis eine nicht unwesentliche Bedeutung zu. Durch die Beteiligung am Zivil- und Katastrophenschutz – Vertragspartner sind die beiden Bezirke Westerwald-Taunus und Rhein-Mosel – kann die Ortsgruppe an Wehrleiterdienstbesprechungen, Lehrgangsangeboten der Landesfeuerwehrschule und an internen Schulungen teilnehmen. Und, so erklärte es stellvertretender Vorsitzender Dirk Zimmermann den Mitgliedern, auf die Hilfe bei der Sicherstellung der personellen und materiellen Einsatzbereitschaft, Aus- und Fortbildung der Einsatz- und Führungskräfte sowie Unterbringung der gesamten Ausrüstung und deren Wartung und Pflege vertrauen. Der Landkreis fördert die Ausstattung finanziell und erstattet Kosten für Einsätze und Übungen.

Bastian Heberling (Leiter Einsatz) wies im Jahresbericht über die 29 Mitglieder des Einsatzteams auf Übungen, Ausbildung und Wachdienst hin. Rund 1500 Stunden verbrachten die 30 Wachgänger 2017 an Hertha- und Baggersee, 381 mehr als im Jahr zuvor. Der Aufruf, dass weitere Hilfe und Unterstützung nötig sei, folgte prompt. Derzeit besteht die Abteilung aus drei Gruppenführern, fünf Taucheinsatzführern, sieben Einsatztauchern, drei Signalfrauen, neun Signalmännern (einer in Ausbildung), einer Bootsführerin, zwei Bootsführern, einer Strömungsretterin und drei Strömungsrettern.

Keine Beitragserhöhung

Unter den 250 Schwimmern, die 2017 ihren Kurs absolvierten, stellen Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahre die größte Gruppe (90), gefolgt von den Kleinen bis neun Jahre (75). Insgesamt konnte die DLRG 72 Schwimmprüfungen abnehmen. Im Rückblick auf das Vorjahr erwähnte Abteilungsleiter Jens Schellong auch die Vereinsmeisterschaften mit 46 Teilnehmern.

Bei den Vorstandswahlen bestätigte die Versammlung Horst Kreutzlücken (Vorsitzender) und Dirk Zimmermann (Stellvertreter) neben anderen Vorstandsmitgliedern und Abteilungsleitern im Amt. Neue Schatzmeisterin ist Constanze Lorenz-Hefner, Stellvertreter sind Maria Osebold und Gregor Rück.

Nicht einigen konnte sich die Versammlung auf eine Beitragserhöhung für 2019. Die Anhebung, die nötig ist, um weiter vom Sportbund gefördert zu werden, wurde nach kontroverser Diskussion vertagt. Bevor eine außerordentliche Versammlung über den Vorschlag des Vorstandes entscheidet, sollen die Mitglieder über die erste Erhöhung seit 2014 informiert werden. Angedacht ist eine Aufstockung um 50 Cent bis zu einem Euro.

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