E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Usingen 20°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Hoffen auf Alternativen: Sanierungsfall Bahnhofstraße: Stadtverordnete sorgen sich um drohende Vollsperrung

Von Löcher, Risse, immer wieder Beschwerden: Der schlechte Zustand der Bahnhofstraße in Bad Camberg ist ein Dauerbrenner. Sie muss saniert werden. Allerdings: Über die im Herbst/Frühjahr 2019 geplante Vollsperrung für ein halbes Jahr machen sich die Bad Camberger Sorgen.
Die Löcher und Risse in der Bad Camberger Bahnhofstraße müssen geflickt werden. Foto: Petra Hackert Die Löcher und Risse in der Bad Camberger Bahnhofstraße müssen geflickt werden.
Bad Camberg. 

Schon eine kleine Baustelle führt zu großen Problemen. Alle, die von der Autobahn ab nach Bad Camberg hinein wollen, müssen über die Bahnhofstraße fahren – und über die Eisenbahnbrücke. Die Blechlawine rollt. Das ist ein alltäglicher Anblick. Ändern wird sich das Ganze mit der notwendigen Sanierung der Straße. Denn: Nach Aussage von Hessen Mobil soll im Herbst (oder noch wahrscheinlicher Anfang 2019) eine Vollsperrung eingerichtet werden, damit die obere Bahnhofstraße komplett saniert werden kann.

Bündnis 90/Die Grünen Bad Camberg haben sich weiter informiert. „Der regionale Bevollmächtigte Westhessens von Hessen Mobil, Eugen Reichwein, hat unserer Fraktion erklärt, dass es nicht möglich sei, die Bahnhofsbrücke in der Sanierungsphase jeweils halbseitig für den Verkehr freizugeben“, so der Fraktionsvorsitzende Dieter Oelke. Für die Zeitdauer der Sanierung, etwa ein halbes Jahr, müsse die Straße vollständig gesperrt werden. Der Autoverkehr soll in dieser Zeit über die Hof-Gnadenthal-Straße in Erbach und den „Kräuter“ umgeleitet werden, ein sehr starkes Gefälle mit einer teilweisen Beschränkung auf Tempo 30.

„Wir befürchten, dass diese Maßnahme verkehrlich kaum zu bewältigen ist und erhebliche negative wirtschaftliche Auswirkungen auf den Bad Camberger Einzelhandel hat“, so Oelke. Das sehen nicht nur die Grünen so: Die Stadtverordnetenversammlung hat am Dienstagabend einstimmig beschlossen, das Thema im Ausschuss für Planung und Bau zu behandeln, einen Vertreter von Hessen Mobil hinzuzuziehen und ein weiteres Thema mit zu berücksichtigen: Auch die Auswirkungen der Sanierung der L 3031 von der B 8 bis zum Hotel „Waldschloss“ sollen in die Beratungen mit einbezogen werden.

  Schöffen: Demnächst werden die Schöffen und Jugendschöffen für die Geschäftsjahre 2019 bis 2023 gewählt. Interessierte Bürger können sich bis zum 30. April beim Hauptamt der Stadt Bad Camberg für dieses Amt bewerben, informierte Bürgermeister Jens-Peter Vogel (SPD).

  Holzvermarktung: Hier wird es eine Änderung geben. Aus kartellrechtlichen Gründen tritt die Neuregelung hessenweit in Kraft. „Die Bewirtschaftung des Waldes, die Aufstellung der Forstwirtschaftspläne und die Forsteinrichtungen können nach jetzigem Stand der Erkenntnisse weiterhin von HessenForst vorgenommen werden“, so Bürgermeister Vogel. Lediglich der Holzverkauf müsse neu organisiert werden. Das Umweltministeriums habe vorgeschlagen, sechs Holzvermarktungsorganisationen in Hessen zu gründen, damit jede von ihrer Größe her marktfähig ist. Dabei handele es sich allerdings nur um einen Vorschlag. „Den Kommunen bleibt es unbenommen, eigene Strukturen aufzubauen.“

  Kurhaus Bad Camberg: Die Maßnahmen zur Brandschutzsanierung haben begonnen und werden sich noch in das komplette Jahr 2019 ziehen, informiert der Bürgermeister. 2018 sollen sie weitestgehend im laufenden Betrieb erledigt werden, doch im nächsten Jahr muss es zeitweise geschlossen werden.

„Laut Bauzeitenplan können zwischen März und November 2019 in den Sälen keine Veranstaltungen stattfinden. Die reibungslose Nutzung der anderen Räumlichkeiten, insbesondere des Restaurants und der Clubräume, werden zurzeit noch geprüft. Mit den Nutzern soll in der nächsten Zeit Kontakt aufgenommen werden, um die Ersatzräumlichkeiten abzustimmen.“

  Baugebiet „Vorm Grenzgraben“ in Erbach: Die Straßenbaumaßnahmen stehen vor dem Abschluss. Besonders witterungsbedingt habe es Verzögerungen gegeben. Als letzte Maßnahme werde nun die Ausgleichsfläche angelegt – im ersten Schritt in Form einer Blumenwiese als Zwischenbegrünung, dies als Vorstufe zur eigentlichen Pflanzung im Herbst.

  Neubau Feuerwehrgerätehaus Schwickershausen: Die Arbeiten sind so gut wie fertig. Zurzeit gibt es noch einige Schlussabnahmen und technische Inbetriebnahmen. Der Umzug der Feuerwehr und die offizielle Inbetriebnahme sind für die nächsten Tage geplant, der feierliche Akt im Juni. „Die Arbeiten verliefen ausgesprochen reibungslos – insbesondere durch den enormen persönlichen Einsatz der Schwickershäuser Feuerwehrleute“, sagte Bürgermeister Jens-Peter Vogel unter dem Applaus der Stadtverordnetenversammlung und des Publikums. 4035 Stunden persönlicher Eigenleistung seien bisher eingebracht worden, davon auch viele Arbeiten im Bereich der Elektrik.

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen