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Medizinische Versorgung: Notaufnahme im St.-Vincenz-Krankenhaus ist größer, heller, besser

Von Reden und Sekt und Häppchen gab es schon vor einem Monat bei der Einweihung des damals noch gar nicht fertigen Talbaus des Limburger St.-Vincenz-Krankenhauses. Gestern hat dort mit der Zentralen Notaufnahme die erste Abteilung den Betrieb aufgenommen: ohne Brimborium, aber zwangsläufig nicht ganz still und leise. . . Zum Auftakt hat alles reibungslos funktioniert.
Der erste Patient um kurz nach 11 Uhr. Am frühen Nachmittag war der Warteraum – großzügig und hell wie die gesamte Notaufnahme – schon gut gefüllt. Der erste Patient um kurz nach 11 Uhr. Am frühen Nachmittag war der Warteraum – großzügig und hell wie die gesamte Notaufnahme – schon gut gefüllt.
Limburg. 

Bis in die Nacht hinein hatten Dr. Peter Sahmer und seine Mitarbeiter in den neuen Räumen geschuftet, wenige Stunden später – um Punkt fünf – standen gestern Morgen bereits wieder alle auf der Matte. Die Nachtschicht war noch, die Tagschicht schon da, und zur Verstärkung half ein Team mit Kollegen aus anderen Abteilungen.

Funktioniert die Technik? Geschäftiges Treiben unmittelbar vor der Inbetriebnahme der Notaufnahme. In der Mitte die beiden Aufzüge, mit denen die im Rettungswagen transportierten Notfallpatienten die Abteilung erreichen. Dahinter Betten und Rollstühle. Bild-Zoom
Funktioniert die Technik? Geschäftiges Treiben unmittelbar vor der Inbetriebnahme der Notaufnahme. In der Mitte die beiden Aufzüge, mit denen die im Rettungswagen transportierten Notfallpatienten die Abteilung erreichen. Dahinter Betten und Rollstühle.

Die Patienten wurden zunächst weiter in der alten Zentralen Notaufnahme (ZNA) behandelt, während etwa 200 Meter weiter im Talbau auf Hochtouren die letzten Vorbereitungen für die Inbetriebnahme der neuen liefen. Um 11 Uhr machte Sahmer am alten Standort das Licht aus, um 11.05 Uhr saß der erste Patient im Wartebereich – so großzügig und hell wie die gesamte Abteilung. Der Raum füllte sich von Minute zu Minute; gegen Mittag brachten Rettungswagen fast gleichzeitig drei Notfälle.

Neue Ausstattung und vier Mal so groß wie die alte ...

Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) ist das Herzstück des neuen 30 Millionen Euro teuren Talbaus. Die Abteilung nimmt das komplette Erdgeschoss ein – mit 1400 Quadratmetern ist sie vier Mal so groß wie die alte.

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„Alles hat gut funktioniert“, sagte Dr. Peter Sahmer am späten Nachmittag dieser Zeitung. „Es hat sich gezeigt, dass die Abläufe viel besser sind.“ Der ZNA-Leiter war froh und erleichtert – und abgeschafft. Er hatte nicht nur in den vergangenen Tagen Schwerstarbeit geleistet, damit alles rechtzeitig fertig war und gestern klappte.

Ein großer Tag für das St.-Vincenz-Krankenhaus! Und das ganz ohne Feierlichkeiten. Reden und Sekt und Häppchen gab es schon vor einem Monat bei der Einweihung des damals noch gar nicht fertigen Talbaus; gestern ging der Start aufgrund des regen Treibens zwar nicht ganz still und leise über die Bühne, aber ohne Aufhebens.

Fast sechs Jahre vorbereitet

Patienten und Personal profitieren von dieser Millionen-Investition. Die Zentrale Notaufnahme galt bislang wegen ihrer Enge und der auch dadurch bedingten zuweilen problematischen Abläufe als Schwachstelle der kontinuierlich modernisierten Klinik. Ab sofort soll die Abteilung ein weiterer Pluspunkt des St. Vincenz sein. Ein wichtiger Eckpfeiler für die medizinische Versorgung in der Region ist die ZNA mit jährlich gut 30 000 Patienten auf jeden Fall.

Mit Sahmer und seinem Team freute sich denn auch Geschäftsführer Guido Wernert. „Ich bin sehr glücklich“, sagte er. Seit seinem Amtsantritt am 15. November 2012 hat er sich mit dem Projekt beschäftigt. Wernert erinnert sich: „Am 5. Dezember 2012 hatten wir die erste große Runde zur Struktur der Notaufnahme, zwei Woche später die erste konkrete Sitzung. Danach folgten mehr als 400 Termine.“

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