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Rodung: Für den Kletterwald in Bad Camberg müssen zunächst Bäume fallen

Von Die Fläche der gefällten Bäume an der L 3031 hat viele geschockt – weil die Rodung am Wanderer-Parkplatz sehr auffällig ist, und weil viele gar nicht mehr wussten, warum sie vorgenommen wurde. Es sind Vorbereitungen für den geplanten Baumwipfelpfad. Erst einmal mussten Bäume weg – für den Parkplatz.
Am Parkplatz, 300 Meter hinter dem Hotel „Waldschloss“, wurden Bäume für den Kletterwald gefällt. Foto: Petra Hackert Am Parkplatz, 300 Meter hinter dem Hotel „Waldschloss“, wurden Bäume für den Kletterwald gefällt.
Bad Camberg. 

Die Nachricht liegt schon Monate zurück: An der Landstraße 3031 in der Nähe des Wanderer-Parkplatzes, etwa 300 Meter hinter dem „Waldschloss“, sollen Bäume für den geplanten Kletterwald/Baumwipfelpfad gefällt werden. Jetzt ist es passiert. Nur: Die wenigsten erinnerten sich noch an die Information. So gab es einige Irritationen, als Wanderer und Passanten vor den vollendeten Tatsachen standen. „Wo ist der Wald geblieben?“, fragten die Menschen.

Die Stadtverordnetenversammlung hat nun einstimmig beschlossen, in Sachen Informationspolitik und Beschwerde-Management stärker initiativ zu werden. Auf Antrag der Grünen erhalten Bürger künftig die Möglichkeit, auf der Homepage der Stadt Ideen und Beschwerden vorzutragen – ähnlich, wie dies bereits auf der Homepage des Kreises Limburg-Weilburg unter der Rubrik „Ideen und Beschwerden“ umgesetzt wird. Außerdem informiert die Stadt die Bürger künftig über die Presse und das Internet auch dann über akute relevante Vorgänge, wenn sie bereits vor Monaten schon einmal angekündigt wurden. „Die jetzige Fällung kam für viele Bürgerinnen und Bürger überraschend. Eine zeitnahe Ankündigung von Seiten der Stadt wäre sicherlich sinnvoll und bürgernah gewesen“, begründete der Fraktionsvorsitzende von „Bündnis 90/Die Grünen“ Dieter Oelke das Anliegen.

„Wir werden dem zustimmen, besonders wegen Teil zwei“, signalisierte Daniel Rühl für die CDU. Auch „der gemeine Mandatsträger“ sei in Sachen Kommunikation nicht zufrieden mit der Verwaltung. „Wenn Sie ein Thema mit Konfliktpotenzial haben wie beim Kletterwald, und wenn ich das erfolgreich zu Ende führen will, muss ich das aktiv kommunizieren.“

Pogromnacht-Gedenken

Die Gedenkveranstaltungen an die Reichspogromnacht sind gerade vorüber. Nächstes Jahr jährt sie sich zum 80. Mal. „Im November 1938 fanden auch in Camberg schreckliche Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung statt. Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe, diese Geschehnisse aufzuarbeiten und der Opfer zu gedenken“, begründete Dieter Oelke einen Antrag der Grünen für das Jahr 2018. Dann nämlich soll die Stadt Anfang November zu einer Veranstaltung „80 Jahre Reichspogromnacht in Camberg“ einladen. Die näheren Einzelheiten werden im Ausschuss für Kur, Kultur und Tourismus beraten. Dessen Vorsitzende Julia Schlösser (SPD) regte an, weitere Organisationen wie den Verein Historisches Camberg, die Kirchengemeinden und die Taunusschule in die Vorbereitungen mit einzubeziehen. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen.

Vor einem Jahr hatte sich die Stadtverordnetenversammlung dafür ausgesprochen, eine neue Jubiläums-Baumbepflanzung an der ICE-Neubaustrecke zu realisieren, ähnlich der bereits bestehenden. Das Problem: Nach vielen Stunden der Beratung fand sich keine geeignete Fläche, um das Ganze zügig zu verwirklichen. „Die nach umfangreichen Recherchen und Ortsbesichtigungen von Umweltausschuss und Verwaltung ins Auge gefassten Wege kommen allesamt für eine kurzfristige Realisierung nicht in Frage“, erläutert Bürgermeister Jens-Peter Vogel (SPD).

Streuobst an Jubiläumsallee

Denn: „Für eine Bepflanzung ist ein Streifen von zehn Metern Breite am Wegesrand notwendig. Bei allen avisierten Wegen müssten vorab Grundstückskäufe getätigt werden.“ Es gab Ortsbegehungen entlang des Radfernwegs R 8 Richtung Erbach, eine Prüfung der großen Wiesen gegenüber des Medical Parks, am Schluss stand der Vorschlag, westlich des Medical Parks die Jubiläumsallee als Streuobstwiese anzulegen. „Der Umweltausschuss hat dem zugestimmt“, erläuterte dessen Vorsitzender Dieter Oelke. Die Stadtverordnetenversammlung jetzt auch.

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